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Fortsetzung.

von August Schwarz. Nürnberg. U. E. SEBALD

Mit zwei Tafeln und zwei

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Abhandlungen

der

Naturhistorischen

GESELLSCHAFT

zu

Nürnberg. —.

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Mit zwei Tafeln und zwei Bildern. er

Beilage: Flora der Umgegend von Nürnberg - Erlangen

von August Schwarz.

Fortsetzung.

Jahresberichte 1892 mit 1896.

Nürnberg. U. E. SEBALD. 1897.

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Inhaltsverzeichnis

der

im X. Band enthaltenen Abhandlungen.

Koch &. v., Die ungeschlechtliche Vermehrung (Knospung und Stockbildung) von Madrepora. (Mit einer Tafel). . Spiess E., Über einen Fulguritfund im Diluvialsand der Umgebung

BORSNDrnbergr. 0. ren ER PROB OR ER Magnus P., Das Auftreten der Schinzia ee P. Magen. in Bayern und einiges über deren Verbreitung in Europa. (Mit einer Tafel) N A Be Baumüller Dr. B., Dr. Max Hagen. Nekrolog. (Mit dem Bild- nis des Verlebten). 3 Harz Dr. K., Nachträge zur Flora von Bamberg Fleischmann Dr. A., Mitteilung über die Zahnentwicklung von a ee a BE EEE Baumüller Dr. B., Professor Ernst Sa Niko (Mit dem Bildnis des Verlebten). . Schwarz A., Einige Beiträge zur Kenntnis der pflanzengeogra- ; phischen Verhältnisse im Keuper um Nürnberg und im be- nachbarten Jurazuge, sowie dem östlich bei Bayreuth und Kreussen wieder zutagetretenden Keuper und auf den dortigen Muschelkalkhöhen . RN Kaulfuss J. S., Beiträge zur Kenntnis der Laubmoesflora des nördlichen fränkischen Jura und der anstolsenden Keuper-

formation. .

Seite

19

55

63

8l

Schwarz Karl, Städt. Bezirkstierarzt Konrad Schwarz. Nekrolog

Magnus P., Beitrag zur Pilz-Flora von Franken, insbesondere der Umgegend von Nürnberg. ..... RE NS ö

Harz Kurt Dr., Weitere Nachträge zur Flora Brie und ie nördlichen fränkischen Jura

Grüb Dr., Harz Dr., Kraus, Müller, Weitere Nachträge zur Flora von Bamberg, des nördlichen fränkischen Jura und

der Umgegeni. Kulmbachs, 25.7 lt 3:85.4 7 ae Kaulfuss J. S., Erster Nachtrag zur Laubmoosflora des nörd-

lichen Jura und der anstolsenden Keuperformation. . Schwarz August, Flora der Umgegend von Nürnberg - Erlangen.

Nachtrag zum I. Teil 1

II. oder spezieller Teil, erste SER

115

121

141

147

Die ungeschlechtliche Vermehrung (Knospung und Stockbildung)

von

Madrepora. Von G. v. Koch.

Mit 6 Zinkhochätzungen und einer Tafel in Lichtdruck.

Abh. d. Naturh. Ges. X, Bd. 1

Nach der Fischersage sind die Korallen lebendige Pflanzen, welche im Meerwasser weich und beweglich sind, aber sofort zu Stein erstarren, wenn man sie aus ihrem Element in die Luft bringt. Wenn uns nun auch die anatomische und physiologische Unter- suchung gelehrt hat, dals wir es hier mit echten Tieren zu thun haben, die Mund und Magen, Muskeln und Nerven besitzen, so können wir doch auch heute die grofse Ähnlichkeit zwischen den Korallen und den höheren Pflanzen nicht verkennen und finden diese sogar angedeutet in dem wissenschaftlichen Namen Anthozoa, welcher Blumentiere, und Zoophyta, welcher Tierpflanzen oder Pflanzentiere bedeutet. Diese Ähnlichkeit ist nicht blos eine ganz äufserliche, sondern sie ist begründet durch Übereinstimmung in der Art des Wachstums resp. der Fortpflanzung. Es geht nämlich bei der Koralle, wie bei der Pflanze, aus dem Ei ein einfacher Organismus hervor, dieser vermehrt sich durch Knospenbildung und indem die Knospen mit dem primären Polypen oder im anderen Fall mit der Keimpflanze verbunden bleiben, entsteht eine Kolonie oder ein Stock. Sowohl Form als Aufbau der Stöcke ist bei den einzelnen Korallen sehr verschieden und nicht nur für gröfsere und kleinere systematische Gruppen charakteristisch, sondern auch häufig bestimmend für Bau und Functionen der Einzeltiere, daraus erklärt sich die Wichtigkeit ihrer richtigen Erkenntnis für den Korallenforscher.

Die vorliegende Arbeit giebt eine Schilderung der Knospung bei einer sechszähligen Steinkoralle und es möge des leichteren Verständnisses wegen gestattet sein, den speziellen Angaben eine kurze Schilderung der Anatomie eines möglichst einfach gedachten Einzelpolypen vorauszuschicken. Ein solcher besteht, so lange ein Skelett noch nicht angelegt ist, aus einem geschlossenen, mehr oder

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weniger cylindrischen oder konischen Schlauch, der mit einem Ende auf dem Boden aufsitzt. Der am Boden anliegende Teil der Schlauch- wand heifst Bodenwand, der dem Cylindermantel entsprechende Leibeswand, der dem angehefteten Ende gegenüberliegende, wie dieses abgeplattete, Mundscheibe. An dem Rand der Mundscheibe, wo diese in die Leibeswand übergeht, befinden sich Ausstülpungen von konischer Gestalt, die Tentakel, und in deren Mitte eine Öffnung, der Mund, von dem ein beiderseits offenes Rohr, der Schlund, in die Höhlung des Schlauches, die Darmhöhle, hineinführt und letztere mit der Aufsenwelt verbindet. Zwischen dem Schlund und der Leibeswand, nach oben an der Mundscheibe, nach unten an der Bodenwand festgeheftet, sind zwölf (oder in einer Mehrzahl von zwölf resp. sechs) radiale Scheidewände, parietes, ausgespannt, welche die Darmhöhle in zwölf oder mehr nur im Centrum mit einander in Verbindung stehende Kammern teilen. Die Scheidewände be- sitzen eine kräftige Längsmuskulatur, welche die Zusammenziehung der Polypen vermittelt; diese ist nicht an allen Scheidewänden gleichmälsig angeordnet, sondern befindet sich, wenn zwölf Scheide- wände vorhanden sind, an zwei einander gegenüberliegenden Paaren an der von einander abgewendeten, an den übrigen vier Paaren an den zugewendeten Flächen!). Das Skelett baut sich bei den uns hier speziell interessierenden Formen auf folgende Weise auf: zuerst entsteht als Ausscheidung der Bodenwand, zwischen ihr und dem Unterlage, eine kristallinische Kalkscheibe, die Boden- oder Basal- platte?).. Auf dieser erheben sich radial gestellte Leisten, Septa, die durch ihr Wachstum die Bodenwand zwischen je zwei Parietes in Form von Falten in die Magenhöhle hineindrängen. Später werden die Septen an ihren peripherischen Enden durch neue Aus-

1) Man vergleiche G. v. Koch, Notizen über Korallen, Morph. Jahr- buch Bd. VI. Genaues über die Weichteile, auch über die hier als nicht zum Verständnis des folgenden nötigen, unberücksichtigt gebliebenen Filamente, Generationsorgane etc. vgl. neben den neueren Handbüchern die Arbeiten von Fowler, Jourdan, Bourne ete., über das Skelett vgl. G. v. Koch, Über das Verhältn. von Skelett und Weichteilen der Madreporen, Morph. Jahrbuch Bd. XII.

2) Die Bemerkung Ortmann’s, »ein sogenanntes Fulsblatt existiert nicht als gesondertes Gebilde etc.«, entspricht der Leichtfertigkeit, die im allgemeinen die Korallenarbeiten dieses Autors auszeichnet.

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scheidungen verbunden, welche dann die Mauerplatte (Innenplatte, Theca) bilden, die eine mehr oder weniger dichte Ringplatte, aboral "mit der Bodenplatte in Zusammenhang, darstellt?). Die äufseren Ränder der Septen ragen häufig über die Mauerplatte nach aufsen vor und heilsen dann Rippen.

Bei der ungeschlechtlichen Vermehrung, der Knospung, wer- den vom jungen Polypen zuerst die Weichteile angelegt, und erst später treten die Hartteile auf, die sich immer auf, in bestimmter Richtung erfolgendes, Wachstum der Hartteile des Mutterpolypen zurückführen lassen. Daraus erklärt sich der dauernde Zusammen- hang der im Laufe der Zeit entstandenen Knospen und damit die Bildung der Kolonien,

Wenden wir uns nun zu der hier speziell in Frage kommen- den Gattung Madrepora. Die dazu gerechneten, sehr zahlreichen Korallenarten bilden Stöcke von verschiedener, oft recht ansehn- licher Gröfse und sind stets aus vielen Einzelindividuen zusammen- gesetzt, die einen Durchmesser von 2—3 mm nicht überschreiten. Jeder Polyp besitzt zwölf konische Tentakel, welche im Kreise um den Mund stehen und im Gegensatz zu den meisten übrigen Anthozoen häufig recht verschieden untereinander sind. Der Zahl der Tentakel entsprechend ist auch die der Parietes zwölf, da über jeder Interparietalkammer ein Tentakel steht. Das Skelett zeigt manche Eigenheiten. Über die Bodenplatte wissen wir nichts Be- stimmtes, da Einzelpolypen oder ganz junge Stöckchen, an denen eine solche beobachtet werden könnte, noch nicht zur Untersuchung gelangt sind. Septen sind, der Zahl der Parietes entsprechend, in der Regel zwölf vorhanden, von denen aber meistens nur sechs kräftiger entwickelt, die zwischen diesen liegenden dagegen kleiner sind (von weiterer Reduktion derselben wird weiter unten noch die Rede sein). An ihrer peripherischen Hälfte spalten sich die Septen und die benachbarten sind durch dünne Kalkbrücken mit- einander verbunden, so dafs eine durchlöcherte Theca entsteht, die

durch spätere Auflagen mehr oder weniger solid und durch weitere Brücken häufig verdoppelt wird®). An ihrer Aufsenseite ist die

3) Zur Erläuterung der vielfach, selbst von Fachleuten nicht ganz richtig verstandenen Beziehung der Skeletts zu den Weichteilen dient ein von Osterloh in Leipzig nach meinen Angaben gefertigtes Modell.

4) Man vgl. die abgebildeten Querschnitte.

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Theca mit Längsrippen besetzt, die, wie schon oben erwähnt, als äufsere Ränder der Septen anzusehen sind und durch deren Spal- tung in ihrer Anzahl ein Mehrfaches der Septen bilden). Die Kolonien sind mehr oder weniger baumförmig verästelt, und es ist bei den meisten Arten ohne Schwierigkeit zu erkennen, dafs diese Form der Ausdruck der Vermehrungsweise der Polypen ist. Ein Polyp wächst in die Länge, erzeugt an seiner Peripherie Seiten- knospen und bildet so einen Stamm, dessen Axe seine Magenhöhle einnimmt und auf dessen Rinde die Knospen, gewöhnlich sehr regelmäfsig, angeordnet stehen. Eine Verzweigung entsteht, wenn eine von den Knospen ihre Nachbarn durch Schnelligkeit des Wachstums überholt, dadurch mehr und mehr über die Gesamt- oberfläche des Stammes hervorragt und schliefslich an ihrer Wand wieder Knospen erzeugt. Die Knospen können in Gestalt und Zahl bedeutend variieren, und sowohl davon, als von der verschiedenen Verdickung des Skelettes durch sekundäre Ausscheidungen hängt die bald mehr cylindrische, bald mehr konische Form der Äste, sowie deren gröfsere oder geringere Dicke ab. Bei solchen Arten, die bedeutende Verdickungen zeigen, geht die ursprüngliche Form des Skeletts zum Teil verloren und besonders die Rippen wandeln sich in ein unregelmälsiges Netzwerk von Leistchen oder Körnchen um. Auch treten hier häufig, weil durch die Vergröfserung der Ober- fläche die Knospen auseinanderrücken, zwischen ihnen sekundäre Knospen auf. Die ganze Art und Weise der Stockbildung, wie sie eben geschildert wurde, läfst es leicht erklärlich erscheinen, dafs zwischen den Endpolypen der Zweige und den Seitenpolypen ein gewisser Gegensatz sich geltend macht, der sich nicht blos auf Gröfse und Form im Ganzen, sondern auch auf die Ausbildung der einzelnen Teile erstreckt. So besitzen die Endpolypen eine regelmälsige cylindrische Gestalt, einen Kreis von gleichmälsig ent- wickelten, oder wenigstens nur abwechselnd kleinen und grolsen Tentakeln. Die Septen sind, wenn auch nicht grols, doch meist deutlich und bilden zwei Cyklen von je sechs, von denen der eine aus grölseren, der andere aus kleineren besteht. Die Seitenpolypen haben dagegen eine seitlich symmetrische Form, die mit einem Schwalbennest, einem Löffel, einer Halbrinne etc. verglichen wer-

5) Man vgl. die abgebildeten Querschnitte.

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den kann. Der Rand ist häufig schräg abgestutzt und von den Tentakeln 6) ist häufig nur einer gut entwickelt. Von den Septen sind oft alle, bis auf zwei, welche in der Ebene liegen, die zu gleicher Zeit durch die Längsaxe der Hauptpolypen wie der Knospe geht und letztere in zwei symmetrische Hälften teilt, rückgebildet.

Für die Untersuchung der Knospenanlage und Weiterbildung eignen sich am besten diejenigen Arten von Madrepora, bei denen die Verdiekung der Skeletteile relativ gering ist und die Knospen nicht zu dicht aneinander stehen. Zu diesen gehört die Madrep. echidnaea Lmk aus dem indischen Meer, die der folgenden Schil- derung der Hartteile zu Grunde liegt. Leider konnte ich von der- selben oder einer ähnlichen Art kein Exemplar mit erhaltenen Weichteilen bekommen, und mulste deshalb zu deren Untersuchung weniger günstige Arten verwenden, weshalb diese auch recht un- vollständig geblieben ist.

Die erste Anlage einer Knospe von M. echidnaea (wie eben gesagt, können hier nur die Hartteile beschrieben werden), besteht in vorspringenden Zacken, welche in gleicher Höhe ungefähr 1 mm unterhalb des Randes des Mutterpolypen auf vier nebeneinander- liegenden Rippen des letzteren sich erheben”); sie haben un- gefähr die Gestalt eines rechtwinkligen Dreiecks, dessen kürzere Kathete gegen die Mundseite des Mutterpolypen gerichtet ist, wäh- rend die längere mit dem Rippenrand zusammenfällt und die Hypo-

6) Die Tentakel sind in ihren natürlichen Verhältnissen nur an lebenden ausgestreckten Tieren genauer zu studieren und daher nur von einigen Arten bekannt. (Vgl. unter anderen Klunzinger »Korallthiere des rothen Meeres« und Agassiz »Report on the Florida Reefs«.) An kon- servierten Exemplaren konnte ich die Tentakel ohne Schwierigkeit nach- weisen, aber ihre Gestalt ist durch starke Kontraktionen sehr verändert. Fowler konnte an Madrep. Durvilii, die er untersucht hat, Tentakel

nicht finden, dagegen beschreibt er eigentümliehe Einrichtungen in den

Parietes, die einer Erklärung noch bedürfen.

7) Vier Rippen, resp. deren Zacken, habe ich in fast allen Fällen als erste Knospenanlage bei der vorliegenden Art gefunden, nur einige Male die Andeutung einer fünften, welche aber nicht mit bei dem wei- teren Aufbau beteiligt war. Nur drei Zacken habe ich nicht direkt beobachtet, nach den Querschnitten zu urteilen, scheint es aber häufig

vorzukommen, dafs sich Knospen auch von drei Rippen aus aufbauen.

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tenuse nach der Basis hinsieht (vgl. nebenstehende Figur). Der der längeren Kathete gegenüberliegende Winkel ist etwas abgerundet und bildet die Spitze der Zacke. Das Weiterwachs-

tum erfolgt zuerst durch Verlängerung der Zacken-

spitze, wodurch die kürzere Kathete und die Hypo-

tenuse des angenommenen Dreiecks sich verlängern,

und zugleich der rechte Winkel in einen stumpfen

übergeht. Hierauf bilden sich stäbchenförmige Ver-

bindungen zwischen je zwei Zacken, durch die ein taschenförmiger Raum an der Aufsenseite der Mauer

en des Mutterpolypen abgegrenzt wird, der schon als kleiner Tochterkelch angesprochen werden kann. Ein solches Sta- dium ist etwas schematisch dargestellt auf der Tafel Fig. 4 und zwar von der Mundöffnung her gesehen. Die Löcher sind die zwischen den Stäbchen und der Mauerplatte bleibenden Lücken. Der taschenförmige Tochterkelch vergrölsert sich nun durch wei- teres Wachstum der Zacken, welches aber nicht auf gleiche Weise an den vier Rippen fortschreitet. Die Fortsätze der zwei mittleren Rippen verlängern sich einfach in der Richtung ihrer Spitze weiter, die der beiden äufseren verbreitern sich dagegen aufserdem noch durch neue Zacken, welche sich neben ihnen erheben und mit denen sie sich, wenn eine gewisse Höhe erreicht ist, durch eben- falls stäbchenförmige Brücken verbinden. Durch diesen Vorgang wird natürlich die freie Wand der Tasche erhöht und auch eigene Seitenwände gebildet. Dies Stadium der Knospe wird dargestellt durch die oberste und jüngste Knospe von Fig. 2. Die Seiten- ansicht des Mauerteils, welcher durch die Zacken einer äufseren Rippe entsteht, ist auf Fig. 8, die der Zacke einer mittleren Rippe auf Fig. 9 abgebildet. Auf der ersteren sieht man zwei sekundäre Zacken, von denen eine mit der primären durch eine dünne Brücke verbunden ist, auf Fig. 9 ist an der Zacke der Querschnitt eines der Stäbchen zu sehen, welche die vier primären Zacken mit ein- ander verbinden. In ähnlicher Weise geht nun der Wachstums- prozels der Knospenmauer weiter vor sich, indem sich die Zacken immer weiter verlängern, die Verbindungsstäbchen sich mehren und neue Zacken auf den äufseren Rippen sich erheben. Haben die letzteren die Zahl fünf erreicht, so erheben sich in gleicher Höhe mit der jüngsten derselben auch auf den mittleren Rippen

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neue Zacken und indem sie auch durch Stäbchen mit einander in Verbindung treten, bilden sie das Ergänzungsstück der Knospen- . mauer, die jetzt einen vollständigen Cylindermantel, allerdings von sehr ungleicher Höhe, darstellt, der dem Mutterpolypen schief auf- sitzt, mit der Mündung nach oben sehend. Die Aufsenränder der Zacken sind die Rippen der jungen Polypen. Ein solcher Tochter- kelch ist abgebildete von oben und von der Seite gesehen auf Fig. 5 und 6 (etwas schematisiert), eine demselben Studium ent- sprechende mittlere Rippe mit ihren beiden Zacken Fig. 10). Von nun an geht die Längenzunahme der Knospe eine Zeit lang in gleichmälsiger Weise vor sich, worauf dann ein Voraus- eilen des, in bezug auf die Hauptaxe des Mutterpolypen, peripheri- schen Teils der Mauer und schliefslich nahezu vollständiger Still- stand erfolgt, der nur dann ausbleibt, wenn die Knospe zum Zen- tralpolypen (dieser Ausdruck dürfte den gewöhnlich gebrauchten »Endpolypen oder Endkelch« vorzuziehen sein), eines neuen Zweiges sich aufschwingt. Während des Längswachstums der Knospe machen sich noch weitere Veränderungen geltend. So ist vor allem bemerkenswert das deutliche Hervortreten von sechs Septen, die, wie leicht zu sehen, nur die etwas weiter nach innen vor- ragenden Ränder von ursprünglichen »Zacken« sind, die nach aulsen als Rippen erscheinen?). Von diesen sechs Septen sind die beiden in der Symmetrieebene liegenden immer viel stärker ent- wickelt als die übrigen, an den älteren Knospen sind sie sogar, nach der Basis zu, in der Regel mit einander verschmolzen; man kann sie deshalb Hauptsepten nennen. In vielen Knospen sind neben den sechs genannten noch zwei Septen deutlich, wenn auch diese an Grölse selten erreichend, welche in den Räumen zwischen dem äufseren Hauptseptum und den zwei benachbarten stehen, sie repräsentieren einen zweiten Cyklus, der erst dann vollzählig wird,

8) Vgl. auch Fig. 1, die in der Ansicht von oben verschiedene junge Knospen zeigt. Die links etwas nach unten stehende ist dieselbe, wie die oberste auf der Seitenansicht Fig. 2.

9) Wegen des Aussehens von Knospen in verschiedener Entwick- lung ist Fig. 1—3 der Tafel zu vergleichen. Die letzte Figur stellt eine ausgebildete, aber noch wenig verdickte Knospe in der Seitenansicht dar, und ist auf derselben deutlich zu bemerken, wie eine ganze Reihe ihrer Rippen von einer Rippe des Mutterpolypen entspringen.

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wenn die Knospe ein Zentralpolyp werden sollte. Eine zweite Ver- änderung während des Wachstums ist die Verdickung der Mauer. Diese nimmt von der Basis an ihren Ausgang, indem durch Auf- lagerung neuer Kalkschichten, die ursprünglich nur ganz schmalen Stäbchen sich verbreitern und dadurch sich die oben geschilderten rundlichen Löcher bald vollkommen schliefsen und zuletzt nur noch dicht unter dem oberen Knospenrand erhalten bleiben. Durch den gleichen Prozefs werden die Rippen mehr und mehr erhöht und durch das Auftreten von Verbindungsstäbchen zwischen ihnen, aufserhalb der schon gebildeten Mauer, entsteht eine zweite, un- vollständigere Mauer, die mit der ersten später mehr oder weniger verschmilzt. An älteren Knospen verlieren auch die Rippen ihre geradlinige Begrenzung nach aufsen und bekom- men regelmälfsig angeord- nete, zackige Vorsprünge. An den sich zu Zentral- polypen umwandelnden Knospen wiederholen sich die geschilderten Ver- diekungsprozesse, so dals schliefslich ein Ast aus einer grölseren Anzahl konzentrischer Lamellen besteht, die nur durch Querschnitt eines Astes von M. echidnaea vor einer dünne, zuweilen auch ganz Teilung, mit drei Zentralpolypen. Um den mittelsten resorbierte Brücken, die

davon stehen vier Basen von Knospen. Reste der Septen, resp.der Rippen mit einander in Verbindung stehen. Durch diese Verdickungs- lamellen der Äste werden natürlich die Anfangs freien Basalteile der Knospen überwuchert und in das Innere jener hineingerückt. Alle diese Verhältnisse zeigt klar die beistehende Figur, welche einen Querschnitt durch einen mittelstarken Ast wiedergiebt. Querschnitte junger Zweige finden sich auf den Figuren 9—12 der Serie dargestellt und ist an diesen der konzentrische Bau der. Mauer schon gut zu erkennen. Die vorstehende Betrachtung beschränkt sich auf die einzelne Knospe und ist es deshalb nötig, noch einige Worte über das Ver- hältnis der Knospen zu einander beizufügen. Schon ein flüchtiger

2 Fe Zeh E

1? Bw.

Blick genügt, um in der Anordnung der Knospen an den Zweigen

eine gewisse Regelmäfsigkeit zu erkennen). Bei genauerer Unter- suchung läfst sich dann nachweisen, dafs die Anordnung eine spirale ist und zwar kommen auf einen Umgang der Schraubenlinie eirca vier bis fünf Knospen, dabei ist zu bemerken, dafs letztere in den einzelnen Umgängen nicht senkrecht übereinander stehen, sondern - etwas schief, so dafs die Verbindungslinie einer Längsreihe wieder eine Spirale bildet. An der vorliegenden M. echidnaea ist diese Anordnung häufig sehr regelmäfsig und läfst sich deshalb nicht nur an den jüngeren Zweigen, sondern bis ziemlich weit herunter an den starken verfolgen und erst dort wird sie durch die Verzweigungen, Verschmelzungen und andere sekundäre Veränderungen undeutlich. Sekundäre Knospen, d. h. solche, die später in den Zwischenräumen der an der Zweigspitze angelesten primären Knospen entstehen, habe ich bei M. echidnaea nicht beobachtet, deshalb stehen hier die Knospen an den dünnen Zweigen sehr nahe bei einander, weniger als 1 mın, während ihre Mündungen an den dicken Ästen bis 5 mm und mehr von einander entfernt sind.

Es möge hier die durch Abbildung erläuterte Beschreibung einer Schnittserie durch die Spitze eines regelmälsig entwickelten Zweiges von M. echidnaea (es ist dies der auf der Tafel Fig. 1 u. 2 abgebildete) folgen, weil sie sehr geeignet ist, das Gesagte zu er- läutern und zu bestätigen. Die Serie wurde in folgender Weise gewonnen: Nachdem das Zweigstück in schwarzen Lack einge- schmolzen war, wurde von der Spitze anfangend senkrecht zur Hauptaxe nach und nach abgeschliffen und die Schliffflächen bei auffallendem Licht photographiert. Die so erhaltenen ca. 40 Bilder geben alle wichtigereu Veränderungen in der Höhe von 4 mm genau wieder. Von diesen Bildern sind hier 12 in achtfacher Naturgröfse reproduziert, und ist im Text immer angegeben, welche Figur der mit arabischen Ziffern bezeichneten Nummer der Serie entspricht. Zu bemerken ist noch, dafs mit 1—6 die Septen des ersten CGyklus vom Zentralpolypen, mit a—1 die in der Schliffreihe getroffenen Knospen bezeichnet sind. Es ist also a die jüngste, Il die älteste. -— Die Knospe a ist zuerst angedeutet auf Schliff 4 und 5 (A=Fig. 3, DT), auf Schliff 6 = Figur II erkennt man, dals an ihrem Aufbau 4 Rippen des Zentralpolypen teilnehmen, auf

10) Man vergleiche Fig. 1 und 2 der Tafel und die Serie von Querschliffen.

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7= Fig. III sind drei von ihnen durch zwei peripherische Brücken, die erste Andeutung einer Theca, miteinander verbunden, auf s= Fig. IV sind die Brücken wieder verschwunden, aber die Rippenvorsprünge haben noch die gleiche Länge wie auf dem vor- hergehenden Schliff. Auf 9 == Fig. 4, V) ragen diese nur noch wenig über die anderen hervor und auf 11—Fig.VI ist jede Spur der Knospe a verschwunden. Die zweite Knospe b, zwischen den Septen 2 und 3 ge- legen, wird zuerst kennt- lich auf Schliff 9—=Fig.V; auf 10—15 (vgl. Fig. VI 411, Eie. VOM die Mauer im ganzen Um- fang deutlich, auf 16-20 wird sie erst kleiner, um zuletzt in drei Rippen überzugehen (vgl. Fig. VIII 19). An dieser Knospe sind die zwei Hauptsepten schon ganz gut zu erken- nen (vgl. Fig. VII) und es läfst sich unschwer nach- weisen, dafs sie von der mittleren der drei Rippen, von welcher die Knospe ausgeht, gebildet werden. Die Knospe c erscheint mit ihrem oralen Ende auf Schliff 11 = Fig. VI, deut- lich ausgebildet ist sie auf 12—18 (vgl. Fig. VII=14), noch mit Mauer aber schon sehr viel kleiner ist sie auf 19 = VII, auf 20 —21 ist sie nur noch an den etwas längeren Rippen zu erkennen, auf 22 ist sie verschwunden. Von Knospe d findet sich die erste Andeutung auf 13, schon auf 14—=Fig. VI sind einige »Brücken« zwischen den Rippen zu sehen, auf 16—20 ist sie deutlich (vgl. Fig. VIIT— 19), auf 24 sind nur noch Spuren zu schen, die auf 22 vollständig verschwinden. Knospe e ist

Figur 4.

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a 2a

auf 15 angeschliffen, auf 16 in ihrem Umrifs zu erkennen, auf 19 = Fig. VIII deutlich, hier sind auch die Hauptsepten zu erkennen, auf den folgenden Schlitfen, bis 25 nimmt sie an Umfang ab (vgl. Fig. 5, XI=23) und verliert sich auf 26 in die Rippen des Zentral- polypen. Knospe f ist angedeutet auf 21, deutlich auf 22—31 (vgl. Fig. IX 23, Fig. X 27), noch an den verlängerten Rippen erkennbar auf 52 XI. Die Hauptsepten sind gut zu sehen Fig. IX und X, die Andeutung einer Verdoppelung der Mauer Fig. X. Knospe g tritt zuerst auf Schliff 23 = IX auf, zeigt auf 24 und 25 ihren peripherischen Rand ausgebildet, auf 27=Fig. X

Figur 5.

eine vollständige Mauer und erhält sich an Umfang rasch abneh- mend bis 31, um auf 32 XI fast, auf 33 ganz zu verschwinden. —- Knospe h erscheint auf 26 und reicht bis 35, wo sie in ge- wöhnlicher Weise endet (vgl. Fig. X 27, Fig. X1—=32, Fig. XII=35). Knospe i tritt in Schliff 27= Fig. X auf, wo man schon deut- lich die doppelte Mauer erkennen kann, und endet auf 34 (vgl. Fig. XI—= 32). Knospe k mit deutlichen Septen und Doppelmauer

siehe Fig. XI und Xll. Knospe | erscheint angeschliffen auf 35 Fig. Xll. Eine weitere Verfolgung der Serie dürfte sich

nicht empfehlen, da sich die gleichen Verhältnisse immer wieder- holen.

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Neben der Madrepora echidnaea wurde eine andere Art M. sureulosa Dana von Batavia!!), von der mir mit den Weichteilen konservierte Zweige zu Gebote standen, genau untersucht. Hinsicht- lich des Skelettes schlielst sich diese Art nahe an die vorige an, wie nebenstehende Figur am besten erkennen läfst. Doch ist die Übersicht etwas schwieriger wegen der stärkeren Verdickung der Skelett- teile und wegen der unregelmälsigeren Mauer- bildung (vgl. Fig. 6), wozu dann noch die dichtere Stellung der Knospen kommt. An dem Aufbau der Knospen nehmen nicht wie

bei M. echidnaea in der Regel vier oder auch Querschliff v. Madrepora f \ ; 5 Pe

surculosa Skelett. nur drei Rippen teil, sondern meistens fünf,

ie ea * selten vier, öfter aber sechsund sogar sieben. Sehr

häufig erscheinen die sechs Septen der Knospe

direkt aus den mittleren drei der, die Knospe aufbauenden, fünf

Rippen der Zentralpolypen hervorzugehen (vgl. Fig. 11 auf der Tafel).

Hinsichtlich der Weichteile mufs ich bedauern, ganz junge Knospen nicht aufgefunden zu haben und ich mufs daher hier auf Fowler!?2) verweisen, der bei M. aspera Dana junge Stadien be-

Figur 6.

obachtet hat, die nur aus einer undurchbohrten Schlundeinstülpung.

bestehen und auch die Parietes noch entbehren. Derselbe giebt an, dals etwas ältere Knospen auch noch mit geschlossenem Schlund zwei Parietes, noch ältere sechs Parietes besitzen. Die kleinsten von mir mit Sicherheit beobachteten Knospen entsprechen in ihrer Ent- wicklung den jüngsten der beschriebenen und abgebildeten Skelette Ob bei ihnen der Schlund sich schon in die Magenhöhle öffnete,’ wage ich nicht zu behaupten, ebensowenig ob die Tentakel schon angelegt sind, denn diese Teile sind durch die Konservierung in Alkohol so kontrahiert, dafs eine sichere Beobachtung sehr erschwert

11) Ich verdanke dieses, histologisch sehr gut konservierte Material der Güte des Herrn Dr. Sluiter, Vorstand der Niederländischen Zoolo- gischen Station in Batavia, der mir noch eine Reihe anderer Korallen von dort verschafft hat. Ich spreche demselben hiermit Öffentlich meinen Dank für seine liebenswürdigen Bemühungen aus.

12) Anat. Journal of Mikr. Science Vol. XXVII v. 1 Pl. Ähnliche Knospen, die ich aber nicht auf die Einzelheiten untersuchen konnte» habe ich schon früher erwähnt. Morph. Jahrb. Bd. XII, p. 159.

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wird. Dagegen glaube ich, die Zahl der Parietes schon auf dieser Stufe 12 annehmen zu dürfen, wenn diese auch auf keinem Schnitt oder Schliff gleichzeitig zu demonstrieren ist. Jedenfalls sind ihre Muskelwülste schon recht entwickelt, wie ihre Kontraktion, durch die sämtliche Weichteile in die Skeletthöhlung hineingeprefst werden, beweist. Sehr klar sind dagegen die Beziehungen von Weich- und Hartteilen an etwas älteren Knospen, wie eine solche auf der Tafel Fig. 11 nach einem Querschliff abgebildet ist. Die Abbildung ist, um die histologische Zusammensetzung der Weichteile und die Verhältnisse der Hohlräume deutlicher zu machen, etwas schematisiert, dadurch ist besonders der Abstand der Leibeswand von der Mauer- platte (die Hartteile sind weils gelassen) zu grofs geworden und mus derselbe nach Fig. 12, welche den entsprechenden Teil eines erwachsenen Polypen, genau mit der Camera gezeichnet darstellt, berichtigt werden. Auf der Figur sieht man rechts ein Segment des Zentralpolypen mit einem Septum S und einer Anzahl von Rippen R. Der Querschnitt der Knospe ist vollständig, man sieht in der Mitte den eingestülpten Teil der Leibeswand mit Andeutungen der Tentakel T (letztere sind zuweilen eingestülpt und erscheinen dann auf manchen Querschnitten als Kreise, bei denen die Aufsen- seite innen liegt), um diese genau symmetrisch angeordnet die zwölf Parietes. Von Septen sind sechs entwickelt, diese entsprechen aber nicht alle dem ersten Cyklus, sondern nur zwei von ihnen, die in der Syfnmetrieebene liegen, während die anderen vier dem zweiten Cyklus zugehören. Von den Rippen sind nur diejenigen fünf, welche den drei peripherischen Septen entsprechen, und zwei diesen be- nachbarte direkte Fortsetzungen von Rippen der Zentralpolypen, die übrigen (seitlichen) sind sekundäre Erhebungen auf den zwei äulseren Rippen. Hinsichtlich der Weichteile ist noch zu bemerken, dals sie überall zwei Zellschichten bilden, zwischen denen eine Membran, die Stützlamelle, die hier durch einen einfachen Strich angedeutet ist, liegt. An den Stellen, wo die Weichteile auf dem

‚Skelett ruhen, liegt diesem zugewendet die skelettogene Schicht, das

Calikoblastem, derjenige Teil des Ectoderms, welcher durch das Wachstum des Skeletts in die ursprünglichen Hohlräume der Polypen hineingeschoben wurde; frei nach aufsen, d. h. der Magenhöhle und deren Derivaten zugewendet liegt das Entoderm. An den Stellen, wo die Weichteile auf beiden Seiten frei liegen, wird die Schicht,

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welche nach der Magenhöhle zugewendet, ist vom Entoderm, die der Aufsenwelt zugekehrte vom Ectoderm gebildet1?). Durchschnitte von älteren Knospen zeigen gegen die abgebildete nur geringe Unterschiede. In der Regel sind die sechs Septen des ersten Gyklus vorhanden, von denen aber nur die zwei in der Symmetrieebene liegenden Hauptsepten kräftiger entwickelt sind. Vom zweiten Cyklus sind, wenn überhaupt die gleichen vier wie vorhin nachzuweisen. Die Zahl der Rippen ist in der Regel zahlreicher, indem sich die ursprünglich vorhandenen an ihrer Peripherie gabeln. Die Musku- latur der Parietes ist ausnahmslos so angeordnet, dafs die Wülste der beiden Paare, welche die Hauptsepten einschlielsen (also der Symme- trieebene entsprechen) sich nach aufsen wenden.

Aufser den eben betrachteten Knospen von Madr. surculosa, die sich immer in der Nähe der Mündung des Zentralpolypen bil- den und welche darin mit den bei M. echidnaea allein vorhandenen übereinstimmen, entstehen bei M. surculosa auch junge Knospen an den dickeren Teilen der Zweige zwischen den älteren. Ein Stück von der Oberfläche eines solchen Zweiges oder Astes ist auf der Tafel Fig. 14 dargestellt und kann man hier deutlich neben den gröfseren älteren Knospen jüngere, weniger entwickelte erkennen. Als ich zuerst das Verhältnis dieser jungen Knospen zu den älteren ins Auge falste, meinte ich, die ersteren würden ähnlich wie bei manchen anderen Korallen z. B. Stylophora **) oder unter den Octokorallen die Gorgonien etc. sich als Cönenchymknospen auf- fassen lassen, d. h. aus dem zwischen den älteren Knospen befind- lichem Gewebe, dem Cönenchym (resp. Cönosark) hervorgehen, wobei allerdings auch zu bedenken wäre, dafs in vorliegendem Fall das Gönenchym eigentlich weiter nichts ist als eine Fortsetzung der »Rippen« des Zentralpolypen (vgl. Einleitung. Um darüber einige Gewilsheit zu erlangen, hielt ich es für das beste, von Zweig-

13) Bei Fig. 12 ist zu bemerken, dafs hier infolge von Schrumpf-

ungen sich die skelettogene Schicht etwas von dem Skelett (hier den

Rippen) abgelöst hat.

44) G. v. Koch. Ungeschlechtliche Vermehrung einiger palaeozoi- scher Korallen. Palaeontographica Bd. XXIX, V.u. VI. Lieferung. Kassel 1883. In dieser Abhandlung ist für die Einteilung der Knospungsarten allein das Skelett in betracht gezogen worden, weil bei vielen Korallen, darunter vor allen den fossilen, nur dieses bekannt ist.

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stücken, an denen die Weichteile noch gut erhalten waren, Tan- gentialschliffe, die mithin senkrecht zu den Längsaxen der Knospen geführt sind, anzufertigen. Das Resultat war günstig, denn schon wenige solcher Schliffe ergaben mit vollständiger Sicherheit (man vergl. Fig. 13 der Tafel), dafs jede junge Knospe sich zu einer be- stimmten älteren genau so verhält, wie die Knospen an den Zweig- spitzen zum Zentralpolypen, so dals also diese (die betreffenden älteren Knospen) aufzufassen sind als Zentralpolypen von Zweigen, die sich nicht, oder nur ganz unbedeutend über die Gesamtperi- pherie des Astes erhoben haben. Dies Verhältnis wird sowohl durch die Parietes als auch durch Beziehungen der Rippen des >Mutterpolypen< zu den Septen der Tochterpolypen bewiesen, und kann für letzteres noch angegeben werden, dafs die Zahl der Rippen, von welchen aus das Skelett der Tochterpolypen sich entwickelt, hier in der Regel nur drei beträgt, was einen gewissen Gegensatz zu den an den Zweigspitzen entstehenden Knospen bedingt.

Durch die mehr oder weniger eingehende Untersuchung von einer Reihe verschiedener Madreporaarten bin ich zu der Über- zeugung gekommen, dafs auch bei ihnen die Knospung auf die gleiche Weise erfolgt, wie an den beiden geschilderten Arten und diese wahrscheinlich charakteristisch für die ganze Gattung ist.

Es bleibt mir nun noch übrig, die gefundenen Thatsachen in ein System einzureihen und will ich dazu das von mir aller- dings nur für die Knospung von paläozoischen Korallen 4) auf- gestellte, welches sich aber in seinen Hauptzügen auch für die recenten Formen verwenden läfst, benutzen. Ich teilte dort alle

-Knospen ein in 1) Innenknospen, welche innerhalb der Mutterkelche

entspringen und ganz oder teilweise direkte Fortsetzungen derselben sind und 2) Aufsenknospen, welche aufserhalb der Mutterkelche sich entwickeln. Nach dem oben Gesagten gehört die Knospung von Madrepora in die zweite Kategorie. Von dieser sind folgende Unterabteilungen angegeben: a. Zwischenknospung: »Junge Kelche entstehen zwischen den schon vorhandenen und berühren letztere mit ihrer ganzen Aufsenfläche«, b. Cönenchymknospung: »Junge Kelche entstehen als Fortsetzung eines zwischen den alten Kelchen entwickelten Gewebes«, c. Stolonenknospung: »Junge Kelche ent- stehen aus hohlen Fortsätzen, Stolonen der ursprünglichen Kelche«, Es ist klar, dafs Madrepora in keines dieser drei Schemata palst, Abh. d. Naturh. Ges. X. Bd. 2

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und wir müssen dafür also eine vierte Abteilung aufstellen, deren Bezeichnung »Gostal-Knospung« sein möge und welche sich folgendermalsen charakterisieren läfst: die jungen Kelche ent- wickeln sich aufserhalb der Mauer der Mutterkelche und zwar gehen sowohl Septen als Mauern aus den Rippen der letzteren hervor.

Darmstadt, Januar 1893.

Erklärung der Tafel.

Fig. 1 u. 2. Photographie einer Zweigspitze mit Knospen von Madrepora echidnaea Lmk. 1 von oben, 2 von der Seite gesehen, ca. 7 Vergr.

Fig. 3. Eine einzelne ältere Knospe von der Seite zur Demon- stration des Verhältnisses der Rippen von Knospe und Mutterpolyp, gleiche Vergrölserung.

Fig. 4—10. Schematische Figuren zur Erläuterung der Knospen- entwicklung bei M. echidnaea. Näheres siehe im Text.

Fig. 14. Schematisierter Querschliff durch eine Knospe von Ma- drepora surculosa Dana. Mit den Weichteilen.

Fig. 12. Stückchen desselben Querschliffs. CGamerazeichnung.

Fig. 13. Tangentialschliff eines Astes von M. surculosa D. (ältere und jüngere Knospenquerschnitte). Mit den Weichteilen.

Fig. 14. Photographie eines kleinen Teils der Oberfläche von einem Ast der Madr. surculosa D. Skelett.

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Über einen Fulguritfund im Diluvialsand

der

Umgebung von Nürnberg.

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Professor E. Spiess.

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Se E; sei mir gestattet, eines interessanten Fundes von Ful- guriten oder Blitzröhren in unserem Diluvialsand zu ge- denken und somit die Fundortangaben für diese Gebilde zu ver- mehren.

Die erste Erwähnung von Blitzröhren, die im Sande bei Massel in Schlesien gefunden wurden, geschah in der im Jahre 1711 von Pfarrer Herrmann in Massel herausgegebenen »Maslo- graphia, oder Beschreibung der in dortiger Gegend sich findenden Schauwürdigkeiten.«

Dunkle Andeutungen über Fulgurit, welche unter dem Namen: Osteocolla*) gemacht sind, finden wir in der zweiten Auflage von »Valentini Museum Museorum« (1714); sie werden darin als röhren- förmige Bildungen bezeichnet, die an Rainen aus dem Boden stein- artig herauswachsen und sehr heilsam gegen Rippen- und Bein- brüche gewesen sein sollen.

Dieser »Osteocolla« oder des »Beinbruchsteins« erwähnt auch Volkmann in seinem 1720 erschienenen Werke: »Schlesien mit seinen unterirdischen Schätzen« und nennt sie einen versteinerten Baum, aber ohne Blätter, jedoch mit Stamm und Ästchen. »Die Innenseite dieser Röhren sei hohl, glatt und glänzend wie ein Flufs- oder Schmelzglas mit einem braunroten Mark, das sich später als Ocker entpuppte.«

Das mineralogische Museum in Dresden besitzt noch von diesen schlesischen Funden, die nichts anderes als Blitzröhren sind.

Anfangs dieses Jahrhunderts, und zwar 1805, grub ein Ökonom, namens Hentzen, aus dem Diluvial-Sand der Sennerhaide in West- phalen ähnliche Gebilde aus.

*) Die historischen Angaben verdankt der Verfasser der Güte des Ill. Sekretärs, Herrn Oskar Gebhardt.

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Vollständige Klarheit aber über die Entstehung dieser Röhren verdanken wir erst dem Dr. K. P. Fiedler, einem Schüler Haus- manns und Blumenbachs in Göttingen, der 1817 den Sennerhaide- Fund beschrieb. Nach ihm zeigten diese, zum Teil verzweigten Röhren an der Innenseite weilses Email mit wellen- und kugel- förmigen Hervorragungen, an der Aulsenseite angefrittete, undurch- sichtige, weilse Quarzkörner.

Fiedler gibt Geschichtliches über die Auffindung der Blitz- röhren und nennt als weitere Fundorte die Bantelge-Haide bei Rheine, Nietleben bei Halle a. d. Saale, Pillau, Pakington in der Grafschaft Aylesford, Drigg in Cumberland mit Röhren von 29 Fuls Länge, die Gegend am Fufse des Regensteins bei Blankenburg und die Haide nordöstlich von Dresden.

C. H. Pfaff erwähnt des Vorkommens von Blitzröhren auf Amrum; Wicke fand solche in der Nähe von Oldenburg; Har- ting bei Elspeet in der Veluwe von Geldern, sowie zwischen Bildt- Vuursche und Soest bei Utrecht; Ferd. Roemer bei Starkzynow in Polen im Diluvialsand (diese über zwei Meter lang); Zittel in der libyschen Wüste zwischen Dachel und der Oase des Jupiter Ammon; Nachtigall in der Umgebung von Sokna (Fezzan); Rohlfs im Geisiger Gebirge, nördlich des Tsadsees; endlich Darwin auf den Sandhügeln nächst der Lagune del Petrero bei Maldonado in Uruguay.

Zu diesen Fundorten, denen noch die sandigen Seeküsten Norddeutschlands zuzurechnen sind, gesellt sich seit dem Jahre 1889 ein solcher im Diluvialsand, der weit ausgedehnte Strecken in der Umgegend Nürnbergs bedeckt.

Ein mächtiges Sand- und Kieslager befindet sich in der Nähe des durch die Bleistiftfabrik des Freiherrn von Faber, unseres Ehren- mitgliedes, berühmten Ortes Stein auf dem linken Rednitzufer, ca. 6 km südwestlich von Nürnberg.

Dieses Lager wurde und wird heute noch zu Zwecken des Eisenbahnbaues ausgebeutet, und darin fanden die Arbeiter zufällig Trümmer solcher Röhren, die sie für versteinerte Baumwurzeln hielten.

Kaum hatte die Naturhistorische Gesellschaft dahier hievon Kunde erhalten, so begab man sich sofort an Ort und Stelle, um

RIBIENRE:

zunächst nur kleine Reste von solchen Röhren, die deutlich im Innern Verglasung zeigten, aus dem Sande aufzulesen.

Aber es sollte nicht lange dauern; am 15. Mai 1889 erhielten wir abermals Nachricht, dafs man in dem Sande wieder auf solche »Wurzeln« gestolsen sei.

Sofort eilte man dahin und hatte die grolse Freude, aus dem nassen Sande, wenn auch nur Bruchstücke, solcher Blitz- röhren heben zu können.

Sie waren nämlich sehr weich und zerbrechlich, und man konnte sie unmöglich in einem zusammenhängenden, grölseren Exemplare aus dem Boden bekommen.

Die Länge der Bruchstücke betrug ca. 1m. Das Rohr war ziemlich senkrecht im Boden stehend und zeigte an mehreren Stellen Verzweigungen.

Leider war es nicht möglich, wegen des nachstürzenden Sandes das Ende der Röhre zu erreichen, und so mufsten wir uns mit dem Gefundenen begnügen.

Im Innern zeigten sie sich stark verglast; aulsen waren sie von leicht abbröckelnden Quarzkörnern, mit rotem Überzug von Eisenoxyd versehen, umkleidet.

Später wurden wiederholt Röhren gefunden, ohne dals wir davon Nachricht erhalten haben. Ein solcher Fund, von dem ich zufälliger Weise ein Bruchstück erhielt, ist dadurch interessant, dals in ihm Pflanzenwurzeln vorfindlich sind. Wohin der übrige Teil gekommen, ist mir leider nicht bekannt.

Das Auftreten

der

Schinzia eyperieola P. Magn.

in Bayern und

_ einiges über deren Verbreitung in Europa

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Von

P. Magnus (Berlin).

(Hiezu eine Tafel.)

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.E den Verhandlungen des botanischen Vereins für die Pro- vinz Brandenburg 20. Jahrgang 1878, Sitzungsberichte S. 53 u. 54 wies ich nach, dafs Wurzelanschwellungen, die an Gyperus flavescens im Grunewalde bei Berlin aufgetreten waren, von der V :getation eines Pilzes in ihren Parenchymzellen herrührten. Die Wurzelanschwellungen zeigten sich entweder einfach (s. Fig. 1) oder zweiteilig (s. Fig. 2) oder handförmig gelappt (s. Fig. 2). An dem Querschnitte eines selchen Knöllchens fällt zunächst am meisten ins Auge, dals das Parenchym zwischen dem oder den central gestellten Leitbündeln und der peripherischen Korkschicht mächtig erweitert ist und keinerlei weitere Intercellularräume zeigt (s. Fig. 3), so dals man sieht, dafs die Anschwellung hauptsächlich auf Teilung und Wachstum dieser Parenchymzellen beruht. Diese Parenchymzellen zeigen sich dicht mit zahlreichen Sporen erfüllt. Die Sporen (s. Fig. 4) sind länglich oval, 0,017—0,020 mm. lang und 0,011—0,014 mm breit. Sie sind von hellgelblicher Färbung und haben ein Epispor, das mit kleinen, dicht bei einander stehen- den Tüpfeln versehen ist (s. Fig. 4); seltener trägt es noch kleine punktförmige Hervorragungen. Häufig erscheint noch die Membran aulsen von dem getüpfelten Teile von einer hellen und dicken Membran umgeben (s. Fig. 5). Es ist wahrscheinlich, dafs dies einem unreifen Zustande entspricht, wie ja bei den Ustilagineen die jungen Sporen meist von gallertigen Membranen umgeben sind, aus denen sich das Epispor mit seinen Warzen etc. bildet. Aber diese dicke Membran tritt so häufig an scheinbar bereits völlig ausgebildeten Sporen auf, dals ich geneigt bin anzunehmen, dals auch Sporen in diesem Zustande verharren, d. h. definitiv diese Membran behalten. Diese Sporen werden von der Spitze von Tragfäden (Sterigmen)‘ abgeschnürt (s. Fig. 4 u. 5), die häufig korkzieherartig gekrümmt sind. Beim Eintritt in die Zelle ver-

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zweigt sich das Mycel büschelig, und wird jeder Zweig zu einem solchen Sterigma.

Das die dünne fadenförmige Wurzel durchziehende, centrale Leitbündel verzweigt sich in der Knolle (s. Fig. 3), eine Erscheinung, die sich vergleichen läfst dem Auftreten vieler Leitbündel in der gleichfalls einer angeschwollenen Wurzel, wenigstens zum grölsten Teile entsprechenden Orchisknolle oder der Teilung des Holzkörpers in den Rüben von Sedum Telephium. Doch hängt es hier bei Cyperus auch mit der Teilung der Wurzelknolle zusammen, wenn es auch schon weit vor der Teilung auftritt.

Wie ich l. e. und in den Berichten der Deutschen botanischen Gesellschaft Bd. VI 1888 S. 100—104 ausgeführt habe, ist der ge- schilderte Pilz ganz nahe verwandt der von C. Nägeli in Linnaea Bd. XVI 1842 S. 279—283 aus den Wurzelanschwellungen von Iris beschriebenen Schinzia cellulicola, welche der Typus seiner Gattung Schinzia ist, während auf die andere von Nägeli zu Schinzia gestellte Art, die Schinzia penieillata Näg., 1844 von Rabenhorst die Gattung Naegelia begründet wurde. Ich stellte den Pilz in den Wurzelanschwellungen von Cyperus flavescens daher in die Nägelische Gattung Schinzia und nannte ihn Schinzia eype- ricola P. Magn.

Diese Schinzia eypericola konnte ich 1888 nur in der Mark Brandenburg und bei Breslau nachweisen. Im Grunewald bei Berlin ist sie oft gefunden worden seit den 40er Jahren bis zum letzten Jahre [z. B. 1845 und 1848 (herb. Marchicum im Botan. Museum in Berlin) am 12. September 1858 von C. Reimann (nach brieflicher Mitteilung an Prof. Ascherson) von C. Müller im August und September 1876 u.s.w.]; ebenso konnte ich sie bei Köpenick an von W. Lackowitz gesammelten Exemplaren nachweisen. Aus - Schlesien wies ich sie an 1851 von Krause in Carlowitz bei Breslau gesammelten Exemplaren nach.

Soweit konnte ich 1888 ihre Verbreitung feststellen. Im September 1890 traf ich sie reichlich bei Meran in Südtirol an einem über Hochwiesen führenden Fuflswege von Schlofs Schönna nach Schlofs Goyen. Dieser Fund ist kurz mitgeteilt in den Be- richten der Deutschen botanischen Gesellschaft Bd. IX 1891 S. (196).

Dieses Auftreten in Südtirol liefs mit grolser Wahrscheinlich- keit sein Auftreten in Deutschland zwischen Meran und der Provinz

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Brandenburg erwarten. Es war mir daher von grofsem Interesse, als Herr Professor Ascherson und Herr Stabsveterinärarzt A. Schwarz sein Auftreten bei Erlangen und Nürnberg feststellten. Als Herr Professor Ascherson im August 1892 unter Führung des Herrn Stabsveterinärarztes A. Schwarz am Dechsendorfer Weiher bei Er- langen botanisierte, fand er die ihm bekannten Wurzelknöllchen von Cyperus flavescens. Herr kgl. Stabsveterinärarzt A. Schwarz war so freundlich sie mir zuzusenden. Desgleichen sandte er mir einen von Herrn Apotheker Fr. Schultheifs am 5. Oktober 1884 bei einem Weiher am Anger bei Röthenbach bei Schweinau, eine Stunde südlich von Nürnberg gesammelten Cyperus flavescens mit einzelnen knollig angeschwollenen Würzelchen zu. Beide erwiesen sich als von Schinzia eypericola P. Magn. hervorgerufen.

So war nun deren Verbreitung in Mitteleuropa von der Mark Brandenburg bis Meran, von Nürnberg bis Breslau festgestellt. Diese immerhin schon weite Verbreitung liefs in mir die Vermutung entstehen, ob nicht in Floren gröfserer oder geringerer Gebiete von den genauen Beobachtern der heimischen Pflanzenwelt Formen von Cyperus flavescens mit knollig verdickten Wurzeln erwähnt seien. In den von mir nachgesehenen Floren fand ich keine solche Angabe. Aber Herr Professor Ascherson, den ich bat darauf zu achten, machte mich darauf aufmerksam, dafs J. Lange in seinem Handbog i den Danske Flora eine darauf bezügliche An- gabe macht. In der dritten Auflage (3. forögede Udgave) Kopen- hagen 1864 S. 35 (4. Udg. 1886 S. 116) sagt er bei Cyperus flavescens: J. Frankrig har jeg fundet Expl. med i Spidsen knolle- formigt fortykked Udlöbere. Maa närmere undersoges. Er giebt die Pflanze als einjährig an, setzt aber in Klammern noch 9% ? hinzu, damit seinen Zweifel ausdrückend, ob sie nicht auch durch die knolligen Wurzeln perenniere.

Nach gütiger, mir von Herrn Professor J. Lange auf meine Anfrage erteilter Auskunft hat er diese Pflanzen von Cyperus fla- vescens am 26. August 1851 bei Tour Castelvieil pres Bagneres de Luchon (Pyrenäen, Departement Haute Garonne) gesammelt. Ein mitgesandtes Exemplar bestätigte, dafs die knolligen Wurzeln von Schinzia ceypericola herrühren. Dies ist somit der südlichste und westlichste bisher bekannte Standort.

Alle Beobachtungen und Angaben liesen mich Schinzia cype-

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ricola bisher nur in Cyperus flavescens nachweisen. Niemals gelang es mir trotz darauf gerichteter Aufmerksamkeit sie in Cy- perus fuscus aufzufinden. Dennoch möchte ich die Pflanzen- sammler bitten, beim Sammeln von Cyperus fuscus speciell auf das etwaige Auftreten verdickter Wurzeln zu achten.

Konnte Schinzia nicht in Cyperus fuscus gefunden werden, so tritt sie desto mehr in anderen Arten auf Juncus auf.

Die häufigste ist Schinzia Aschersoniana P. Magn. in Wurzelknöllchen von Juncus bufonius. So ist sie z. B. in Schott- land, Schweden, Dänemark, Provinz Brandenburg, Königreich Sachsen, Schlesien, Elsafs, im Salzkammergut u.s.w. nachge- wiesen worden. Schinzia CGasparyana P. Magn. in Juncus Tenageia wurde in Westpreulsen, Hinterpommern, auf der Insel Sardinien und neuerdings von Herrn Prof. Ascherson bei Hoyerswerda in Schlesien gesammelt. Schinzia digitata v. Lagerh. wurde in den Wurzelknollen von Juncus articulatus im Engadin in der Schweiz von v. Lagerheim entdeckt.

Aufserdem aber gibt P. Cameron noch an, dafs er ähnliche Wurzelanschwellungen an Juncus squarrosus L., J. uliginosus Roth und an Eriophorum vaginatum L. gefunden habe. Ich habe sie leider nie finden können. Mir wären namentlich Wurzelknollen von Eriophorum aufserordentlich erwünscht zur Untersuchung und möchte ich die Aufmerksamkeit einsammelnder Botaniker darauf selenkt haben.

Ich habe schon oben erwähnt, dafs Nägeli seine Schinzia cellulicola 1842 in Wurzelanschwellungen von Iris entdeckt hatte. Alle meine Bemühungen diese Art wieder zu finden, waren bisher vergeblich, und ebenso die liebenswürdigen Bemühungen anderer Botaniker. Nur will ich noch hervorheben, dafs mir Herr Stud. P. Gräbner Wurzeln von Iris sambucina mit kleinen knöllchen- förmigen Anschwellungen übergab, die er auf den Rollmannsbergen bei Schwedt a. OÖ. gesammelt hatte. Die Untersuchung ergab, dals ihre Bildung durch den Angriff der Heterodera radicicola Gräf hervorgerufen war. Sie waren auch nicht Anschwellungen der Wurzelspitzen, wie bei den mir bekannten durch Schinzia hervor- gerufenen Wurzelknöllchen, sondern safsen den zarten Würzelchen seitlich unregelmälsig an.

Diese verschiedenen Monocotylen-Gattungen, bei denen das

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Auftreten von durch Schinzia hervorgerufenen Wurzelknöllchen an- gegeben worden ist Cyperus, Juncus, Eriophorum und Iris lassen das Auftreten solcher Wurzelknöllchen auch bei anderen Gattungen vermuten und möchte ich die Nürnberger Botaniker ge- beten haben, darauf ihre Aufmerksamkeit zu richten.

Figur

Figur

Figur

Figur

Figur

Erklärung der Figuren.

4. Untere Teile zweier Pflänzchen von Cyperus flavescens mit einfachen durch Schinzia cypericola erzeugten Wurzelknöllchen. nat. Gr.

2. Gyperus flavescens L. ganze Pflanze mit verzweigten Wurzel- knöllchen. nat. Gr.

3. Querschnitt eines solchen Wurzelknöllchens. Die Parenchym- zellen sind mit Sporen von Schinzia eypericola erfüllt. Im Centrum verlaufen drei Leitbündel, von denen zwei eben erst durch Teilung eines hervorgegangen sind. Vergr. 68.

4. Spore am Sterigma mit stark verdickter getüpfelter Membran. Vergr. ca. 460.

5. Drei Sporen am Sterigma, deren getüpfelte Membranen noch von einer hellen und dicken Membran umgeben sind. Vergr. ca. 460.

Dr. Max Hagen.

Nekrolog.

der Heliogravüre des Verlebten.)

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MorıTae,

Eehalten am 8. Nabe anläfslich der Stiftungsfeier der Natur-. .g istorischen Gesellschaft und der Feier der 100. Sitzung der anthro- pologischen Sektion

von

Dr. Bernhard Baumüller.

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»Non omnis moriar«. (9. Horat.-Flace. Carmin. lib. III. XXX. 6.)

R der alten heidnischen Vorzeit, da die Bewohner unsers fränkischen Gaues noch den als Götter verkörperten Naturkräften opferten, wurden bei feierlichen Leichenbestattungen hohe Holzstölse entflammt, auf den verglimmenden Scheiterhaufen zu den Resten des Leichnams kostbare Schmuckwaren und gleifsende Waffen ge- legt, und darüber aus mächtigen Steinen hohe Grabhügel gebaut, kommenden Geschlechtern zur Erinnerung an die zu ewigen Festen und Heldenkämpfen Gegangenen.

Heutzutage, in unserer ernüchterten Zeit, wird in das offene Grab von Freundeshand die Schaufel voll Erde geworfen, über die Schollen klingt das eintönige Gebet des Priesters, ein paar trauernde Worte künden Würde und Rang des Dahingeschiedenen, dann wen- det sich die zerstiebende Menge wieder dem heitern Lebensgenulse oder dem hastigen Erwerb zu. Doch haben sich in einzelnen Ge- genden gemütvolle Sitten bei der Leichenfeier erhalten, Anklänge, freilich nur sehr zarte, an jene alten Todesopfer. So herrscht hier in Nürnberg der schöne Brauch, mit voller Hand frische Blumen und grünes Blattwerk in die dunkle Gruft zu werfen als letzten Gruls. Aber auch noch eine andere Sitte soll erhalten bleiben, jene nämlich bei feierlichem Anlals mit dankbaren Worten Derer zu gedenken, die uns Wohlthaten erwiesen haben, die über die grofse Menge durch kühnen Mut oder ernstes Denken, durch grofse Thaten oder glänzendes Wissen, durch Edelmut oder Gelehrsamkeit sich bervorgethan haben.

Und da wir jungen Anthropologen heute das Fest der 100. Vereinigung begehen, ist es Pflicht eines Veteranen zu gedenken, der bis vor kurzem noch unter uns geweilt hat und daran zu er-

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innern, was der Geschiedene gearbeitet und geschaffen und was er uns Gutes erwiesen hat, auf dafs sein Gedächtnis auch nach seinem Tode in uns fortlebe.

Am 10. Februar 1831 wurde zu Frankenheim bei Schillings- fürst Max Hagen als erstes Kind dem (damaligen) Pfarrer Eduard Hagen geboren. Vom Vater erhielt er den ersten Unterricht ın der lateinischen Sprache, bis zum Pensum der IV. Lateinklasse, dann besuchte er das Gymnasium zu Ansbach und nach zwei Jahren das zu Schweinfurt, wo er die Absolutorialprüfung bestand. Darauf bezog er die Universität Erlangen, wo er die Vorträge von Raumer über Mineralogie, von Schnitzlein über Botanik, von Will und Rosen- hauer über Zoologie hörte. Von seinen Lehrern in der Medizin sollen Hevfelder und Thiersch genannt werden. Nach bestandenem theoretischen Examen verbrachte er das damals vorgeschriebene zweijährige Praktikum teils zu Erlangen und Würzburg, teils zu Schwabach, dort als Assistent des Hofrats Küster. Mit 28 Jahren wurde er im Jahre 1859 zum praktischen Arzt in Weinberg ernannt, nachdem er 1858 im März das Doktorexamen in Erlangen abgelegt und die Dissertation »über die Influenza« verfalst hatte.

Die lateinisch abgefalste Lebensbeschreibung*), die er damals zu den Promotionsakten vom 6. März 1858 übergab, lautet folgen- dermalsen:

Maximilianus Hagen

fidei addietus evangelicae viginti sex annos natus Frankenheimii patre Eduardo Hagen, pastore. Sexto ab anno primis in litterarum elementis institutus in schola paullo post praeceptore patre latinae linguae operam dedit, et in gymnasium Onoldinum receptus est, unde se peractis duobus annis Swinfurtum contulit. Ibi gymnasii absoluto- rium adeptus est et tunc Erlangae in Friderico-Alexandrina inter cives academicos receptus philosophiae Studiis peractis studio medicinae incubuit. Examine theoretico facto biennium practicum partim Erlangae et Herbipoli, partim Swabaci assistentis mediei munere fungens perfeeit (et nuper examen supremum exegit).

Im Jahre 1859 schlofs er mit Katharina Schneider aus Er- langen den Ehebund, welcher ihm einen Sohn und eine Tochter

*) Nach gütiger Mitteilung des Dekans der mediz. Fakultät zu Erlangen.

brachte. In Weinberg, dann in Schillingsfürst und darauf in Ips- heim wirkte er als Arzt bis zum Jahre 1874, wo er zum Bezirks- arzt II. Klasse in Schefslitz, der freundlichen oberfränkischen Stadt, ernannt wurde.

Mag er schon im elterlichen Hause durch den Verkehr mit seinem Oheim, dem spätern General Walter von Walterstötten, einem warmen Freund der Botanik und eifrigen Sammler, zu naturgeschicht- lichen Wanderungen und Beobachtungen veranlalst worden sein, so dürfte dies noch in viel höherem Grade durch den Aufenthalt in Scheflslitz geschehen sein, wo ihn der nahe Ausläufer des fränki- schen Jura am Main und an der Itz zur Beobachtung der Petre- fakten und die Nähe der Wiesentquelle und der fränkischen Schweiz zu geologischen und naturwissenschaftlichen Studien überhaupt ein- luden und lockten. Und dieser Lockung widerstand er nicht und die begonnenen Studien und Forschungen setzte er um so eifriger fort, als er 1878 zum Bezirksarzt I. Klasse nach Nürnberg befördert wurde. Und hier in Nürnberg fand er auch bald eine Stätte, wo er seine eigenen Erfahrungen mit Andern aussprechen konnte und wo ihm Gelegenheit gegeben war, aus seinem reichen Wissensschatze Andern mit voller Hand Belehrung und Anregung zu bieten. Denn bald nach seiner Übersiedelung hierher trat er unserer Naturhistori- schen Gesellschaft als Mitglied bei. Am 12. Mai 1880 in den da- mals kleinen Kreis von Naturfreunden aufgenommen, die sich an den Mittwochabenden bald da, bald dort versammelten, lenkte er schon im November desselben Jahres durch einen Vortrag über die Ammoniten die Aufmerksamkeit auf sich, so dals er bereits im Jahre 1881 zum I]. Sekretär der Gesellschaft erwählt wurde, welche Stelle er bis zum Januar 1887 bekleidete; auch von dieser Zeit an blieb er uns getreu und arbeitete an den Aufgaben der naturwissen- schaftlichen Erfahrung des Nürnberger engern und weitern Gebiets mit rastlosem Eifer, hauptsächlich als Custos für die anatomische und palaeontologische Sammlung weiter. Selbst beginnende Kränk- lichkeit hielt ihn nicht ab, von Zeit zu Zeit Proben seines andauern- den Schaffens durch Vorträge und kleinere Mitteilungen zu geben. Mitten im Schaffen, kurz nach Beginn eines stets mit Erfolg wieder- holten neuerlichen Aufenthalts zum Kurgebrauch der Carlsbader Heilquellen verschied er unerwartet schnell infolge der Perforation eines Duodenalgeschwürs am 22. Juni dieses Jahres.

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Was er uns war, was er uns geboten, davon geben die Pro- tokolle der Sitzungen unsrer naturhistorischen Gesellschaft, ein öffent- licher Vortrag über tierische Wärme, die Verhandlungen des XVII. Kongresses der deutschen anthropologischen Gesellschaft und zuletzt seine Beiträge zur Festschrift, welche die Stadt Nürnberg den Teil- nehmern an der 65. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte widmete, lautes beredtes Zeugnis. Zeugnis nicht nur von seinem Fleils und von seinem liebenswürdigen Eifer, seine eigenen Beobachtungen zum Gemeingut Aller zu machen, die ihn hören wollten, sondern auch Zeugnis von seiner bewunderungswerten Viel- seitigkeit. Denn die Themata, über welche er sprach und schrieb, schöpfte er sowohl aus der Botanik und der Zoologie, als auch aus der Anthropologie, der Geologie und allerdings mit ganz besonderer Vorliebe aus der Palaeontologie. Sei es, dafs er die ersten Früh- lingsboten vom Moritzberg brachte oder seltene, oder besonders durch ihre Form merkwürdige Früchte, Blüten, Triebe zeigte, sei es, dafs er als Referent über den Erfolg des Anbaus ausländischer Pflanzen berichtete oder speziell über den Speierling und ein andermal über die Morcheln sprach, stets wulste er durch seine Darstellung die Zuhörer zu fesseln. Denn man fühlte, dafs der Vortragende den besprochenen Gegenstand, lag er seinem ärztlichen Beruf auch ferner, dennoch vollständig durchdrungen hatte und dadurch dem allge- meinen Verständnis in leichter fafslicher Form nahe bringen konnte. Aus den Disziplinen seines Lebensberufes selbst hat er ja überhaupt wenig grölseren Kreisen vorgeführt, wenn gleich kurze Mitteilungen über Ameisensäure und ihre Giftigkeit, über Wirkung der Kamala, sowie Vorträge über den Tod bei Trichinose, über die in verheilten Knochenbrüchen auftretenden Schmerzen bei Witterungswechsel, über tierische Wärme, über Übermüdung nicht unerwähnt bleiben dürfen.

Aus der Zoologie brachte er Demonstrationen: Axolotl, Kö- cherfliege, Ameisenwohnungen, Vorträge über das Vorkommen der Wildkatze, über die Kreuzotter und ihre Verbreitung in Franken, über Renntierzähne, über den Giftzahnapparat der Schlangen, über den Bau der Seeigel, über Hirsch- und Elchzähne, über Unterschied zwischen Löwen- und Tigerschädel, über Vogelgelege, über Steno- crotaphie beim Menschen ünd Affen; über Korallen und Schwämme, über Zähne von Pferd und Rind, über einen Sülswasserschwamm

ER I ERAR

unseres Gebiets. Häufig boten ihm von Andern in den Fragekasten eingeworfene Anfragen Gelegenheit, über einen Gegenstand in aus- führlicher Weise zu sprechen und oft pflegte er daran allgemeine und dadurch das Interesse noch erhöhende Bemerkungen zu knüpfen.

Eine ganz besondere Veranlassung zu einer grölseren Reihe von Vorträgen bot ihm die Vorbereitung zum XVIH. Kongrefs der Deutschen Anthropologischen Gesellschaft, welcher 1878 hier ab- gehalten wurde, und dessen Leitung mit glücklicher Wahl in seine Hände gelegt war.

Schon im Jahr 1882 hatte er mit der Aufforderung zur Bil- dung der anthropologischen Sektion der Naturhistorischen Gesell- schaft Erfolg gehabt, nachdem frühere von Andern gegebene An- regungen verfrüht und wegen mangelnder Beteiligung ohne solchen geblieben waren.

Bald hörten die versammelten Mitglieder der Gesellschaft un- sern Dr. Hagen über Schädelmessungen, über Ausgrabungen bei Altdorf, bei Alfalter, bei Unterrieden, bei Speikern sprechen, über Höhlenuntersuchungen, teils von ihm selbst, teils von Andern vor- genommen, berichten, das Verhalten der Knochen in der Erde, den Einflufs ‘der Luft auf Leichen, Fäulnis, Vermoderung, Verseifung und Mumifikation schildern. Litterarische Veröffentlichungen Anderer veranlalsten ihn, über Hallstadt- und La Tene-Zeit, sowie über Reihengräber zu reden. Nachdem es ihm gelungen war, die Samm- lung des verstorbenen Kurarzts Dr. Weber in Streitberg für unsere Gesellschaft zu gewinnen, denn seiner Fürsorge und Umsicht allein haben wir den Gewinn dieser zu verdanken referierte er nicht nur wiederholt über den reichen Schatz derselben an zoologischen und palaeontologischen Präparaten, sondern schilderte eingehend die prähistorischen Höhlenfunde aus derselben, berichtete weiterhin über die durch ihn veranlafste Ausgrabung in der Waldparzelle Beckers- lohe hinter dem Glatzenstein, wo seit den 30er Jahren keine Unter- suchung der dortigen prähistorischen Grabhügel mehr stattgefunden hatte, ferner über eine Schürfung im hohlen Fels bei Happurg, welche diese Höhle als von Menschen bewohnt gewesen ergab, über die Römereinfälle in Deutschland, über das Programm des Anthropo- logen-Kongresses, über die für denselben besorgte Ausstellung vor- geschichtlicher Funde aus Franken, über prähistorische Raubtiere und ihre Überreste.

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Beim Anthropologenkongref[s selbst hielt er zur Begrülsung und Belehrung der erschienenen Gäste einen knappen, aber inhalts- reichen Vortrag über den geologischen Charakter unserer Landschaft und über die prähistorischen Besiedelungen derselben. In wenigen kühnen, frischen Pinselstrichen zeichnete er damit ein anschauliches Bild von der Entwicklung des Forschungsgebiets und seinen ältesten Bewohnern.

Die Umsicht, mit der Hagen die Vorbereitungen zu dieser glänzenden Gelehrtenversammlung traf und der Verlauf derselben werden seinen Namen nicht nur in den toten Buchstaben der dar- über verfalsten Protokolle fortleben lassen.

Ein Anderer, als Er, hätte leicht nach dieser erfolgreichen That, eine längere Ruhepause seiner Arbeiten sich vergönnt; ihn aber konnte nur zunehmendes Kränkeln zeitweise von seinem wei- tern Schaffen abhalten; galt es doch, das Erworbene zu verwerten, galt es doch, in die Fülle des gewonnenen Materials Licht und Ord- nung zu bringen, galt es doch einer Lieblingsbeschäftigung sich zu widmen, dem Auf- und Ausbau einer palaeontologischen Sammlung, für die er seit Jahren zusammengetragen hatte, für die er erst jetzt in der Weberschen Sammlung ein Fundament gefunden hatte, wür- dig des angestrengtesten Fleilses und fortdauernder Verwertung seiner reichen Kenntnisse.

Ein besonders gern von ihm gepflegtes Studium war ja eben das der Palaeontologie, und wir Alle werden ihn neidlos den er- fahrensten Kenner der fränkischen Jura und seiner Versteinerungen nennen.

Schon einer seiner ersten Vorträge, der erwähnte über die Belemniten, führte ihn in die Naturhistorische Gesellschaft als kun- digen Palaeontologen ein. Wer es vermag, in so lichtvoller Weise den Bau des CGephalopodenkörpers und seines Schalengehäuses und im Anschlufs daran die unterscheidenden Merkmale der verschiedenen Gruppen der ausgestorbenen Repräsentanten dieser Tierklasse so prägnant darzustellen, ist kein Neuling mehr, sondern dazu berufen, weitere Kreise in diesem Zweig der Naturwissenschaft zu belehren. Und diesen Beruf hat er treu und unablässig erfüllt, und wenn wir uns auch an alle seine übrigen Mitteilungen mit dankbarer Wehmut erinnern, so doch vor allen an jene, welche palaeontologische The- mata betrafen. Hand in Hand mit dem Studium und den Vor-

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führungen aus der Welt der fossilen Überreste giengen jene aus der Geologie und diese letztern gipfeln in seinem grolsen übersichtlichen Vortrage »über die geologischen Verhältnisse im Arbeitsgebiet der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg«, welchen er bei Einweihung unsres Gesellschaftshauses am 14. Dezember 1884 gehalten hat, und welcher mit zwei geologischen Karten nämlich: einer Skizze über die Verbreitung jurassischer Ablagerungen im Bereiche des Franken- jura und einem geologischen Profil Rothenburg 0.T.-Amberg ge- schmückt im VIII. Band unserer Ablagerungen abgedruckt ist, eine vorzügliche Schilderung der geologischen Hauptperioden in kurzen Zügen und unserer Keuper-Juralandschaft und ihrer Schichten im Speziellen. Die Fülle der Vorträge und Demonstrationen, welche pa- laeontologische Themata behandelten, verbietet hier eine vollständige Aufzählung derselben, doch mulfs hier an die weitern Beschreibungen erinnert werden über Lobenbildung und andere äulsere Unterschei- dungsmerkmale bei Ammoniten, an die Vorträge über Belemniten, über Funde von Amaltheenschichten, aus dem böhmischen Silur, über Rhinoceros tichorhinus und Elephas primigenius aus den Tertiärablagerungen, über fossile Knochen vom Höhlenbären, beson- ders über den Schädel des Höhlenbären, über ein Geweih vom Riesenhirsch, über Petrefacten aus Jena und dem Harz, über solche vom Hesselberg, von Steinheim in Württemberg, aus dem Muschel- kalk von Volkach und bei Würzburg. Diese Demonstrationen wulste er häufig durch genauere Beschreibung der Fundstellen, ihrer geo- logischen Schichten oder der geographischen Ausdehnung der die Versteinerungen führenden Schichten ganz besonders anziehend zu gestalten.

Rühmende Erwähnung müssen endlich finden seine Beschrei- bungen der Untersuchung mehrerer Höhlen, so der Tabakspfeife bei Pegnitz und besonders der Breitenwiener Höhle, letztere ebenfalls in unseren Abhandlungen und zwar deren IX. Band abgedruckt. Von geologischen Besprechungen darf jene über alluviale und diluviale Bildungen bei Gerasmühle, über Verschwemmungen von Jurapetre- facten in die Keuperschichte und über das Flulsgebiet der Pegnitz und die Einwirkung des Wassers innerhalb desselben auf den Jura nicht vergessen werden. Auch der letztere ist uns durch Druck- legung in den Abhandlungen erhalten.

Im ganzen hat Hagen über 150 mal zu längern oder kürzern

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Mitteilungen das Wort ergriffen, während der 12 Jahre, in denen er unserer Gesellschaft angehörte und sich dadurch ein dauerndes Denkmal errichtet. Zu seinen letzten Arbeiten gehört die Beteiligung an der von der Stadt Nürnberg der 65. Naturforscherversammlung gewidmeten Festschrift, zu welcher er folgende drei Beiträge lieferte: Vorgeschichtliches und Anthropologisches aus der Gegend von Nürnberg;

Geologische und topisch-geographische Verhältnisse der Gegend

von Nürnberg, mit Profil; und

Die Fauna der Gegend von Nürnberg.

Diese drei Arbeiten bieten eine Art Zusammenfassung alles dessen, was bisher in diesen Disziplinen hier geleistet wurde und woran, wie wir wohl mit gerechtem Stolz sagen dürfen, die Naturhistorische Gesellschaft durch ihre Mitglieder sich hervorgethan hat, Allen voran aber Max Hagen*). Wie in einer Vorahnung seines

*) Im ersten Aufsatz zählt er kurz die Reste vergangener Geschlech- ter, die uns in Grabhügeln, Plattengräbern und Reihengräbern erhalten sind, auf, in welchen er die Reste früherer Besiedelungen sieht, erwähnt den hohlen Fels als menschlichen Wohnplatz aus der palaeolithischen Zeit und schildert den Wechsel der Bewohner unserer Gegend zur Zeit der Völkerwanderung. Dieser Wechsel wird bewiesen durch die Mannig- faltigkeit der Schädelformen, für deren Untersuchung er Ranke das Haupt- verdienst zuerkennt, und die Ergebnisse der Untersuchung von Augen-, Haar- und Hautfarben der Schulkinder, die, wie er ehrend anerkennt, der Umsicht und Gewissenhaftigkeit der damit betrauten Lehrer zu danken seien.

Im zweiten Aufsatz wird die Lage des Nürnberger Gebiets zwischen Frankenhöhe und Frankenjura kurz skizziert, ebenso die hydrographischen Verhältnisse und die Beziehungen zur europäischen Wasserscheide, der Boden geologisch als der Trias und zwar dem obersten Glied derselben, dem Keuper angehörig bezeichnet und die Begrenzung durch den Keuper- steilrand bei Rothenburg o.T. im Westen und den Jurasteilrand im Osten mit ihren Schichten und Versteinerungen beschrieben. Auch die Wasser- horizonte, die eretacischen und tertiären Auflagerungen, sowie die dilu- vialen Schotterbildungen werden kurz angegeben im Ganzen ein geo- logischer Überblick, kurz, knapp und klar.

Der dritte Aufsatz endlich enthält eine Zusammenstellung der um Nürnberg vorkommenden, besonders der unserer Gegend eigentümlichen Tierwelt: der Reichtum an Fledermausarten und Raubvögeln, das Vor- kommen gewisser Fische, der Kreuzotter, sowie der besonders durch L. Koch gesammelten Käfer- und Spinnenarten werden hervorgehoben.

einmal zurück auf all die fleilsigen Gänge, auf denen er das Gebiet durchwanderte, die klugen Gedanken, mit denen er das Geschaute =

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erfalste und die lebendigen Worte, mit denen er das Gedachte seinen

Eee infiliche Testament, das er uns damit zu lesen gibt und“ R dem er uns auffordert, seine Erbschaft anzutreten. Und wir. er sie Buizalgn Ru uns seiner würdig erweisen. Dann dürfen 7% Ne wir d

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Nachträge

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Hlora von Bampye, a von Dr. Kurt Harz, in Pirmasenz, Rheinpfalz.

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Seit der Veröffentlichung der »Skizze einer Flora von Bam- berg von Dr. Funk« im Jahre 1854 und den »Nachträgen zur Flora Bambergs« 1856 und 1857 in den Berichten »Über das Be- stehen und Wirken des naturforschenden Vereines zu Bamberg« ist meines Wissens keine gröfsere Publikation über dieses Thema er- schienen. Allerdings finden sich in den »Beiträgen zur Flora des Regnitzgebietes« mehrere Beobachtungen des Herrn O. Prechtels- bauer zumeist aus der Umgegend von Erlau und Mühlendorf an der Aurach, südwestlich von Bamberg, »Deutsche botanische Monats- schrift von Leimbach«, sowie ebenda zahlreiche Beobachtungen über die Flora des Staffelberges von Kaulfufs und Kefsler; auch in den Berichten der bayerischen botanischen Gesellschaft veröffent- lichte Höfer, Prechtelsbauer und A. Schwarz Beobachtungen aus der näheren Umgegend Bambersgs.

Trotzdem es mir nur während weniger Monate vergönnt war, die Umgebung Bambergs zu durchstreifen, so habe ich doch in dieser kurzen Zeit eine Reihe von Pflanzen aufgefunden, die für diese Gegend bislang noch nicht bekannt sind, und die ich mir im nachstehenden zu veröffentlichen erlaube. Anderweitige Vorkomm- nisse von in obiger Florenskizze Funks aufgeführten Artert, wie z. B. Rosa pimpinellifolia L. auf dem Hummerstein bei Streitberg,

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'Lunaria rediviva L. auf Rabeneck, Salvia silvestris L. am Steg bei

Bamberg und sehr viele andere möchte ich übergehen, da meine wenigen Durchstreifungen in dieser Beziehung doch allzu lücken- hafte Resultate liefern möchten:

Adonis flammea Jacg. Äcker bei Friesen.

GFeranium sibiriceum L. In solcher Menge im Realschulhofe verwildert, dafs sich dasselbe wohl auch aufserhalb dieses Standortes finden dürfte.

Medicago sativa x faleala. Es kommen zahllose Bastarde vor, deren Blüten alle möglichen Farben zwischen weils; gelb, grün und blau zeigen. Sehr häufig z. B. Bug, Bughof, Gau- stadt, Strullendorf, Gölsweinstein.

Potentilla recta L. Ailsfeld, Raine des Hauptsmoorwaldes bei Bamberg. Aus dem Vorkommen an diesen zwei ziemlich weit von einander entfernten Standorten ist der Schlufs be- rechtigt, dals diese Pflanze einen gröfseren Verbreitungsbezirk besitzen dürfte.

Bryonia alba L. Streitberg an Hecken.

Eryngium planum L. Verwildert im Realschulhofe.

Aster Novi Belgii L. Regnitzufer bei der Spinnerei in Gaustadt.

Galinsoga parviflora Gav. Gräben und Felder bei Hallstadt.

Helianthus tuberosus L. Äcker bei Giech.

Rudbeckia lacinvala L. Am alten Regnitzbett beim Theresienhain.

Girsium oleraceo x acaule Hampe. Feuchte Wiesen bei Memmelsdorf.

Grepis foelida L. Trockene Halden bei Streitberg.

Cuseuta Gesatiana Bert. auf Aster Novi Belgii L. bei der Spinnerei in Gaustadt.

CGhenopodium Botlrys L. Gartenunkraut in Bug.

Elodea canadensis Richard et Michaux. Altwasser der Weiden.

Stratiotes aloides L. Kanalhafen von Bughof und Kanal bei Bug.

Melica nebrodensis Parl. Streitberg, Muggendorf. Es ist sehr wahrscheinlich, dafs die angegebene Melica ciliata L. zu streichen und diese dafür einzusetzen ist, wenigstens konnte ich Melica ceiliata L. in Streitberg und Muggendorf nicht auf- finden. Damit fänden auch die in Prantls Exkursionsflora 1884 erhobenen Zweifel ihre Erledigung.

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Im Anschlufs hieran möchte ich einige für München neue Pflanzen erwähnen:

Portulaca oleracea L. Zuweilen in Gärten.

Rhynchospora fusca Roem. et Schult. Dachauer Moos. Sie wurde jedenfalls wegen ihrer Kleinheit übersehen. Auch ich sammelte sie unabsichtlich, ohne sie zu kennen und ent- deckte erst zu Hause bei genauerer Durchsicht, dafs ich ein Exemplar dieser mir bislang unbekannten Pflanze in Händen hatte.

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Dr. A. Fleischmann.

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Dr. Bernhard Baumüller.

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(Mit demBildnis des Verlebten.)

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vpinolıs Sophokles Antigone 310.

Die tradrige Pflicht, die im vergangenen Jahre dem Schreiber dieser Zeilen oblag, dem Vorgänger den letzten Nachruf zu widmen, wiederholt sich für ihn in schmerzlichster Weise. Es gilt, dem Lehrer und Forscher, dem langjährigen Lenker der Gesellschaft, dem lieben Freunde in diesen Abhandlungen ein Denkmal zu errichten.

Die Freundschaft, die den Verfasser seit einer Reihe von Jahren mit dem Verlebten verband, und der Umstand, dafs die Gesellschaft ihn würdigte, der Nachfolger des Unvergelslichen zu werden, möge es begreiflich erscheinen lassen, wenn der ehrenvolle Antrag, seinen Nachruf zu schreiben, nicht einer besseren Feder übertragen wurde.

Wer zögerte nicht bei Ausführung einer solchen Aufgabe, im Bewufstsein, dafs der beste Wille kaum gut genug und dafs die That weit hinter demselben zurückbleiben wird?

Mein Freund Ernst Spiels war nicht einer jener Persönlich- keiten, die durch blendende Beredsamkeit und originale Genialität ihre Umgebung zur Bewunderung begeistern, um zuletzt doch kalt zu lassen, er war einer jener liebenswürdigen Charaktere, die mit vielem Wissen und anhaltender Regsamkeit des Geistes bereitwilliges Eingehen auf die Art des Anderen und Achtung vor von der ihnen abweichenden Meinung in so glücklicher Weise verbinden, dals Alle, die ihnen näher zu treten den Genufs haben, sich von ihnen angezogen und festgehalten fühlen. Daher hat Ernst Spiefs nicht in grofsen Kreisen Aufsehen erregt, aber in dem Kreise, der sich gerne und dauernd um ihn schaarte, Alle zu Freunden sich gemacht.

Geboren am 7. Juli 1837 als Sohn des damaligen königl. Rechnungsrevisors Friedrich Karl Spiels zu Ansbach verbrachte Anton Ernst Wilhelm Spiels die ersten 7 Schuljahre an der Studien- anstalt seiner Geburtsstadt. 1854 und 1855 besuchte er die Land- wirtschafts- und Gewerbeschule, 1856—58 die damalige polytechnische Schule zu Nürnberg, 1858—59 die Landwirtschafts- und Gewerbe-

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schule zu Ansbach als Praktikant bei Reichelt, Lehrer der analy- tischen Chemie, 1859—60 an der Universität München die Vorlesungen von Professor Cajetan v. Kayser über Chemie und v. Liebigs Vorlesungen über anorganische Chemie. 1860—61 die Professors v. Siebold über Zoologie und Kobells über Mineralogie. Juli 1861 bestand er die Prüfung für eine Lehrerstelle der Chemie an einer Gewerbeschule. 1861—62 hörte er Nägeli über Botanik und Zollv über Kosmologie; Juni 1862 bestand er das Examen für die Lehrer- stelle der Naturgeschichte. Vor und nach demselben (1860—63) ‚arbeitete er als geprüfter Lehramtscandidat im chemischen Labora- torium der polvtechnischen Schule in München und war schon seit November 1860 zum Assistenten für Chemie am kgl. Cadetten-Corps und der kgl. Artillerie- und Genie-Schule ernannt. Diese Stellung hatte er bis zum Herbst 1864 inne. Beginn des Jahres 1865 an war er zum Lehrer für Chemie und Naturgeschichte an der kgl. Kreis- Landwirtschafts- und Gewerbeschule in Bayreuth ernannt; im März 1874 in gleicher Eigenschaft an die Kreisgewerbeschule nach Nürn- berg versetzt, woselbst ihm auch der Unterricht in Mineralogie und chemischer Technologie an der kgl. Industrieschule übertragen wurde. Im Oktober 1878 wurde er zum Professor der Natur- geschichte und Chemie am kgl. Realgymnasium Nürnberg befördert.

Seiner Ehe mit Karoline Dollfuls aus Ansbach entsprofsten sechs Kinder, von welchen zwei Söhne und zwei Töchter den Vater überleben.

Mitglied der Naturhistorischen Gesellschaft wurde Spiels am 20. Dezember 1877.

In der Generalversammlung am 7. April 1880 sollte die seit einiger Zeit schon- verwaiste Stelle des Direktors wieder besetzt werden, welche bis dahin der I. Sekretär der Gesellschaft, Herr prakt. Arzt Dr. Buttenwieser (f 1886) stellvertretungsweise ge- führt hatte. Sechzehn Mitglieder beteiligten sich an der Wahl, von welchen die Herren Mandel, Ammon, Schwarz, Müller und Knapp der Gesellschaft noch als Mitglieder in rüstiger Kraft er- halten sind, während Herr Lotter zum Ehrenmitglied erwählt wurde, die anderen aber teils ihre Mitgliedschaft aufgaben, teils durch den Tod der Gesellschaft entzogen wurden.

Alle vereinigten ihre Stimmen auf den Namen Spiels, welcher, selbst nicht bei der Generalversammlung anwesend, in der Wochen- versammlung am 14. April die Wahl anzunehmen erklärte.

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59

Was er damals sprach: den Dank für das Vertrauen, das in ihn gesetzt wurde, und das Versprechen, alles in seinen Kräften Stehende zum Gedeihen der Gesellschaft thun zu wollen, das hat er in treuer, pflichteifriger Führung in den 14 Jahren seiner er-

- spriefslichen Thätigkeit bewährt.

Das Vertrauen, für welches er dankte, hat er glänzend ge- rechtfertigt, und die Kräfte, die er der Gesellschaft widmen konnte, waren so hervorragende, dafs man sich für eine (Gesellschaft, wie es die Naturhistorische ist, nicht leicht einen berufeneren, befähig- teren Leiter denken kann. Sein Beruf und sein Wissen bürgten für die Vollkommenheit sachlicher Wirksamkeit, sein lauterer Cha- rakter und seine Herzensgüte für die richtige Wahrung formeller Thätigkeit. Welche Menge einzelner Fälle beraten und entschieden werden mufsten, welche Fülle gröfserer Pläne uud weiterer Gesichts- punkte ins Auge gefalst werden mulsten, wie viel Sorgen und Wider- wärtigkeiten überwunden werden mulfsten, wie viel Schwierigkeiten sich entgegenstellten, welche Selbstverleugnung aufgeboten wurde, aber auch welche berechtigte Freude und Stolz über das Wachs- tum und Gedeihen der Gesellschaft sein Herz erfüllte, das kann Jeder ermessen, dem die Geschichte der Naturhistorischen Gesell- schaft in diesen letzten 14 Jahren erinnerlich und bekannt ist. Das nomadenhafte Leben einer heimatlosen Gesellschaft, das warme, ungeheuchelte Interesse, das er für die einzelnen Sparten der Wissenschaft hatte, die geradezu jugendliche Begeisterung, mit welcher er sich an den Arbeiten der Sektionen, besonders der geographischen und chemischen Sektion beteiligte, der Eifer, mit welcher er geäulserte Wünsche als Anregungen willkommen hiels und aufnahm, hatten ihn Allen wert und teuer gemacht.

Aber nicht nur die genannten Eigenschaften, die ihn als Leiter der Gesellschaft in so hohem Grade zierten, auch die wissen- schaftliche Thätigkeit als Vortragender, als Schriftsteller und als Custos fand in ihm einen gewiegten Vertreter. Hauptsächlich waren es zwei Gebiete, in denen er sich besonders gern bewegte und aus welchen er auch öfters anschauliche, häufig durch gelungene Ex- perimente und durch treffliche Demonstrationen noch besonders anziehende Vorträge brachte, die Mineralogie und die Chemie.

Die thatkräftige Mithilfe bei Erwerbung eines eigenen Hauses, die Mehrung der Sammlungen und Bibliothek, die Aufstellung der-

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selben, besonders der mineralogischen, die Mitbegründung der wissenschaftlichen Sektionen, die liebenswürdige Fürsorge für Jedes Einzelnen Wünsche und Interesse, die unverdrossene, nur durch Ferienaufenthalte oder Krankheiten unterbrochene Leitung der ordent- liehen Wochenversammlungen, die Leitung der oft lebhaften Vor- standschaftssitzungen, die bestimmte Mitarbeit bei der Reformation der Gesellschaft im Jahre 1888 sind die Verdienste unseres Freundes, die ihm ein unvergängliches Gedächtnis in der Gesellschaft sichern.

Nicht stoischer, an Gleichgültigkeit grenzender Gleichmut, sondern die klare Überzeugung, dals für die gute Sache etwas ver- tragen werden müsse, hat ihn über die Klippe geholfen, durch die er als braver, berufsfreudiger Lootse das Schifflein ins freie offene Meer wissenschaftlicher Thätigkeit hinausgeleitet hat. Denn lange war dasselbe nicht flott zu machen, ja es drohte unter der unsicheren Hand seines Vorgängers auf den Strand zu laufen.

Man kann die Thätigkeit unseres Spiels in der Naturhistori- schen Gesellschaft, und diese interessiert die Leser dieser Zeilen wohl fast ausschlielslich, in drei Abschnitte teilen. Der erste der- selben umfaflst die Zeit von seinem Eintritt in die Gesellschaft 1877 bis zu seiner Wahl zum Direktor 1880.

Damals war die Gesellschaft, wie erwähnt, noch nicht im Besitz eines eigenen Hauses und hatte unter den häufig notwendig werdenden Wechsel des Lokales viel zu leiden. Das drückt sich in der geringen Zahl der Mitglieder überhaupt und besonders in der sehr kleinen Zahl Jener aus, welche die Versammlungen am Mittwoch besuchten. Finde ich doch einmal nur 6 Mitglieder als anwesend angegeben!

Auch der Wechsel der Themata war damals an den Abenden kein sehr lebhafter; Spiels scheint sich, soviel man aus den damals nicht besonders ausführlichen Protokollen ersieht, gar nicht unter den Vortragenden befunden zu haben. Es war die Zeit des Vor- stadiums, dessen drückende Spannung noch gesteigert wurde, als der damalige Direktor erlahmte.

Darauf folgte die erste Zeit des Hausbesitzes und, man darf so sagen, die Zweiherren-Regierung. Nur die Selbstverleugnung unseres Freundes, sein bewulstes Streben, im Dienste der guten - Sache mit Andern zu arbeiten, vermochte die Dauer dieses Stadiums bis zum Jahre 1888 zu verlängern.

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Damals wurde aus der Mitte der Gesellschaft der Wunsch nach Reorganisation so laut, dafs darüber auch die Dankbarkeit gegen die hoch ersprielsliche Thätigkeit des Bauauschusses zurück- treten mulste. Der Bauausschuls wurde aufgelöst, die darauf be- züglichen Statutenparagraphen gestrichen die Gesellschaft stellte sich unter die Leitung

' Man darf, um gerecht zu sein, nicht vergessen, dafs das Wachstum der Gesellschaft an Mitgliedern, an den Sammlungen und in der Bibliothek unumwunden auch der Thätigkeit des Bau- ausschusses zuzuschreiben ist, aber so viel mu[s man sagen, dafs der Bauausschuls ohne diesen Direktor, eben unseren Spiels, schwerlich sich zu so voller Thätigkeit hätte entfalten können. Ein ängstlicher Mann hätte mit seiner Mutlosigkeit, ein herrischer mit seinem Eigenwillen der Hindernisse zu viel in den Weg gelegt.

Für den wissenschaftlichen Tenor aber ist der Leiter allein verantwortlich zu machen, und dieser Aufgabe zeigte sich Spiels vollständig gewachsen. Es ist ein Mann nicht im Stande, nach allen Seiten hin selbst als Meister Urteil und Stimme zu haben; aber seine Mitarbeiter sich auszusuchen, und sie an sich dauernd

zu fesseln, das hat er in vollem Mafse verstanden.

Dies bewies er ganz besonders in der Zeit nach Revision der Statuten, die eine gewisse Klärung und Läuterung der ganzen Ge- sellschaft bedeutete. Dafür spricht eben das Gedeihen und Wachsen der Gesellschaft auch in dieser Zeit, der lebhafte Besuch der Ver- sarmmlungen, die Reichhaltigkeit der gebrachten Vorträge, die Ein- stimmigkeit seiner Wiederwahl in den Generalversammlungen und, was ihm eine grolse Herzensfreude war, der glänzende Verlauf der jährigen Stiftungsfeier im Oktober 1891.

Die Dankbarkeit, die die Gesellschaft für seine Leistungen empfand und weiter empfindet, zeigte sich in der lebhaften Be- teiligung an der Feier seiner silbernen Hochzeit im Jahre 1892; zeigte sich in der Trauerversammlung an seinem Grab und in der Trauersitzung am 6. Juni 1894 und wird sich in dem Grabdenkmal eweisen, das sie ihm auf seinem Grabe auf dem alten Friedhof zu Mögeldorf errichtet.

Ehre seinem Andenken!

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Einige Beiträge

Kenntnis der pflanzengeographischen Verhältnisse im

Keuper um Nürnberg und im benachbarten Jurazuge,

sowie dem östlich bei Bayreuth und Kreussen wieder

zutagetretenden Keuper und auf den dortigen Muschel- kalkhöhen.

Aus den von Seite der Mitglieder der botanischen Sektion im letzten Jahr- sange gemachten Aufzeichnungen und den Beobachtungen einiger Herren in Neumarkt und Erlangen

zusammengestellt vom Obmann der Sektion

kgl. Stabsveterinär A. Schwarz.

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Abkürzungen für die Namen der Finder:

Buchner, Dr. prakt. Arzt.

Gersheim, Bernh. von, kgl. Veterinärarzt in Neumarkt. Glück, Dr. Hugo, z. Z. Halle a. 8.

. Kaulfufs, Joh, Verwalter.

. Kraenzle, Josef, kgl. Corpsstabsveterinär a. D., München. Lindinger, stud., Erlangen.

. Meinel, kgl. Reallehrer, Schweinfurt. . Petersen, Privatier, Neumarkt.

9. Pfautsch, Apotheker, Fürth.

10. Prell, kgl. Oberbankbuchhalter.

41. Rodler, Carl, Apotheker.

12. Rüdel, Adalbert, stud., Erlangen.

13. Rüdel, kgl. Pfarrer.

14. Schultheifs, Fr., Apotheker.

15. Schwarz, A., kgl. Stabsveterinär.

16. Schwarz, Sophie.

47. Simon, Johannes, Lehrer.

18. Wagner, Dr., kgl. Reallehrer.

Funde, welche neu für das ganze Gebiet sind, wie z. B. Specularia hybrida, dann solche, welche für den betreffenden Rayon, z. B. den öst- lichen Keuper neu sind, sind durch fette Schrift erkenntlich gemacht. Adventive Vorkommnisse sind Cursiv gedruckt.

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Clematis Vitalba L: geht um Schelslitz zahlreich in den Lias herab [15].

Thalictrum Jacquinianum Koch: zahlreich typisch um die Felsen- krone des Staffelberges herum [11. 15]. Von keinem der beiden Finder konnten dortselbst Th. minus L. oder Über- gänge beobachtet werden.

Hepatica nobilis Schreber: Burgsalach ö. Weissenburg [14]. Nach- dem das Leberblümchen bei Hersbruck, Velden, Pottenstein nahezu gänzlich fehlt, tritt es im nördlichsten Jura wieder auf. Zu den Beobachtungen im obern Leinleiter- und Wiesent- thale ober Hollfeld kommt nun als drittes Thal das Kainach- thal hinzu [15], woselbst es unterhalb Zedersitz am Wald- boden, wie auf schattigen Dolomitfelsen steht.

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Anemone, ranunculoides L: Sulzbürg am Pandurenloch |2. 8], Harrenz- hofen [2], Ottosau [8], Pilsach [2. 8].

Adonis aestivalis L: ÖOberhochstatt mit var. eitrina Hoffm. [14]; typisch und sehr grofsblütig in Menge in Feldern zw. Thann und Petersberg [15]; Thannhausen [2]. Die var. eitrina auch auf dem Plateau bei Zultenberg [15]; adventiv bei Schnieg- ling [14].

Adonis flammeus Jacquin scheint im nördlichen Jura verbreiteter zu sein: zw. Pottenstein und Pegnitz |17], zw. Schirradorf und Atzendorf, Zultenberg, dann auf dem Bindlacher Muschel- kalkberg |15], fehlt in Schmidt und Meyer, Flora des Fichtel- gebirges.

Batrachium divaricatum Wimmer: Regnitzaltwasser unter der Bahn- brücke bei Stadelhof nächst Fürth [9. 15].

Batrachium fluitans Wimmer: in der Laber bei Breitenbrunn [15].

Ranunculus polyanthemo$ L: Burgsalach [14], Illschwang [11. 15].

Rafunculus nemorosus DC: Illschwang [13. 15], Magnusthurm bei Kasendorf |15]. Das Vorkommen bei Rossendorf unweit Kadolz- burg im Kp. [9] schliefst sich an den isolierten Standort im bunten Kp. bei Trettendorf südl. Rossstall [Prechtelsbauer] enge an.

Berberis vulgaris L: Laberthal unter Blödgarten und Frankelmühle bei Breitenbrunn, Buchhauptmühle [15].

Papaver Argemone L: [3 leiocarpum Celak: Steinbühl und Äcker am Leyher Weg [14].

Papaver Rhoeas L: ß agrivagum Jordan : Stadelhof bei Fürth [15].

Barbaraea strieta Andrzj: Sulzbürg, Hersbruck, Zirndorf an der Brücke nach Altenberg [17], Niederhofen bei Weissenburg [14], an der Aurach bei Roth [15], Bruck bei Erlangen [12].

Arabis alpina L: Zw. Willenberg und Pegnitz |15].

Arabis petraea Lmk: Bronn auf Dolomit |15]. Sehr auffallend ist das zahlreiche Vorkommen auf gelbem feinen tertiärem Sand- stein zwischen Neuhaus und Krottensee [12. 13. 15.

Arabis arenosa Scopoli: Riedenburg, Beilngriefs an der Strafse nach Paulushofen, Herzjesuberg bei Velburg [2], Ruine Velburg, Deininger Bahnbrücke [15].

Hesperis matronalis L: an Dolomitfelsen bei Oed oberhalb Hart- mannshof, an der Bahn bei Sulzbach [15].

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Sisymbrium Loeselii L: adv. Pegnitzwiese am Brückenbau bei Sankt Johannis [15].

Erysimum odoratum Ehrhart: Wie um Hersbruck und Mugsendorf auch häufig im nördlichen Jura auf den Dolomitfelsen um Schirradorf, Atzendorf, Kasendorf. Dagegen überrascht das ungemein häufige Vorkommen auf und am Muschelkalkzug bei Bindlach, hier aber in den Feldern, wo es bei Eckertshof und gegen Ramsenthal bis an die Landstrasse herabgeht [15]. (Vergl. Schmidt und Meyer, Flora des Fichtelgebirges).

Erysimum repandum L: adventiv. Forsthof |1#).

Erysimum orientale R. Br. Zw. Kastl und Utzenhofen [2]; scheint sich auch auf Sand und im Kp. einbürgern zu wollen: Holz- platz bei Neumarkt [8], Sankt Johannis, schon einige Jahre constant [15], Schniegling, 'Forsthof, Hummelstein [14].

Brassica elongata Ehrhart. adv. Schniegling |1#], Glaishammer an der Bahn [15].

Brassica juncea Hooker fil. et Thomson: adv. Schniegling , Hummelstein [14]. |

Sinapis alba L wird neuerdings im Jura öfters in Grolsem gebaut: Truisdorf [13. 15], Neuhaus nach Krottensee [15]; adv.: Hummel- stein, St. Johannis [14].

Erucastrum Polichii Schmp. et Sp. An der Deininger Bahnbrücke [15].

Eruca sativa Lmk: adv. Deutschherrnwiese, Schniegling [14], war seit 40 Jahren nicht mehr gesehen worden.

Diplotaxis tenuifolia DC. An der Velocipedfabrik bei Muggenhof [14]. Diplotaxis muralis DC. Neumarkt an der Realschule und am Kirch- hof [2. 8], eingebürgert im Erlanger botan. Garten [15].

Alyssum montanum L: Türkelstein bei Gölsweinstein [#].

Lunaria rediviva L: Haidwald bei Göfsweinstein [16].

Erophila verna E: Meyer f spathulata Lang. Waldkirchen [15].

Lepidium Draba L: Schutthaufen am Kanal bei Neumarkt gegen Stauf und Buchberg [2].

Lepidium apetalum Willa: adv. Centralfriedhof [14].

Lepidium virginiecum L: adv. Bei Forsthof in kollosaler Menge aufgetreten [14], Centralfriedhof spärlich |9), am Bahndamm bei Unterasbach [14].

Isatis tinetoria L: adv. Sankt Johannis |1#].

Rapistrum rugosum Allioni: «dv. Sündersbühl [15], Hummelstein. |14]

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Helianthemum obscurum Pers. Am Fufse des Eibenfels bei Plech in ungewöhnlich hohen Exemplaren [15].

Viola hirta x odorata in der Form Oenipontana Murr: im Lias bei Grofsgeschaidt [1#].

Viola mirabilis L: Magnusturm bei Kasendorf [15].

Drosera intermedia Hayne: Im östl. Kp. zahlreich mit rotundifolia im Torfstich am Katzenbühl östlich Vorbach [15], fehlt in Schmidt und Mever Fl.

Tunica prolifera Scopoli: Lichtenstein, Ruine Giech bei Schefslitz, Pegnitz etc., ist überhaupt im Jura auf Personatensandstein, blätterigem Kalk und Dolomit verbreitet [15].

Vaccaria parviflora Moench: Haferäcker zwischen Grünsberg und Altdorf [1], Poppenreuth [17].

Silene dichotoma Ehrh: adv. Reckenberg an der Houbirg in Klee- feldern [1], auf dem Liasplateau zwischen Erlangen "und Atzelsberg |9].

Silene pendula L: adv. Forsthof zahlreich [15].

Silene noctiflora L: Wie anderwärts, so auch im nördlichen Jura auf den Plateaus mehrmals: Schirradorf, Zultenberg; alsdann in den Aeckern des schmalen Muschelkalkstreifens östlich Kreufsen oberhalb dem Dorfe Funkendorf zahlreich [15].

Silene Armeria L: adv. Schniegling [17].

Spergularia rubra Presl: Wie nicht anders zu erwarten, findet sich dieser Bewohner der dürftigsten Sandflächen, der aber z. B. zwischen Gibitzenhof und Lichtenhof und um den Dechsen- dorfer Weiher herum auch einem mit Moorerde gemengten Sande nicht aus dem Wege geht, auch in der Neumarkter Sandprovinz: auf den Sandfeldern zwischen dem Kanal und Buchberg |8]. Er tritt auch jenseits des Jura im östlichen Kp. sofort wieder auf: z. B. am Bahnhof Verbach, und findet sich auch auf getrockneter Moorerde am Torfstich hinterm Katzen- bühl [15].

Alsine verna Bartling: Velburg [2], zw. Waldkirchen und Thann 15], südl. Bachetsfeld |11. 13. 15], zw. Neunkirchen und Hohlenstein |13], Neuhaus gegen Krottensee [12. 15], zwischen Pegnitz und Willenberg [15]. :

Malva Alcea L: Oberhochstadt, Solar [14], Heimburg [2].

- Geranium pyrenaicum L: Stein [15]. Gerasmühle [18].

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Geranium sanguineum L: Zwischen der Bottelmühle und der Buch- hauptmühle bei Breitenbrunn [15], Abhang zur Kuchenmühle bei Wüstenstein [17].

Impatiens Noli tangere L: Auffallend war mir das Vorkommen auf dem rauhen Kulm fast an der höchsten Stelle beim hölzernen Aussichtsturm [15].

Staphylaea pinnata L: Eingebürgert an der Südseite des Mariahilf- bergs bei Neumarkt gegen Lähr [8].

Rhamnus cathartica L: Terasse bei Gölsweinstein [16.]

Cytisus nigricans L: Oststeilrand des Jura bei Bernricht auf Per- sonatensandstein [15], Poppenholz bei Waischenfeld, Mengers- dorf, ebenfalls im Dogger [17].

Cytisus sagittalis Koch: Laubenthal, Burgsalach, Raitenbuch [14], Riedenburg, zwischen da und Hemau [2], viel bei Oedberg, ober der Buchhauptmühle, Blödgarten, Gimpertshausen [15], bei Neumarkt an der Strasse zum Weilsmarterberg [2. 7. 8].

Lupinus luteus L: Kauerlach auf Rainen, von Gultur übergeblieben [14].

Lupinus angustifolius L: Gegen 50 Stück an einem Waldrande zwischen Erlangen und Bubenreuth, mehrere noch sehr schön blühend am 18. September 1893 [3].

Melilotus altissimus Thuillier: Zw. Heiligenstadt und Greifenstein [17].

Trifolium alpestre L: Kehler Berg bei Weissenburg [14].

Trifolium incarnatum L: Eltersdorf, nicht gebaut [14].

Trifolium resupinatum L: advenliv mit Tr. fragiferum:: Deutsch- herrnwiese und bei Schniegling [14].

Lotus uliginosus Schkuhr: Weiherhof bei Zirndorf [9].

Robinia Pseudacacia L: Waldspitze hinter Sankt Kunigunda gegen Kuhnhofen und auf einer sandigen Oedung bei Heuchling un- weit Lauf, Steinbruch bei Burgfarrnbach, an bezeichneten Orten eingebürgert [15].

Vieia dumetorum L: Kehler Berg bei Weissenburg [1#].

Vicia tenuifolia Roth Burgsalach [14].

Vicia pannonica Jacquin udventiv an der Schwabacher Strafse nächst dem Viehhof auf Schutt [12].

Ervum silvaticum Petermann hinter dem Magnusturm bei Kasendorf gegen die Linden am Weg nach Thurnau [15].

Lathyrus Nissolia L: ziemlich zahlreich auf Bucklandisandstein bei Atzelsberg [15. 9).

Pr Ti Tr A An an u OA un

EN

Lathyrus tuberosus L: zwischen Neumarkt, Stauf und Buchberg in Feldern nahe dem Kanal [2].

Lathyrus sativus L: in Feldern auf der Höhe des Muschelkalkzuges.

ober Prebitz und Funkendorf, wohl ein Überrest von vorher- gegangener Kultur [15].

Lathyrus odoratus L: gartenflüchlig. Forsthof [14].

Lathyrus niger Bernhardi: Burgsalach [14]. |

Rosa cinnamomea L. Hohenstein in der Ortschaft und besonders viel südlich von der Burgruine in nächster Nähe der mit Sempervivum soboliferum dick besetzten Felsen, demnach lag, wie nicht anders zu erwarten war, an diesem sonnigen Süd- abhang einst der Burggarten. An der Burg Winterstein, wo ebenfalls an den Burgfelsen Sempervivum soboliferum steht, mit einer kleinfrüchtigen Sorte Ribes rubrum herabziehend in Hecken auf das Thal zu. Veilbronn bei Streitberg. Im öst. Kp. nahe der Burgruine Frankenberg [15].

Rosa turbinata Ait. Öberhauenstein verwildert [15].

Rosa alba L: Spardorfer Höhe verwildert [5. 15).

Rosa vinodora Kerner verlassener Steinbruch bei Atzelsberg [15. 9], Gnadenberg [15].

Rosa graveolens Gren. Nagelberg bei Treuchtlingen [5].

Rubus subcaesius X candicans (teste Progel): Hohlweg bei Unter- rohrenstadt zwischen Gnadenberg und Deinschwang [15].

Rubus villicaulis Köhler: auch im Dolomit: Waldrand am Weg zur Krottenseer Höhle [15], eine sehr breitblättrige Form, das Endblatt an den sehr starken Schölslingen an der Basis herz- förmig: Steinbruch hinter dem Schmausenbuck [15].

Rubus bavaricus x villicaulis Utsch: Poppenholz bei Waischen- feld [17].

Rubus caesius x tomentosus (teste Progel): im Walde nahe dem Eingang zur Krottenseer Höhle [15].

Rubus Radula Wh. N: eine sehr robuste Form am grofsen Steinbruch hinter dem Schmausenbuck [15].

Rubus rudis Wh. N: Nordfufs der alten Veste [15].

Rubus hirtus Wh. N. var. borealis @. Braun: zw. Deinschwang und dem Grafenbucher Forst [15].

Rubus incultus Wirtgen: Abweg vom grolsen Steinbruch hinterm Schmausenbuck auf Mögeldorf zu [15].

DER. ed

Rubus saxatilis L: Laubenthal [14], Abhang der Muschelkalkhöhe ober Funkendorf [15].

Fragaria moschata Duchesne: an der Sippelmühle auf Dogger [15], Buchberg bei Neumarkt [2. 8].

Fragaria viridis Duchesne: Ramertshofermühle bei Amberg, Erlheim bei Sulzbach [15], ÖOttenberg bei Pilsach [8], zwischen Willen- berg und Pegnitz [15].

Potentilla recta L: Thurnau [15].

Potentilla arenaria Borkhausen: Hilpoltstein am Weg zur Silber- ecke [15].

Potentilla rubens Crantz, Zimmeter: zwischen der Labermühle und Waltersberg auf Dogger, Thann, Petersberg, zwischen Peters- berg und Gimpertshausen, Blödgarten, Frankelmühle [15].

Filipendula Ulmaria Maximowicz. a denudata Hayne: zw. Dieters- hofen und Hohenstein [15].

Epilobium parviflorum x adnatum Uechtritz: Stein [17].

Epilobium adnatum X hirsutum: zw. Stein und Gutsberg [17].

Epilobium obscurum Schreber: Neumarkt [7].

Circaea lutetiana L: Schlüpfelberg, Buchberg, Fufs des Mariahilf- berg [2. 8].

Circaea intermedia Ehrhart: Schlucht des rhät. Kp. bei Prethal- mühle [15].

Peplis Portula L: im östl. Kp. bei Knittelhof [15].

Citrullus colocynthis L: aus Samen aufgegangene, ziemlich weit entwickelte Pflänzchen in Steinbühl beohachtet [14]. Der Windapfel ist dahier ein beliebtes Volkshausmittel.

Herniaria glabra L: auf Diluvialsand um Neumarkt [2. 8], bei Krottensee auf Tertiärsand [15].

Sedum purpureum Link: im nördlichen Jura mehrmals [#4], am rech-

ten Mainufer zahlreich w. Döringstadt [15].

Sedum album L: auf der Stadtmauer von Neumarkt [8]. Sempervivum soboliferum Sims stand heuer in mehreren Exemplaren ıüühend auf den Felsen der Hilpoltsteiner Burg [15].

Ribes alpinum L: Zedersitz [15]. Astrantia major L: sehr häufig bei Oberhochstatt im Laubenthal., vereinzelt bei Kauerlach [14], Blödgarten [15], Pelchen-

hofen [7]. Pimpinella Anisum L: adventiv Forsthof, Hummelstein |1#). Abh. d, Naturh. Ges. X. Bd. 6

RI

Bupleurum falcatum L: viel im Lias um Wiesengiech [15].

Bupleurum longifoliam L: Kehler Berg und Oberhochstatt [14].

Libanotis montana Crantz: zwischen Waischenfeld und Nankendorf [17], Zedersitz [15].

Peucedanum Oreoselinum Mönch: Burgberg bei Erlangen [15], Egg- lofstein, Sparnagles, Waischenfeld [17].

Laserpitium latifolium L: Laubenthal [14], Gölsweinstein am Breiten- berg und an der Stralse nach Ebermannstadt [16], Abhang zur Kuchenmühle, Waischenfeld, Sparnagles [17], zwischen Zedersitz und Schirradorf [15]. |

Orlaya grandiflora Hoffmann: Höfling [|11. 13. 15], bei Jahrsdorf auf Lias [14], adventiv. Steinbühl [14. 15], Layh [14].

Caucalis daucoides L: Am Kalkbruch ober Bindlach [15].

Scandix Pecten Veneris L: Mariahilfberg bei Neumarkt [2].

Conium maculatum L: Gnadenberg [7], Wiesengiech [15].

Lonicera Periclymenum L: Atzelsberg gegen Marloffstein [15].

Asperula arvensis L: Mariahilfberg Südabhang [2].

. Asperula cynanchica L: Laubenthal, Oberhochstatt verbreitet [14], Mariahilfberg [2], Atzendorf [15].

Valerianella carinata Loiseleur: Sankt Jobst [14], wohl nur adventiv. :

Solidago canadensis L: verwrldert. Gnadenberg [7].

Pulicaria vulgaris Gärtner: Klein-Seebach, Gofsberg auf Schleif- hausen zu [3].

Xanthium strumarium L: adventiv. Gnadenberg [7].

Galinsogaea parviflora Cav: Fürth am Weg nach Stadelhof [9. 15].

Helichrysum arenarium DC: Im Dolomitrayon: Sperbes bei Plech, nahe ober Plech auf reinem mit keinem Sande bedeckten Dolomit- felsen an der Landstrafse, zwischen Willenberg und Lüglas, auf dem Plateau zwischen Burglesau und Gräfenhäusling [15].

Anthemis Cotula L: Schwimmbach bei Stauf, Karm [14].

Tanacetum Parthenium Schultz bipontinus: Ist auf der gepflasterten Stadtgrabenböschung am Marienthor zahlreich aufgetreten [15].

Arnica montana L: Auf tertiärer Plateauüberdeckung im Walde zwischen Fichtelbrunn und Truisdorf mit Calluna, Vaceinium Myrtillus, Genista germanica und tinetoria und Sarothamnus scoparius [11. 13. 15]; zahlreich im östlichen Kp. bei Aicha, Vorbach, Voita, Frankenberg bis zum rauhen Kulm [15].

BE

Senecio Fuchsii Gmelin: Kehler Berg bei Weissenburg [14], Winn- berg bei Neumarkt [7. 8], Quackenschlols, Kuchenmühle, Wüstenstein, Sparnagles, zwischen Waischenfeld und Nanken- dorf, Fernreuth, zwischen Hollfeld und Kainach [17], zwischen Sanspareil und Zedersitz, zwischen da und Schirradorf, Magnusturm bei Kasendorf und hinter diesem gegen die Linde auf Thurnau zu [15].

Cirsium eriophorum Scopoli: Zwischen Waltersberg und der Laber- mühle auf Personatensandstein [15], Waischenfeld, Zeubach [17], dann auf der Bindlacher und Benker Muschelkalkhöhe [15].

Cirsium acaule Allioni: Im Veldensteiner Forst auf cretacischem Sandstein, auf Keuper bei Kreussen in der hohen Wart und gegen Schnabelwaid, auf dem Muschelkalkstreifen ober Funken- dorf und Prebitz, im östl. Keuper bei Prebitz und Vorbach, auf der Bindlacher und Benker Muschelkalkhöhe [15].

Cirsium acaule < lanceolatum: Ein Stück auf dem Bindlacher Berg in Gesellschaft der beiden Stammeltern [15].

Cirsium acaule X oleraceum: Vereinzelt im Laubenthal bei Burg- salach [14].

Cirsium lanceolatum X oleraceum: Karm [14], Zerzabelshof [17].

Carduus crispus L. begleitet die Rednitz: zwischen Gerasmühle und Neuwerk [15], bei Stein [14], Fernabrück, unter der Bahn- brücke bei Stadelhof, zwischen Fürth und Stadeln [15], Er- langen gegenüber der Universitäts-Badeanstalt, zwischen Reg- nitz und Kanal bei Möhrendorf [3]. Noch verbreiteter ist er im obern Mainthal und geht hier in den Seitenthälern bis an den Nordsteilrand des Jura: Wiesengiech, Schelslitz, Burg- lesau, Weismain, Krötennest bei Buchau, Thurnau; im Main- thal selbst verbreitet z. B. Ebring, von Staffelstein gegen Unnersdorf [15].

Carduus defloratus x nutans: Zwischen Pegnitz und Pottenstein [17].

Lappa nemorosa Körnike: Kehler Berg bei Weissenburg [14].

Centaurea pseudophrygia C. A. Meyer: im Jungholz bei Hollfeld [17].

Arnoseris minima Link: Längs des östlichen Keupers: Höflas gegen Voita und Vorbach, Hutschdorf bei Thurnau [15], in Schmidt und Meyer nicht angegeben.

Helminthia echioides Gärtner: advenliv. Beilngries [2].

Tragopogon orientalis L: Im Süden und Südosten des Gebietes ver-

6*

breitet. Weissenburg [5], Ellingen, Niederhofen verbreitet [1#], um Riedenburg [15], zwischen Beratzhausen und Hemau [2], von Amberg westwärts bis Illschwang vordringend [11].

Scorzonera humilis L: Am Falznerweiher wieder aufgefunden [11].

Hypochoeris glabra L: Im östlichen Keuper: Felder um Vorbach, zwischen da und Losau, zwischen Losau und Voita; ferners n. von Bayreuth am Fichtelhof bei Neudrosenfeld [15], in Schmidt und Meyer nicht angegeben.

Achyrophorus maculatus Scopoli: Jungholz bei Hollfeld [17].

Taraxacum officinale Weber d laevigatum DC: Zwischen der Laber- mühle und Waltersberg im Doggerthal [15].

Prenanthes purpurea L: Buchberg bei Neumarkt [8], Püttlachthal ober Pottenstein [13. 15. 17], Bettelfrau bei Trockau, Poppen- holz, Waischenfeld [17], Fufs der Ruine Giech [15].

Lactuca virosa L: verwildert in den Gebüschen am Erlanger bota- nischen Garten [15].

Crepis foetida L: In gröfster Menge auf dem Bindlacher Berg auf Muschelkalk [15], in Schmidt und Meyer nicht aufgeführt.

Hieracium silvestre Tausch boreale Fries: Muschelkalkklinge ober Funkendorf [15).

Jasione montana L: Bei Lüglas gegen die Poststralse auf. Tertiär- sand [15]. :

Campanula glomerata L: Burgsalach, Laubenthal, Kauerlach [14], jenseits der Deininger Bahnbrücke [15], Wolfstein [2], Atzels- berger Liasplateau [9. 15], Steinensittenbach, Schermshöhe bei Hormersdorf, Plech, zwischen Weidensees und Bronn, zw. Zedersitz und Schirradorf und gegen Atzendorf [15].

Speeularia hybrida Alph. DC. Burgsalach und ober Niederhofen in Feldern [14].

Vaccinium uliginosum L: Mehrmals am Fufse des Buchbergs bei Neumarkt [2], Doggersumpf bei Tauernfeld [8], viel am Schlüssellestein [15]; im östl. Keuper hinterm Tunell am Katzen- bühl bei Vorbach bis zum Torfstich in gröfster Menge. [15].

Vaccinium Oxyococcos L: Doggersumpf bei Tauernfeld [8], dann eben- falls im Wald zwischen dem Torfstich und dem Katzenbühl bei Vorbach [15].

Erica carnea L: Auch bei Ursula-Poppenricht s. Hahnbach [10].

Pirola chlorantha Swartz: Zwischen Neumarkt und Buchberg [2. 8],

vom Bad gegen Höhenberg, Postbauer am Weg von Neumarkt her [8], zwischen Neuöd und Höfling, zwischen Fichtelbrunn und Bachetsfeld, Kastenholz bei Schönlind [11. 13. 15], zw. Hilpoltstein und Wildenfels [15].

Pirola rotundifolia L: Burgsalach [14], Kosbrunn [15].

Vincetoxicum officinale Mönch, die oberwärts windende Form mit schmäleren Blättern = V. laxum Gren. Godr. Fl. fr. Alten- burg bei Bamberg [9]. |

Gentiana cruciata L: Beilngries, Helfenberg [2], Laubenthal [14], Krottensee [15], Wüstenstein, zwischen Hollfeld und Kainach [17], zwischen Burglesau und Gräfenhäusling [15].

- Erythraea pulchella Fries: Buchberg bei Neumarkt in Aeckern [7],

Büchenbach bei Erlangen [4. 9].

Polemonium coeruleum L: Braunmühle an der Sulz [2].

Cuseuta Epilinum Weihe: Hausheim [2].

Asperugo procumbens L: Höhle östlich Velburg [2], zwischen Zeder- sitz und Schirradorf im Kainachthal unter überhängenden Felsen [15]: adv. Skt. Jobst [15], Schniegling, Muggenhof, Hummelstein [1#].

Lappula Myosotis Mönch: adv. Gentralwerkstätten, Schniegling [1#].

Cynoglossum officinale L: Bindlacher Berg am Muschelkalkstein- bruch [15].

Anchusa arvensis MB. Lycopsis arvensis L: Zeigt nahe ober dem Bahnhof Neunkirchen bei Fichtenhof sofort das Auftreten tertiärer Sandüberdeckung an [15].

Symphytum tukerosum L: Kehler Berg und Laubenthal [14], Blöd- garten bei Gimpertshausen [15].

Lithospermum purpureo-coeruleum L: udventiv : Schniegling [9].

Solanum Lycopersicum L: adventiv: Schniegling [14], zahlreich bei Ziegelstein am Fahrweg nach Marienberg [15].

Physalis Alkekengi L: Altes Schlofs bei Alfalter [17], Burggailen- reuth [16].

Atropa Belladonna L: Grassahof, Grofswiesen [2], viel am Ottenberg [8], Ilschwang [13, 15], Ratsberger Wildnis [15].

Verbascum Lychnitis x Thapsus: Centralfriedhof [14].

Linaria arvensis Desf: Fuchsberg [2], zwischen Leyh und Fürth [17], zwischen Lichtenhof und Gibitzenhof [15], Erlenstegen [17], Büchenbach [9], Kosbach, Baiersdorf gegen Thurn [3], im

Te

östl. Kp. Bahnhof Vorbach [15], in Schmidt und Mever nicht aufgeführt.

Limosella aquatica L: Kleinseebach [17].

Veronica longifolia y media K. S: Am Pegnitzfluls unter der Hefenfabrik bei Muggenhof [14], wohl nur garlenflüchtig.

Veronica serpyllifolia L. Form: V. negleeta Schmidt: unter der Ruine Stauf bei Thalmässing, im Walde [1#].

Veronica praecox All: Burgsalach [14].

Melampyrum cristatum L: Beobachtet im Kp. und Lias: bei Ebers- bach an der Strafse nach Marlofistein [3], am Weg von Effel- terich nach Boxdorf sehr zahlreich [17], bei Kerschbach an der Stralse nach Golsberg [3]. |

Melampyrum silvaticum L: Rappersberg bei Schönfeld [17], am Fuls des rauhen Kulm zahlreich im Walde soweit der Keuperboden hinaufgeht, auf dem eigentlichen Eruptivkegel, auf dem Basalt nicht mehr beobachtet [15]. |

Alectorolophus serotinus @. Beck v. Mannagetta. Fistularia serotina Wettstein. Rhinantus angustifolius Celak: Dolomit s. Hormers- dorf, Wildenfels, Hilpoltstein am Weg zur Silberecke, Bronn [15], Abhang bei der Kuchenmühle, Sparnagles, Waischenfeld [17], zwischen Zedersitz und Schirradorf [15]. Bei Kauerlach [14] bisher erste Konstatierung aulserhalb des Dolomit.

Lathraea Squamaria L: Sippelmühle zur Kreismühle auf Opalinus- thon, Doggelesgraben bei der Prethalmühle im rhät. Kp. [15].

Nepeta Cataria L: Alte Schmiede bei Riegelstein; im östl. Kp. an der Ruine Frankenberg, Bindlach [15].

Melittis Melissophyllum L: Auerberg [14].

Lamium purpureum L. flore albo: nahe dem Kanalhafen zu Nürn- berg [14].

Galeopsis angustifolia Ehrhart. Niederhofen bei Weissenburg [14], im Dolomit um Streitberg häufig, auch flor albo [15], Bind- lacher Muschelkalkberg [15], adventiv im Jobster Bahnhof auf Kalksteinen der Zufuhrstrafsen [15], Forsthof [14].

Stachis annua L: Verbreitet auf den Juraplateaus, wie bekannt, tritt auf der Muschelkalkhöhe ober Röhrig und Bindlach in Masse auf [15].

Stachys recta L: im nördlichen Jura häufig: im Leinleiterthal von Gasseldorf bis zur Heroldsmühle, Zedersitz, Schirradorf [15].

L)

Leonurus Cardiaca L: Nur in Dörfern u. a. Parsberg [2], Lavh [15], Muggenhof [9], Ratsberg [15], Göflsweinstein [16]; im östl. Kp. Vorbach, Frankenberg [15].

Brunella grandiflora Jacquin: Laubenthal bei Weissenburg [14]; im nördl. Jura häufiger: Wodendorf [15], Jungholz und Kainach bei Hollfeld [17], zwischen Zedersitz und Schirradorf, zwischen Burglesau und Gräfenhäusling [15].

Teucrium Scorodonia L: Schreitet längs der Regensburger Bahn- linie von Feucht gegen Dutzendteich weiter vor [14].

Teucrium montanum L: Spitzberg bei Parsberg |2].

Pinguicula vulgaris L: Deining ober der Mühle [7], bei Labermühle in grölster Menge, zwischen der Kreismühle und Thann [15].*)

Utricularia minor L: Im östl. Kp. Torfstich hinterm Katzenbühl bei Vorbach [15]. =

Globularia vulgaris L: Vellburg [2], Grofsengsee, Velden, Pottenstein auf Haslach zu [17].

Anagallis coerulea Schreb: Zwischen Deining und Waltersberg [7], Beilngries [2]. Auf dem Bindlacher Muschelkalkberg in Menge ober Röhrig [15].

Atriplex hortense L: Im östl. Kp. zahlreich verwrldert an der Ruine Frankenberg [15].

Atriplex roseum L: adventiv. Nächst der Weissenau [14].

*) Ich möchte hiebei auf einen Satzfehler aufmerksam machen, welcher zu meinem Bedauern iu Gg. Wörleins Flora der Münchener Thal- ebene 1893 sich eingeschlichen hat. Der jedenfalls interessante Fund am Westrande der Wolfseewiesen zwischen Schweigwall und Adelsreit ober- halb Wolfratshausen, eine Pinguicula mit halb weilser, halb violetter Corolla, die der Länge des Spornes halber zur vulgaris zu rechnen ist, stellt vielleicht doch eine Kreuzung zwischen beiden dortselbst häufigen Arten vulgaris und alpina dar. Wörlein führt die Form pg. 126 Zeile 31 als »f. variegata A. Schwarz« auf, bringt sie aber durch ein Versehen unter Nr. 778 Utrieularia vulgaris statt unter Nr. 776 Pinguieula vulgaris. Da der Verfasser, mein Freund Wörlein, zur Zeit schwer erkrankt, eine Berichtigung nicht selbst bringen kann, thue ich es hiemit. Dals es sich nur um einen Druck- resp. Satzfehler handelt, erhellt doch wohl schon aus dem Texte selbst, bei der farbenconstanten gelben Utrieularia vul- garis ist wohl eine forma variegata mit weils und violett gescheckter Corolla undenkbar.

Atriplex laciniatum L: adventiv. Muggenhof [14].

Polygonum Bistorta L: Zw. Forchheim und Freistadt, Ohhausen [2], unter der Labermühle, Wiesen zwischen Pommelsbrunn und Hartmannshof und zwischen da und Weigendorf [15].

Daphne Mezereum L: Fast weilsblühend: Brucker Lache [9].

Thesium pratense Ehrhart: Zahlreich zwischen Erlheim und Grofsen- fals bei Sulzbach [15].

Aristolochia Clematitis L: Neumarkt [2. 8].

Tithymalus verrucosus Scopoli : Kehlerberg, Niederhofen, Burgsalach, [14], zwischen Schöndorf und der Hauptstrasse nach Dass- wang [15].

Tithymalus exiguus Mönch: Verbreitet auf allen Juraplateaus, findet es sich wieder auf dem Muschelkalkzug ober Bindlach und Ekershof, ebenso östl. Kreussen auf dem Mühlhügel ober Funkendorf und Prebitz [15].

Mercurialis perennis L: Auf rhät. Kp. im Teufelsgraben, im Doggeles- graben, an der Prethalmühle und am neuen Felsenkeller bei Altdorf auf Bucklandisandstein [15].

Parietaria officinalis L: Burgthann [9].

Hlodea canadensis Richard u. Michaux: Tümpel nahe der Rednitz an der Bahnbrücke bei Stein [14], Regnitzaltwasser unter der Bahnbrücke bei Stadelhof [9. 15].

Potamogeton gramineus L. Y Zizii Cham. e. Schldl: Auch im grolsen Dummetsweiher bei Kosbach [3].

Orchis purpurea Hudson: Auerberg [14].

Epipactis palustris Crantz: Kohlenbrunnermühle [2], am Ostabhang des Muschelkalkhügels ober Funkendorf [15].

Coralliorrhiza innata R. Br: Illschwang [15].

Leucoium vernum L: Prethalmühle und Mündung des Teufelsgrabens [15], Lind [9].

Lilium Martagon L: Unter Prackenfels auf rhät. Kp. [15].

Ornithogalum umbellatum L: Neumarkt [2].

Muscari comosum Miller: Gerasmühle [1].

Juncus alpinus Villars: Schlegelberg bei Waischenfeld [17].

Juncus sgarrosus L: im östl. Kp. zw. Vorbach ‘und dem Tunnel [15].

Rhynchospora alba Vahl: In kolossaler Menge im Torfstich und im Walde gegen den Katzenbühl bei Vorbach [15], in Schmidt und Meyer nicht aufgeführt.

Scirpus setaceus L: Zwischen Funkendorf und Knittelhof [15].

Eriophorum polystachyum L: Sumpfige Stellen auf Ornatenthon unter

der geringen Kalkinsel bei Bernricht jenseits der Eschenfelden-

Sulzbacher Verwerfungsspalte mit Polygala amara, Equisetum

palustre, Carex intermedia bei 587 Meter Höhe wohl das

höchstgelegene Vorkommen eines Eriophorum im ganzen Ge-

biet [15].

Carex pulicaris L: Burgstallberg bei Obernsees [17].

Carex paniculata L: Auerberg [14].

Carex paradoxa Willd: Auerberg [14].

Carex distans L: Auerberg [14], Kunreut [17].

Andropogon Ischaemon L: «udventiv. Schniegling [17].

Panicum capillare L: adventiv. Forsthof [14].

Setaria verticillata L: adven!. Am Brückenbau bei Skt. Johannis [14].

Alopecurus fulvus Smith: Bei Fichtenhof nahe dem Bahnhof Neun- kirchen zeigt dieses Vorkommen an einem kleinen Tümpel in rings mit Dolomitfelsen umgürteter Landschaft das Vor- kommen tertiären Lehmes an [15].

Phleum asperum Villars: adventiv. Forsthof [14].

Sesleria calcarea Opiz = S$. varia Wettstein: Zwischen Velden und Neuhaus, Hilpoltstein, Kühlenfels [17], zwischen der Mühle und Zedersitz, zwischen Schirradorf und Atzendorf [15].

Melica uniflora Retzius: Erlanger Stadtwald gegen Atzelsherg, Rats- berger Wildnis; Banz [15].

Poa nemoralis L. ß firmula Gaud: Silberecke bei Hilpolstein [15].

Glyceria plicata Fries: Scheint an den quellreichen Abhängen der Muschelkalkzüge verbreitet zu sein: am Fufls des Mühl- hügels bei Prebitz, am Bindlacher Berg bei Eckershof und Röhrig [15], fehlt in Schmidt und Meyer.

Festuca silvatica Villars: Buch bei Hersbruck [17].

Bromus arvensis L: Solar [14].

Bromus erectus Hudson: An der Bahn bei Station Deining [15], Buch bei Hersbruck [17].

Bromus inermis Leysser: Zwischen Hersbruck und Hohenstadt [17].

Triticum repens L. caesium Presl. Schoppershof [4, 15], Er- langen am Weg zum Welsgarten [15].

Lolium remotum Schrank 0. linicola Sonder: Im östl. Kp. Leinfeld bei Vorbach gegen Frankenberg zu [15].

SEN a

Taxus baccata L: Bei Gölsweinstein auch am Breitenberg [16].

Eguisetum maximum Link: Zwischen Labermühle und Waltersberg

im zweiten Wasserhorizont auf Opalinusthon [15].

Lycopodium Selago L: Sehr zahlreich und mit Brutknospen im östl. Kp. am Katzenbühl bei Vorbach gegen den Torfstich [15].

Lycopodium annotinum L: Am Weg von der Wappersdorfer Halt- stelle nach der Aumühle [2].

Lycopodium complanatum L: Auf Personatensandstein zwischen Ober- reinbach und Bernricht und zahlreich am Oststeilrand zw. Bernricht und Gassenhof, an letzterem Orte zahlreich auch die susp. Chamaecyparissus A. Br. [15].

Pilularia globulifera L: An zwei Stellen im unteren Bischoffsweiher selbst [6].

Polypodium vulgare L. © angustum Hausm. Heinrichsbürg [8].

Phegopteris polypodioides Fee: Tvrolsberg, Loderbach [8], im Dog- gelesgraben auf rh. Kp. [15].

Phegopteris Dryopteris Fee: Im Doggelesgraben auf rh. Kp.: auf der Muschelkalkhöhe ober Prebitz am Mühlhügel nicht an Felsen sondern auf fast ebenem Waldboden, auf dem rauhen

: Kulm zwischen den Basaltbrocken hervorwachsend [15].

Aspidium Lonchitis Swartz: Hochberg bei Mittelburg [12].

Polystichum Thelypteris Roth: Brucker Lache [6].

Asplenium Trichomanes L. © Harovii Milde: Houbirg, Rupprechts- stegen, Ehrenbürg, im Kühlenfelser und Püttlachthal bei Pottenstein sehr häufig [#]. |

Asplenium viride Huds: Kastenholz bei Schönlind [11], zwischen Neunkirchen und Hohlenstein [15].

Asplenium Ruta muraria L. y pseudo-nigrum Heufl: Gansgraben bei Velden [#].

Blechnum Spicant Withering: Buchberg bei Neumarkt [8], sehr schön und zahlreich am Nordabhang des Kutschenrain auf Personatensandstein [15].

Beiträge

zur

Be: _ Kenntnis der Laubmoosflora des nördlichen fränkischen on Jura und der anstofsenden Keuperformation. =

a A , : k 7

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-;.

Von J. S. Kaulfuss.

Testützt auf meine seit mehreren Jahren gepflogenen Beob- achtungen der Laubmoose, bin ich in der glücklichen Lage, eine reiche Anzahl derselben im nordfränkischen Gebiete gesammelt zu haben und möge es mir vergönnt sein, dieselben an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Spätere etwaige Neufunde werde ich in den jeweiligen Jahres- berichten der naturhistorischen Gesellschaft bekannt geben.

Eine Beschreibung der geognostischen Verhältnisse glaube ich hier weglassen zu können, indem ich diesbezüglich auf die vor- zügliche Arbeit des Herrn Stabsveterinär Schwarz (Jahresb. der naturhist. Gesellschaft Nürnberg 1892) hinweise. Die meinerseits acceptierte Einteilung der Moose geschah möglichst nach Limpricht »Laumoose« in Rabenharst’s Deutschlands Kryptogamen- flora. Leider ist dieses Werk noch nicht vollständig beendet, dadurch ist es mir nur möglich geworden, vorerst die Acrocarpeen, Cleistocarpeen und die Ordnung der Archidiacaee nach diesem Sy- stem einzureihen, während ich bei den Sphagneen die Arbeiten von Warnstorf und bei den Pleurocarpeen das System von Schimper‘ in Anwendung bringen mulste. Zum Schlusse spreche ich noch an dieser Stelle Herrn Warnstorf in Neuruppin, der in bekannter Liebenswürdigkeit die Durchsicht meiner Sphagneen übernahm, meinen ergebensten Dank aus.

Abkürzungen:

K = Keuper. 3 —Jura. f- forma:

I. Ordnung: Sphagneae. I. Sphagna cymbifolia.

1. Sphagnum cymbifolium Ehrh. Im K. gemein und nicht selten cfr! Im J. in den Doggersümpfen an der Heidmühle bei Pegnitz.

f. pallescens Warnst. Im K. auf nassen Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthal bei Gsteinach und in den Mooren um Dutzendteich, Zerzabelshof, Valznerweiher, Gibitzenhof, Wendel- stein, Maiach und Zirndorf.

f. fuscescens Warnst. Im K. um Dutzendteich, am Heid- brunnen bei Heroldsberg und in einem Waldsumpfe hinter der Grütz. Im J. in den Doggersümpfen bei Wolfslohe.

f, glaucesceens Warnst. Im K. um den Dutzendteich, am Heidbrunnen, Schwarzachthal bei Gsteinach, Brucker Lache bei Erlangen, Michelau a. M. Im J. in den Doggersümpfen um Pegnitz und Kloster Langheim.

2. Sphagnum medium Limpr. Im K. um Gibitzenhof, Schmausen- buck, Schwarzachthal. Im J. auf. Dogger bei der Heidmühle und bei Kloster Langheim.

Var. purpurascens Warnst. Im K. um den Dutzendteich, am Heidbrunnen, Schwarzachthal bei Gsteinach. Im J.in den Doggersümpfen um Pegnitz.

Var. roseum Röll. Im K. hinter Gibitzenhof, Lichtenhof, Schmausenbuck, Dutzendteich, Schwarzachthal bei Gsteinach, am Krappenberg bei Michelau a. M. Im J. im Dogger bei der Heidmühle und Kloster Langheim.

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10.

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Var. versicoloer Warnst. Im K. um den Dutzendteich, bei Laufamholz, Lichtenhof und im Schwarzachthale bei Gsteinach. Im J. auf Dogger an der Heidmühle.

Var. viride Warnst. Im K. um den Dutzendteich, Kornburg und Wendelstein.

. Sphagnum papillosum Lindberg. Im J. in den Doggersümpfen

bei der Heidmühle.

2. Sphagna acutifolia. 5

. Sphagnum fimbriatum Wils. Im K. um den Dutzendteich und

auf nassem Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthale bei Gsteinach.

Var. robustum Braithw. Im K. in tiefen Mooren hinter dem Dutzendteich.

Var. tenue.Grav. Im K. hinter dem Dutzendteich.

Var. pallescens R. forma tenue Warnst. Im K. an nassen Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthale bei Gsteinach.

. Sphagnum Girgensohnii Rus. Im K. am Schmausenbuck.

Zuegelstein, hinter dem Schafhof bei Nürnberg, am Ebneter Berg bei Hochstadt a. M., Michelau a. M., Limmersdorf. Im J. in den Doggersümpfen bei der Heidmühle, Ströfsendorf und Kloster Langheim.

. Sphagnum Russowii Warnst. Im K. efr! in Moorgräben im

Walde hinter Schafhof bei Nürnberg.

Var. rhodochroum Russ. Im K. bei den Ziegelsteiner Felsen- kellern und beim Heidbrunnen.

Var. Girgensohnioides Russ. Im K. cfr. hinter Schafhof bei Nürnberg, Schmausenbuck und bei Trieb nächst Lichtenfels.

. Sphagnum fuscum Schmpr. Im J. strl. auf den Doggersümpfen

an der Heidmühle.

. Sphagnum tenellum v. Klinggr. var, rubellum Wils. Bis jetzt

nur in den Doggersümpfen bei der Heidmühle.

. Sphagnum Warnstorfii Russ. In den Doggersümpfen bei der

Heidmühle.

Sphagnum quinquefarium Braithw. var. viride Warnst. Im K.

an nassen Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthale bei Gsteinach. Var. roseum Jur. Ebenda und häufig cefr.!

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Sphagnum acutifolium Russ. et Warnst.

Var. viride Warnst. Im K. cfr! in Waldsümpfen hinter Gibitzenhof.

Var. rubrum. Brid. Im K. sehr häufig und meist efr! z.B.

um Gibitzenhof, Lichtenhof, Schmausenbuck, am Heid-

brunnen, Zirndorf, Wendelstein, Schwarzachthal bei Gsteinach, Bruck bei Erlangen, Michelau a. M., Limmersdorf. Im J. auf Dogger um Pegnitz, Schlofs Banz und Kloster Langheim.

Var. versicolor. Warnst. Im K. am Heidbrunnen, Lichtenhof und bei Maiach.

3. Sphagna rigida.

Sphagnum compactum DC. var. squarrosulum Russ. ImK. cfr. im Walde bei Wendelstein, Zollhaus, Dutzendteich, Valzner- weiher, Schmausenbuck, Bruck bei Erlangen, Michelau a. M., Limmersdorf. Im J. auf Dogger in feuchten Wäldern und Siümpfen um Pegnitz, Ströfsendorf, Schlofs Banz und Kloster Langheim.

Var. subsquarrosum Warnst. Im K. cfr. am Schmausenbuck,

um Lichtenhof, Maiach, Gerasmühle und Wendelstein.

Var. imbricatum Warnst. ImK&K. efr. auf Moorboden an der Bahn bei Dutzendteich und sehr schön auf der Heide bei Gibitzenhof.

4. Sphagna subsecunda.

Sphagnum subsecundum Nees. Im K. cfr. auf der Gibitzen- höfer Heide und hinter Dutzendteich, ebenso am Heidbrunnen bei Heroldsberg, beim Valznerweiher und am Schmausenbuck steril. Im J. in den Doggersümpfen an der Heidmühle bei Pegnitz.

Sphagnum rufescens Br. germ. Im K. cfr! in Sümpfen am Dutzendteich; steril am Heidbrunnen, um Gibitzenhof, Lichten- hof, Valznerweiher, Michelau a. M.

Var. virescens Warnst. Im K. steril in Waldtümpeln am Schmausenbuck, Valznerweiher, Lichtenhof, Maiach, Michelau a. M. Im J. in den Doggersümpfen bei der Heidmühle.

Var. obesum Wils. Im K. in. einem Waldbache hinter Behringersdorf. Im J. in den Dogsgersümpfen bei Pegnitz.

ZEIG A

5. Sphagna squarrosa.

15. Sphagnum squarrosum Pers. Im K. cfr. am Schmausenbuck

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21.

in Waldsümpfen, Dutzendteich, am Heidbrunnen, Gibitzenhof und bei Michelau a.M. Im J. in den Doggersümpfen bei der Heidmühle und Kloster Langheim. j

Var. spectabile Russ. Im K. cfr. und sehr schön in Wald- sümpfen unter der Grütz und beim Pulvermagazin nächst Prunn.

6. Sphagna cuspidata.

Sphagnum cuspidatum Russ. et Warnst. ImK. cfr. und häufig in Waldgräben und tiefen Sümpfen, z. B. sehr schön und über 40 cm lang in den Sümpfen längs der Bahn bei Dutzendteich, ebenso bei Kalchreuth. Im J. in den Doggersümpfen um Pegnitz.

Var. falcatum Russ. Im K. cfr. bei Dutzendteich.

Var. submersum Schmpr. Im K. steril in Moorgräben bei Wendelstein und Dutzendteich.

Übergangsform zu plumosum Br. germ. Sehr schön im K.

in Moorgräben im Walde zwischen Wendelstein und der Kanal- brücke.

Sphagnum Dusenii Russ. et Warnst. Im K. unter Wasser in

den hinteren Weihern um Dutzendteich.

Sphagnum recurvum Russ. et Warnst. var. mucronatum Russ.

Im K. sehr häufig und meist cefr., z. B. um Dutzendteich,

Valznerweiher, bei den Ziegelsteiner Felsenkellern, Wendel-

stein, Schwarzachthal bei Gsteinach, Michelau a.M. Im J.

in den Doggersümpfen bei Wolfslohe und bei der Heidmühle. Var. amblyphyllum Russ. Im K. sehr schön im Schwarzach-

thal und hinter Lichtenhof.

Sphagnum obtusum Warnst:. Im K. steril in den hinteren

Weihern am Dutzendteich.

Sphagnum molluscum Bruch. Im J. spärlich in den Dogger-

sümpfen bei der Heidmühle.

Il. Ordnung: Archidiaceae. Archidium alternifolium Schmp. Im K. sehr selten, aber efr. im sandigen Sumpfe an der Bahn bei Vach und auf einem sandigen, feuchten Waldwege auf der Höhe vor Kalchreuth.

Abh. d. Naturh. Ges. X. Bd, 7

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III. Ordnung: Bryineae. Trib. 1. Cleistocarpae.

I. Fam. Ephemeraceae.

Ephemerum serratum Hampe. Im K. auf einem Maulwurfs- hügel bei den Dambacher Weihern nächst Fürth und am Weiher bei Nafsanger nächst Michelau a.M.

2. Fam. Phascaceae. Acaulon muticum C. Nüller. Im K. auf Zanclodonletten bei Kalchreuth spärlich, häufiger bei Limmersdorf bei Thurnau. Phascum cuspidatum Schreber. ImK. und J. auf Neubrüchen aller Art nicht selten. Mildeella bryoides Dicks. Bis jetzt nur auf Kalk im J. ober- halb Vierzehnheiligen beobachtet. Astomum crispum Hampe. Im K. an der Rednitz bei Dam- bach bei Fürth, Gerasmühle, auf den Auswürfen von Wald- gräben hinter dem Spitalhof, bei Dutzendteich, Ziegelstein, Heroldsberg, Michelau a.M., Thurnau, Limmersdorf. Im J. auf Ornathenthon am Lichtenstein bei Pommelsbrunn.

3. Fam. Bruchiaceae.

Pleuridium nitidum Rbh. Im K. auf Grabenauswürfen hinter Dutzendteich und sehr schön auf Teichschlamm in den Weihern bei Dambach nächst Fürth. Pleuridium alternifolium Rbh. Im K. sehr schön auf einem’ Waldwege bei Kalchreuth und auf Waldwegen am Krappen- berg bei Michelau a. M.; steht an beiden genannten Orten auf Zanclodonletten.

Pleuridium subulatum Rbh. Im K. auf moorigen Grabenaus- würfen bei Tennenlohe, Dutzendteich, hinter dem Schafhof bei Nürnberg, am Schmausenbuck auf verwitterten Burgsand- steinfelsen, auf nassen Waldwegen um Dambach, Heroldsberg, Thurnau und auf Zanelodonletten am Krappenberg bei Michel- au a.M. Im .J. auf Dogger bei Ützing hinter dem Staffelberg, Schlofs Banz, Neustädtlein a. Forst, Obernsees und Cortigast. Auf weifsem Jura im Gansbachthal bei Velden, Kleetzhöfe bei Limmersdorf und sehr schön und massenhaft am Staffelbereg.

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Trieb. II. Stegocarpae. Subtrib. 1. Acrocarpae. 4. Fam. Weisiaceae.

Hymenostomum mierostomum R. Brown. Im K. am Kanaldamm bei Wendelstein, Tennenlohe, Kalchreuth, Vach, Zirndorf,

Michelau a. M., Limmersdorf. Im Dogger bei Obernsees, Moritzberg und am Cortigast. Auf weilsem Jura bei den Kleetzhöfen nächst Limmersdorf und oberhalb Vierzehn- heiligen.

Hymenostomum tortile Br. ee Im J. bis jetzt nur auf Dolomit beobachtet im Ankathal bei Rupprechtsstegen und im Kühlen- felser- und Püttlach-Thal bei Pottenstein, aber überall steril. Gymnostomum rupestre Schleich. Im J. steril auf Dolomit im Kühlenfelser Thal, oberes Püttlachthal, Weidmannsgeseeser Schlucht, Riesenburg und im Klein-Ziegenfelder Thal bei Weismain. Gymnostomum calcareum Br. germ. Im J. nur auf Dolomit: : cfr. im oberen Püttlachthale, Kühlenfelser- und Klein-Ziegen- felder Thal. Steril bei Velden, Hartenstein, Weidmanns- geseeser Schlucht, Ruine Neudeck und Krögelstein. Gymnostomum curvirostre Hedw. Im J. cfr. auf Dolomit im Kühlenfelser Thal und der Weidmannsgeseeser Schlucht. Steril im oberen Püttlachthale, an der Riesenburg, Krögelstein und Klein-Ziegenfelder Thal. Weisia viridula Hedw. Im K. cfr. um Maiach, Röthenbach bei Lauf, Mögeldorf, Tennenlohe, Michelau a.M., Lichtenfels, Ebensfeld, Thurnau, am Ebneter Berg bei Hochstadt a.M. Im J. auf Dogger am Staffelberg, Klosterlangheim, Schlofs Banz, Cortigast, am Hansgörgel bei Hersbruck, Moritzberg. Auf weilsem Jura bei Hollfeld, am Marrnstein bei Obernsees, im Buch bei Hersbruck, auf Dolomit an der Riesenburg und bei Sanspareil. Dicranoweisia cirrata Lindberg. Im J. auf einem alten Bretter- dach zu Krögelstein. Eucladium verticillatum Br. ee Im J. steril auf Tuff bei Kasendorf. Auf Dolomit in der Weidmannsgeseeser Schlucht, Kühlenfelser Thal und bei Rabenstein.

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5, Fam. Rhabdoweisiaceae,

Rhabdoweisia fugax Br. ee ImK&K. cfr. auf Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthal und häufig in den Schluchten von Limmers- dorf bis Neustädtlein am Forst. | Cynodontium polycarpum Schmp. Im K. cfr. auf Burgsand- steinfelsen im Schwarzachthale kei Gsteinach und sparsam am Schmausenbuck, ebenso im Wolfsgraben bei der Carolinen- höhe nächst Lichtenfels.

Dichodontium pellucidum Schmp. Im K. cfr. im Schwarzach- thal bei Gsteinach, im Wolfsgraben bei Kalchreuth, Karolinen- höhe und sehr häufig in den Schluchten um Limmersdorf. Im J. auf Kalk, fruchtbedeckt und bis 5 cm hoch im Gans- bachthal bei Velden, Klein-Ziegenfelder Thal.

6. Fam. Dicranaceae,

Dicranella Schreberi Schmp. Im K. bis jetzt nur auf Zanclo- donletten cfr. an der »Hohen Heide« vor Heroldsbereg.

Dicranella rufescens Schmp. Im K. cfr. auf Moorboden bei Gibitzenhof und sehr schön hinter Dutzendteich. Auf Zan- clodonletten um Kalchreuth und bei Heroldsberg, ebenso bei Ziegelstein. Im J. auf Ornatenthon am Lichtenstein und im Dogger bei Schlofs Banz. Auf Kalk im Gansbachthal bei Velden, Hartenstein und im Ankathal bei Rupprechtsstegen. Dicranella varia Schmp. Im K. cfr. auf nackter Wiesenerde bei Vach, Erlangen, Thurnau. Auf Zanclodonletten am Heid- brunnen vor Heroldsberg. Im J. auf Dogger am Moritzberg, Hansgörgel und am Cortigast bei Weismain. Auf Kalk im Gansbachthal bei Velden, auf Dolomit bei Sanspareil.

. Dieranella subulata Schmp. Im K. cfr. und reichlich auf

Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthal bei Gsteinach. Dicranella cerviculata Schmp. Im K. sehr häufig auf Moor- boden um Dutzendteich, Maiach, Gibitzenhof, Tennenlohe, Erlangen, Bamberg, Baiersdorf, Vach, Wendelstein und Michelau a.M. Im J. in den Doggersümpfen an der Heid- mühle bei Pegnitz.

Dicranella heteromalla Schmp. Im K. sehr häufig und überall cfr. Im J. nur auf Dogger am Hansgörgel, Cortigast bei

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SEHR

Weismain, Schlofs Banz und am Fulse des Staffelberges bei Ützing. |

Var. sericea H. Müller. ImK. cfr. sehr schön und massen- haft auf Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthal bei Gsteinach, Wendelstein und in den Schluchten unter Kalchreuth. Dicranum spurium Hedw. Im K. auf sandigem Waldboden in Kieferwäldern nicht selten cfr. z. B. um Feucht, Ziegelstein, Heroldsberg, Dutzendteich, Wendelstein, Schmausenbuck, Er- langen und am Krappenberg bei Michelau a.M. Im J. auf Dogger am Moritzberg. Dieranum undulatum Ehrh. Im K. häufig und meist cfr. Im J. auf Dogger am Moritzberg und bei Schlofs Banz. Auf Kalk am Staffelberg und im Kleinziegenfelder Thal. Dicranum Bonjeani de Not. Bis jetzt nur im K. und steril beobachtet zwischen Sphagnum in den Waldsümpfen hinter Dutzendteich und in der Brucker Lache bei Erlangen.

Var. juniperifolium Braithw. Im K. am Kanaldamm bei Wendelstein.

. Dieranum scoparium Hedw. Vom K. bis zum Dolomit allgemein

verbreitet und überall cfr. auch an Waldbäumen.

Var. paludosum Schmp. Im K. steril auf Moorboden in der Brucker Lache bei Erlangen, an der Rednitz beim Pulver- magazin bei Schweinau und sehr schön in der Soos bei Maiach.

Var. orthophyllum Brid. Im K. cfr. bei Gerasmühle und am Krappenberg bei Michelau a.M. Im J. auf Dolomit im Gansbachthale bei Velden.

Var. curvulum Brid. Im K. am Fufse von Bäumen und an den Wänden der Moorgräben um Dutzendteich und an der »Hohen Heide« bei Heroldsberg.

Dicranum Mühlenbeckii Br. ee Nur im J. steril auf Kalk öst- lich von Hartenstein bei Velden.

Dicranum montanum Hedw. Im K. steril am Fufse alter Kiefern am Schmausenbuck, Behringersdorf, Maiach, Feucht, Alte Feste bei Nürnberg, am Krappenberg bei Michelau a.M., spärlich bei Limmersdorf. Im J. um Obernsees, Neustädtlein am Forst, Giech, Cortigast und am Moritzberg.

Dicranum flagellare Hedw. Im K. steril häufig auf sandigem

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Boden in Wäldern von Nürnberg bis Feucht und Erlangen, ebenso bei Renzenhof am Fufse des Moritzberg; spärlich um Michelau und bei Limmersdorf. Im J. nur am Moritzberg bei Lauf auf Dogger. Dicranum fulvum Hook. Im K. steril nur bei Forst nächst Thurnau. Diecranum longifolium Ehrh. Im J. nur in einem Doggerhohl- weg hinter den Kleetzhöfen bei Limmersdorf, aber cfr. Campylobus turfaceus Br. ee ImK. cfr. auf moorigem Wald- boden hinter dem Spitalhof bei Nürnberg. Campylopus flexuosus Brid. Im K. auf moorigem Waldboden: cfr. um Ziegelstein bei Nürnberg und in der Brucker Lache bei Erlangen. Steril um Gibitzenhof, Wendelstein, Dutzend- teich und bei Tennenlohe.

Var. zonatus Molendo. ImK. steril nur auf moorigem und sandigem Waldboden, gerne am Fufse alter Kiefern: hinter dem Spitalhof bei Nürnberg, Gibitzenhof und am Fufse des

Schmausenbuck.

Campylopus fragilis Br. e ImK. steril an Burgsandsteinfelsen in den Schluchten unter Kalchreuth, auch sehr schön und häufig im Schwarzachthale bei Gsteinach.

Dieranodontium longirostre Schmp. Im K. cfr. an Moorgräben im Walde unter der Kanalbrücke im Schwarzachthal‘ bei Gsteinach und am Heidbrunnen bei Heroldsberg, ebenso in Schluchten um Limmersdorf und am Krappenberg bei Michelau a.M.; steril bei Ziegelstein und Tennenlohe.

Trematodon ambiguus Hornsch. ImK. cfr. auf den moorigen Auswürfen eines Wiesengrabens bei Unnersdorf unterhalb Schlols Banz, aber nur 1885, später vergeblich danach gesucht.

7, Fam, Leucobryaceae.

Leucobryum glaucum Schmp. Im K. auftorfigem und sandigem Waldboden häufig, aber meist steril; efr. nur bei den Stein- brüchen hinter dem Schmausenbuck, hier aber über und über mit Frucht bedeckt. Im J. nur im Dogger bei Schlofs Banz cfr., steril um Giech, am Moritzberg und am Cortigast, ebenso um Kloster Langheim.

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8. Fam. Fissidentaceae,

Fissidens bryoides Hedw. Erdblösen, Felsen und Hohlwege. Im K. um Valznerweiher bei Nürnberg, Schmausenbuck, Tennenlohe, Kalchreuth, Michelau a.M. und im Schwarzach- thale bei Gsteinach an nassen Burgsandsteinfelsen. Im J. auf Dogger am Moritzberg, Houbürg bei Pommelsbrunn, Hans- görgel bei Hersbruck, bei den Kleetzhöfen nächst Thurnau, Ützing am Staffelberg, Giech, Kloster Langheim, Schlofs Banz und Mistelfeld; am Lichtenstein auf Ornatenthon. Auf Kalk und Dolomit bei Frauendorf hinter dem Staffelberg, Klein- ziegenfelder Thal und im Kühlenfelser Thal bei Pottenstein. Fissidens pusillus Wils. Im K.an Felsen in Schluchten unter Kalchreuth und im Schwarzachthal bei Gsteinach. Im J. auf Dogger in den Schluchten an der Houbürg, am Cortigast, Moritzberg, Schlols Banz, Obernsees, Kloster Langheim. Auf Dolomit im oberen Püttlach- und Kühlenfelser Thale, ebenso im Kleinziegenfelder Thal. Überall cfr.

Fissidens crassipes Wils. Bisher nur im K. cefr. gefunden an Steinen bei den Wiesenbewässerungs-Rädern längs der Red- nitz und Regnitz bei Gerasmühle, Stein, Dambacher Brücke bei Fürth, Vach, Bruck.

Fissidens adiantoides Hedw. Sumpfige Wiesen und an Felsen. Im K. cfr. in der Soos bei Maiach, Vach, Steinach bei Fürth, Brucker Lache bei Erlangen, Hochstadt und Michelau a. M. Im J. cfr. auf Dolomit an der Ehrenbürg bei Forchheim, Muggendorf, im Kühlenfelser- und Püttlachthale, Klein-Ziegen- felder Thal, Houbürg, Burggailenreuth und an der Riesenburg. Fissidens taxifolius Hedw. Neubrüche und Felsen. Im K. cfr. bei den Steinbrüchen hinter dem Schmausenbuck, Wendel- stein, Schwarzachthal, Michelau a.M., Thurnau. Im J. auf Dogger an der Houbürg, Schlofs Banz und Neustädtlein am Forst, am Lichtenstein bei Pommelsbrunn auf Ornatenthon.

9, Fam, Seligeriaceae, Seligeria pusilla Br. ee Auf Kalk und Dolomitfelsen im J. cfr. im Gansbachthal bei Velden, an der Houbürg, im Kühlen- felser- und Püttlachthal, Riesenburg, Egloffstein, Bieberbach, Krögelstein und Klein-Ziegenfelder Thal.

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Seligeria tristicha Br. ee Dolomitfelsen im J. cfr. an der Houbürg, Kühlenfelser- und Püttlachthal, Gansbachthal, Klein- Ziegenfelder Thal, Egloffstein, Riesenburg, Burggailenreuth.

Seligeria recurvata Br. Nur auf Dolomit bis jetzt cfr. gefun- den beim Ringwall ober dem Hohlen Felsen an der Houbürg bei Happburg und im Gansbachthal bei Velden.

10. Fam. CGampylosteliaceae.

Brachyodontium trichodes Bruch, Nur im K. cfr. in einem verlassenen Steinbruch am Krappenberg bei Michelau a. M,

Il. Fam, Ditrichaceae.

Ceratodon purpureus Brid.. Gemein im ganzen Gebiete auf Neubrüchen, Mauern, Felsen (Sandstein und Kalk) Moore etc. und meist cfr.

Var. brevifolius Milde. Im K. an einem Waldgraben am Kanal bei Gibitzenhof. | Trichodon cylindricus Schmp. Im J. cfr. auf Dogger in einem Hohlweg im Buch bei Hersbruck und auf Dolomit bei Etzel- wang.

Ditrichum tortile Lindberg. Im K. cfr. auf Burgsandstein- felsen am Schmausenbuck und in einem alten Steinbruche am Krappenberg bei Michelau a.M. Im J. auf Dogger bei Schlols Banz.

Ditrichum homomallum Hamp. Im K. am Krappenberg bei Michelau a.M. cfr. $ Ditrichum flexicaule Hampe. Nur im J. auf Kalk und Dolomit, nicht selten cfr. z. B. im Gansbachthal bei Velden, um Rupp- rechtstegen, im Kühlenfelser- und Püttlachthal bei Potten- stein, Klein-Ziegenfelder Thal, Krögelstein, Riesenburg, Burg Gailenreuth, bei der Neudeck, Egloffstein, an der Houbürg, Etzelwang, am Zankelstein bei Pommelsbrunn.

Ditrichum glaucesceus Hampe. Im J. in einer Dolomitspalte bei Eglofistein. Ditrichum capillaceum Br. e. Im J. cfr. auf Dogger am Moritz- berg; auf Dolomit im Klein-Ziegenfelder Thal.

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I2. Fam, Pottiaceae.

Pottia cavifolia Ehrh. Im K. cfr. häufig auf Zanclodonletten am Krappenberg bei Michelau und bei Limmersdorf. Im J. sehr schön und massenhaft auf Kalk von Vierzenheiligen bis zum Staffelberg, am Gorkum hinter Staffelstein und im Klein- Ziegenfelder Thal, ebenso um Sanspareil und am Cortigast. Pottia minutula Br. e. Im J. cfr. auf Dolomit bei Hartenstein nächst Velden.

Pottia truncatula Lindbg. Auf Neubrüchen jeder Art, Äcker etc., gemein auf allen Formationen,

Pottia lanceolata C. Müller. Im K. cfr. an der Stralse von Lichtenfels nach Hochstadt. Im J. auf Dogger an der Hou- bürg, an der Ehrenbürg, Oberlangheim, am Cortigast. Auf Kalk im Gansbachthal bei Velden, Egloffstein, Hartenstein, im Buch bei Hersbruck, Muggendorf, Pottenstein und oberhalb Vierzehnheiligen.

Didymodon rubellus Br. ee Im K. cfr. am Schmausenbuck bei der Grütz, Schwarzachthal bei Gsteinach, in den Schluchten um Limmersdorf. Im J. häufig auf Dogger und Kalk.

Var. intermedius Limpr. In Rabenhorst’s Kryptogamen- Flora, Band 4, Abteilung I, Seite 547, bei welcher die breite Blattspitze mehrere Sägezähne besitzt: sehr üppig auf Dolomit im Kühlenfelser Thal bei Pottenstein im J.

Didymodon rigidulus Hedw. Bis jetzt nur im J. cfr. beobach- tet bei Egloffstein. im Kühlenfelser- und im oberen Püttlach- thale.

Trychostomum cylindricum C. Müller. Im K. auf schattigen Sandsteinfelsen um Limmersdorf steril, am Krappenberg bei Michelau a.M. cfr.

Trichostomum crispulum Bruch. Im J. auf Dolomit im Kühlen- felser Thal beim grofsen Teufelsloche, in der Weidmanns- geseeser Schlucht und im Klein-Ziegenfelder Thal bei Weis- main; überall steril.

Tortella inclinata Hedw. fill. Im J. cfr. auf Kalk im Gansbach- thal bei Velden.

Tortella tortuosa L. Im J. häufig auch cfr. z. B. im Dogger am Moritzberg, Houbürg, Cortigast und Obernsees; auf weilsem

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30.

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pr J. im Klein-Ziegenfelder Thal, Egloffstein, Kühlenfelser und Püttlachthal, am Hohlen Felsen an der Houbürg, am Zankel- stein, bei Rupprechtstegen und bei Bieberbach. Barbula unguiculata Hedw. (Gemein im ganzen Gebiet, auf Äckern, Dächern, Wegrändern, Felsen ete. Barbula fallax Hedw. Gemein wie vorhergehende. Barbula reflexa Brid. Bisher nur im J. steril auf Kalk beob- achtet: um Rupprechtstegen, Hartenstein, Egloffstein und Pottenstein; ebenso im Klein-Ziegenfelder Thal. Barbula convoluta Hedw. Bis jetzt nur im J. cfr. auf Dolomit beobachtet am Beheimstein bei Pegnitz, Egloffstein, häufiger um Pottenstein und im Klein-Ziegenfelder Thal. Barbula paludosa Schleicher. Im J._cfr. auf feuchten Dolomit- felsen im Kühlenfelser Thal, Weidmannsgeseeser Schlucht, Klein-Ziegenfelder Thal.

. Aloina rigida Kindb. Auf Lehm an einer Stralsenböschung

am Krappenberg bei Michelau a.M. K.

. Aloina ambigua Br. e. Im J. cfr. auf feuchten Dolomitfelsen

bei Tannfeld östlich von Thurnau.

. Aloina aloides Kindberg. Im J. cfr. und sehr spärlich auf

Dolomit im Klein-Ziegenfelder Thal bei Weismain.

. Tortula muralis Hedw. Auf Felsen und Mauern gemein.

Var. incana Br. ee Im J. auf Dolomit am Beheimstein bei Pegnitz.

Var. rupestris Schultz. Im J. auf Dolomit bei Esglofistein. Tortula aestiva Pal. Beauv. An schattigen Mauern im K. z. B. in Glaishammer, Wöhrd bei Nürnberg, Fürth, Erlangen und Staffelstein. Tortula subulata Hedw. Auf Baumwurzeln, Erde und Felsen aller Art nicht selten. Tortula latifolia Bruch. Im K. steril auf Birkenwurzeln am Fufsweg von Fürth nach Dambach, in der Hecke unter dem Plattnersberg bei Erlenstegen und auf Steinen am Rednitz- ufer bei Gerasmühle nächst Stein. Tortula papillosa Wils. Im K. steril an Ulmen, Linden und Ahorn aulserhalb Erlenstegen, an Akazien an der Stra[se unter dem Plattnersberg vor Erlenstegen, an Pappeln bei Stein und auf dem Schiefsplatz in Lichtenfels.

101.

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106.

107. 108.

109. 110.

441.

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Dre ee

Tortula laevipila de Not. Im K. cfr. im Schlofsgarten zu Thurnau an Populus nigra.

Tortula pulvinata Jur. Im K. in Hecken hinter dem Maxfeld, Sankt Jobst.

Tortula montana Lindb. Sonnige Dolomitfelsen im J. am Be- heimstein und Klein-Ziegenfelder Thal efr., steril bei Potten- stein und Eglofistein.

Tortula ruralis Ehrh., Gemein im K. und J. auf Felsen, Stroh- und Schindeldächern, dürren Wiesen etc.

I3. Fam. Grimmiaceae.,

Cinclidotus fontinaloides Pal. Beauv. Im J. cfr. in der Wiesent zwischen Nankendorf und Weischenfeld.

Cinclidotus aquaticus Br. ee Von Arnold im Schützenwasser der Saxenmühle bei Göfsweinstein entdeckt und von mir dort- selbst wiedergefunden. An Steinen und Holz in der Truppach bei Obernsees cfr.

Schistidium apocarpum Br. ee An Felsen und Mauern etc. gemein vom K. bis zum Dolomit und meist reichlich fruchtend. Grimmia anodon Br. e. Im )J. cfr. auf Dolomit am Marrnstein bei Obernsees,

Grimmia orbicularis Bruch. Im J. cfr. auf Dolomit bei Velden. Grimmia pulvinata Smith. An trockenen Felsen und Mauern etc. gemein vom K. bis zum Dolomit.

Racomitrium heterostichum Brid. Im K. cfr. auf Burgsand- steinfelsen am Schmausenbuck, am Bahnkörper beim Bahnhof Wendelstein mit Hedwigia ciliata, am Krappenberg bei Michelau a.M. und bei Limmersdorf. Im J. auf Dogger bei Schlofs Banz und bei Obernsees.

Racomitrium canescens Bried. Im K. gemein; cfr. an folgen- den Orten: bei den Steinbrüchen hinter der Grütz, Wendel- stein, Vach, Erlangen, Michelau a.M. Im J. steril im Klein- Ziegenfelder Thal auf sonnigern Dolomit.

Var. ericoides Br. ee Im K. steril. gemein von Nürnberg bis Erlangen auf sandigen trockenen Orten; efr. an der Stralse von Fürth nach Vach und an einem Grenzstein bei Altenfurth. Racomitrium lanuginosum Brid. Im K. steril auf einigen frei- liegenden Burgsandsteinfelsen am Krappenberg bei Lichtenfels.

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17,

118.

210;

120.

121.

122.

123.

124.

PORT Hedwigia albicans Lindb. Im K. cfr. am Schmausenbuck, Bahnkörper beim Bahnhof Wendelstein, Tennenlohe, Michelau

a.M., Ebneter Berg bei Hochstadt a. M., Kasendorf. Im J. auf Dogger am Moritzberg bei Lauf.

14. Fam. Orthotrichaceae.

Amphidium Mougeottii Schmp. Im K. steril im Wolfsgraben bei der Karolinenhöhe nächst Lichtenfels.

Ulota crispa Brid. Im K. cfr. an Eichen im Walde zwischen Nürnberg und Heroldsberg, Valznerweiher, Fischbach; an Buchen beim Pulvermagazin nächst Prunn; an Erlen im Schwarzachthal. Im J. an Buchen im oberen Püttlachthale, am Moritzberg bei Lauf, am Lichtenstein bei Pommelsbrunn und ober der Stempfermühle bei Göfsweinstein.

Ulota cerispula Bruch. Im K. cfr. an einem Akazienstamme im Walde hinterm Dutzendteich und an Buchen im oberen Püttlachthale bei Pottenstein.

Orthotrichum anomalum Hedw. Auf Steinen aller Art gemein; im J. jedoch häufiger wie im K. Auf einem Bretterdache in Schoppershof bei Nürnberg.

Orthotrichum saxatile Schmp. Bis jetzt nur im J. auf Kalk und Dolomit beobachtet und zwar an einer Felsmauer bei Wiesenthau unweit Forchheim und auf Dolomit an der Hou- bürg bei Pommelsbrunn.

Orthotrichum diaphanum Schradee. Im K. an Pappeln bei Stein nächst Nürnberg; an Linden bei Feucht und im Schlols- garten in Erlangen; ebenso im Schlofspark zu Thurnau und an einem alten Weidenstamme bei Limmersdorf. Orthotrichum stramincum Hornsch. Im K. bei Zollhaus nächst Nürnberg und im Parke zu Ströfsendorf a.M. | Orthotrichum pumilum Swartz. Im K. an einern Akazien- stamme hinterm Dutzendteich, in der Hecke zwischen Schoppers- hof und St. Jobst, an Pappeln bei Burgfarrnbach und zwischen Erlangen und Tennenlohe.

Orthotrichum fastigiatum Bruch. Im K. an einem alten Weiden- stamme beim Steinbrüchlein nächst Nürnberg.

Orthotrichum affine Schrader. Im K. und J. gemein an Feld-

und Waldbäumen.

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127.

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150.

131.

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133.

DEATOTEL:

. Orthotrichum Lyellii Hook et Tayl. Im K. an Eichen zwischen

Nürnberg und Heroldsberg cfr. und steril, bei Gnadenberg steril, um Lichtenfels nicht selten cfr. Im J. am Moritzberg und Renzenhof bei Lauf, am Lichtenstein bei Pommelsbrunn und im Kühlenfelser Thal bei Pottenstein steril. Orthotrichum obtusifolium Schrader. Im K. cfr. zwischen Gibitzenhof und Maiach, Mögeldorf, Zirndorf bei Fürth, Kasen- dorf, Lichtenfels. Im J. bei Obernsees und bei Happurg.

15. Fam. Encalyptaceae.

Encalypta vulgaris Hoffm. Im K. auf Zanclodonletten am Schmausenbuck. Im J. häufig auf Kalk und Dolomit, spär- licher auf Dogger, so um Obernsees und bei Kloster Langheim. Encalypta ciliata Hoffm. Im J. auf Dogger in Hohlwegen am Moritzberg bei Lauf. Encalypta contorta Lindb. Im K. steril an einer Bachmauer aulserhalb Altenfurth bei Nürnberg. Im J. auf Dogger bei Obernsees steril, auf Kalk und Dolomit häufig und meist cfr., so an der Houbürg, am Lichtenstein, Zankelstein, Rupprecht- stegen, Hartenstein, im Gansbachthal bei Velden, Pegnitz, Kühlenfelser- und Püttlachthal, Eglofistein, Pottenstein, Muggen- dorf, Burggailenreuth, Sanspareil und im Klein-Ziegenfelder Thal.

16. Fam, Georgiaceae, Georgia pellucida Rabenh. Im K. und J. nicht selten auf faulem Holz, Moder, Sandsteinfelsen, aber nicht auf Kalk und Dolomit.

17. Fam, Splachnaceae. Splachnum ampullaceum Linn. Im K. auf einer nassen Wald- wiese im Zanclodonletten bei Limmersdorf nächst Thurnau. Im J. am Keilberg bei Öffenhaufsen im Quellenhorizont des Ornatenthones.

18. Fam. Funariaceae,

Pyramidula tetragona Brid. Im J. auf Opalinusthon bei Roh- mannsthal am Staffelberg.

Physcomitrium sphaericum Brid. Im K. an Teichrändern am grolsen Weiher bei Dechsendorf nächst Erlangen.

134.

140.

143. Waldboden und Mooren etc. z. B. am Schmausenbuck, Gibitzen-

144.

2 A

Physcomitrium pyriforme Brid. Im K. bei Marienberg und Maiach bei Nürnberg, Wendelstein, Altenfurth, Gibitzenhof, Behringersdorf, am Krappenberg bei Michelau, Lichtenfels und Limmersdorf. Im J. auf thonigen Stellen im Klein-Ziegenfelder Thal und bei Frauendorf hinter Staffelstein.

. Entosthodon ericetorum Br. ee Im K. an einem Waldgraben

auf Zanclodonletten zwischen Michelau a.M. und Neuensee.

. Entosthodon fascicularis C, Müller. Im K. auf einem Klee-

acker bei Ebensfeld und auf einem Brachacker bei Thurnau.

. Funaria mediterranea Lindb. Im J. auf erdbedeckten Kalk-

felsen an der Ehrenbürg bei Forchheim.

. Funaria hygrometrica Sibth. Auf feuchten sandigen Stellen,

Äckern, Wegrändern, an Gräben ete. gemein.

19, Fam, Bryaceae,

. Leptobryum pyriforme Schmp. Im K. auf Burgsandsteinfelsen

an der Grütz und in einem verlassenen Steinbruch am Krappenberg bei Michelau a.M. Im J. auf Dogger bei Schlofs Banz; auf Dolomit bei Rupprechtstegen und an der Schlofs- mauer in Engelthal. Überall cfr.

Plagiobryum Zierii Lindb. In einem Pröbchen gesammelt unter einem schattigen Dolomitfelsen an der Ruine Breiten- stein bei Königstein.

. Webera elongata Schwägr. ImK. cfr. an Burgsandsteinfelsen

im Schwarzachthal bei Gsteinach und in einer Schlucht unter Kalehreuth.

. Webera cruda Bruch. Im K. cfr. an Burgsandsteinfelsen im

Schwarzachthal bei Gsteinach. Im J. auf Dogger bei Obern- sees; auf Dolomit im oberen Püttlachthale bei Pottenstein. Webera nutans Hedw. Im K. cfr. und häufig auf dürrem

hof, Dutzendteich, Feucht, Laufamholz, Erlenstegen, Ziegel- stein, Zirndorf etc. Im J. auf Dogger bei Kloster Langheim und am Moritzberg.

Var. longiseta Hüben. Im K. cfr. an einem moorigen Wald- graben bei Dechsendorf nächst Erlangen. Webera annotina Bruch. Im K. auf einer nackten moorigen Stelle hinter Dutzendteich.

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155.

SUR N

Mniobryum albicans Wahlenb. Im K. auf Zanclodonletten am Krappenberger Rangen bei Michelau a.M. und zwischen Limmersdorf und Felkendorf bei Thurnau. Bryum pendulum Schmp. Im J. auf Dogger bei Neustädtlein am Forst; auf Kalk am Viehberg bei Hersbruck; auf Dolomit an der Strafse von Pegnitz nach Pottenstein. « Bryum bimum Schreber. Im K. cfr. auf einer feuchten Wald- wiese bei Limmersdorf mit Bryum Duvalii Voit. Im J. auf Tuff bei Untermälsing (Friedrich Schultheifs). Bryum capillare L.. Im K. bei Wendelstein an Sandstein- trümmern und am Ebneter Berg bei Hochstadt a.M. Im J. auf Dogger am Moritzberg, am Buch bei Hersbruck, bei Mengersdorf und Kloster Langheim; auf ÖOrnatenthon am Lichtenstein bei Pommelsbrunn ; auf Dolomit bei Pottenstein. Bryum caespitosum L. ImK.an der Mauer einer Kanalschleulse bei Gibitzenhof, an Pfählen in der Rednitz bei Dambach und Gerasmühle; auf Lehmboden an der Stralse von Rehdorf nach Anwanden, an einer Kanalbrücke bei Erlangen. Im J. auf Dolomit am Cortigast und im Klein-Ziegenfelder Thal. Bryum argenteum L. Gemein im ganzen Gebiet auf Äckern, Wegen, Felsen etc.

Var. mayus Br. ee Im K. an Steinen am Rednitzufer zwischen Fürth und Dambach. Bryim Duvalii Voit. Im K. cfr. auf einer sumpfigen Wald- wiese bei Limmersdorf mit Bryum bimum. Bryum pallens Swartz. Im K. in der Schlucht unter der Karolinenhöhe bei Lichtenfels. Im J. auf Dolomit im Anka- thal, oberes Püttlachthal, Kühlenfelser Thal und Klein-Ziegen- felder Thal. Bryum turbinatum Hedw. Im K. auf einer sumpfigen Wald- wiese bei Limmersdorf cfr. Bryum pseudotriquetrum Hedw. Im K. steril auf einer sumpfigen Wiese am Kanal zwischen Fürth und Steinach. Im J. cfr. in den Doggersümpfen bei der Heidmühle. Rhodobryum roseum Weiss. Im K. cfr. auf moorigem Wald- boden der Soos bei Maiach nächst Nürnberg und am Krappen- berg bei Michelau a.M., ebenso an der Hohen Heide vor Heroldsberg. Steril um Erlenstegen, Schwarzachtbal bei

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12

Gsteinach, Ziegelstein, Kalchreuth. Im J. steril auf Dogger bei Kloster Langheim und bei Mistelfeld.

20. Fam. Mniaceae.

Mnium hornum L. ImK.cfr. beim Valznerweiher, am Schwarz- färberbach hinter Erlenstegen, in der Soos bei Maiach, Dech-

'sendorf bei Erlangen, Tennenlohe, Brucker Lache bei Erlangen,

Neuensee bei Lichtenfels; steril um Limmersdorf und am Krappenberg bei Michelau a. M. Im J. auf Dogger bei Kloster Langheim cfr.

Mnium serratum Schrader. Im K. steril am Krappenberg bei Michelau a.M. Im J. auf Dogger cfr. am Moritzberg bei Lauf und bei Kloster Langheim.

Mnium spinosum Schwägr. Im K. cfr. unter Fichten am Krappenberg bei Lichtenfels. Im J. aufDogger am Moritzberg. Mnium undulatum Weiss. Im ganzen Gebiete nicht selten, aber meist steril; efr. im K. in der Soos bei Maiach, Kalchreuth bei Erlangen, Feucht, im oberen Schwarzachthal bei der Prethalmühle, Brucker Lache bei Erlangen, Tennenlohe, Fisch- bach, Wendelstein und am Krappenberg bei Michelau a.M, Im J. efr. auf Dogger bei Kloster Langheim.

Mnium rostratum Schrader. Im K. cfr. im Schwarzachthale bei Gsteinach, Laufamholz, Gerasmühle, Tennenlohe, Herolds- berg und um Michelau und Limmersdorf an mehreren Stellen. Im J. cefr. auf Ornatenthon am Lichtenstein bei Pommelsbrunn und an der Houbürg, ebenso im Ankathal bei Rupprechtstegen. Mnium cuspidatum Leyss. In schattigen feuchten Wäldern, Gebüschen etc. nicht selten und meist cfr. z. B. im K. am Schmausenbuck, Heroldsberg, Wendelstein, Feucht, Fischbach, Dutzendteich, Maiach, Brucker Lache, Tennenlohe, Laufamholz, Zirndorf, Dechsendorf, Kalchreuth, Ebensfeld, Michelau a. M. Im J. auf Dogger am Moritzberg und am Buch bei Hersbruck; Obernsees, Neustädtlein am Forst, am Cortigast, Strölsendorf; auf weilsem Jura zwischen Vierzenheilisen und Kloster Lang- heim.

Mnium affine Blandow. Im K. cfr. am Schmausenbuck, Lauf- amholz, Wendelstein, Michelau, Tennenlohe, Kalchreuth, Lim-

Ze, Er „#

x

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mersdorf. Im J. auf Dogger am Moritzberg, auf Ornathen- thon am Staffelberg und am Cortigast.

Mnium Seligeri Jur. ImK. cfr. am Krappenberg bei Michelau in Waldsümpfen; steril in einem Erlenbruch bei Steinach nächst Fürth und in der Brucker Lache bei Erlangen. Mnium stellare Reich. Im K. cfr. am Krappenberg bei Michelau a.M. und in einer Sandsteinschlucht bei Limmers- dorf. Im K. steril auf Dogger bei Obernsees.

Mnium punctatum Hedw. Im K. nicht selten und meist efr., z.B. am Schmausenbuck, Wendelstein, Zirndorf, Gerasmühle, Eibach und Maiach, Ebensfeld, Michelau a. M., Limmersdorf etc. Im J. auf Dogger am Buch bei Hersbruck, Güntersbühl bei Lauf, am Cortigast und bei Kloster Langheim; auf Ornaten- thon am Staffelberg spärlich.

2l. Fam, Aulacomniaceae.

Aulacomnium androgynum Schwägr. Im K. bis jetzt nur steril auf Burgsandsteinfelsen am Schmausenbuck, Schwarzachthal und bis 6 cm tief bei Wendelstein, um Michelau a.M. und bei Tennenlohe auf morschen Baumstümpfen.

Aulacomnium palustre Schwägr. Im K. ziemlich häufig, auch nicht selten efr. z. B. auf der Heide bei Gibitzenhof, Ziegel- stein, hinter Behringersdorf, sehr schön beim Pulvermagazin nächst Prunn, Tennenlohe und Dechsendorf bei Erlangen, am Krappenberg bei Michelau a.M. Im J. in den Doggersümpfen bei der Heidmühle und bei Kloster Langheim.

22. Fam, Bartramiaceae.

Bartramia ithyphylla Brid.. Im K. an Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthal und auf lehmiger Erde am Krappenberg bei Michelau a.M., überall spärlich aber cfr. Bartramia pomiformis Hedw. Im K. cfr. auf Sandsteinfelsen am Schmausenbuck, Zollhaus, im Schwarzachthale bei Feucht, Zirndorf, Kalchreuth, Michelau a.M., Thurnau und am Ebneter Berg bei Hochstadt a.M. Im J. auf.Dogger an der Houbürg, Moritzberg, am Buch bei Hersbruck, Obernsees und am Cortigast. Var. crispa Br. e. Im K. cfr. auf Burgsandsteinfelsen am Schmausenbuck und auf lehmigen Boden am Krappenberg

Abh, d, Naturh. Ges. X. Bd. 5

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bei Oberwallenstadt nächst Lichtenfels. Im J. bei Kloster Langheim auf Dogger.

Plagiopus Oederi Gum. Im J. auf Dolomit cefr. im Ankathal bei Rupprechtstegen, Kühlenfelser- und Püttlachthal, Velden, Hartenstein, Egloffstein, Krögelstein, Klein-Ziegenfelder Thal, Krottensee, Königstein, Tannfeld, Burggailenreuth, Gölswein- stein und Muggendorf.

Philonotis calcarea Schmp. Im J. auf einer sumpfigen Wiese auf Ornatenthon am Fufse des Staffelbergs hinter Staffelstein, bei Mönchgröttendorf nächst Kloster Langheim.

Philonotis fontana Brid. Im K. cefr. am Kanal bei Steinach nächst Fürth, im Schwarzachthale bei Feucht, Maiach, Dech- sendorf und Bruck bei Erlangen, Michelau a.M., Thurnau. Im J. bei Kloster Langheim und hei Happurg auf Dogger efr.; sonst im Gebiet steril häufig.

Var. faleata Brid. Im K. cfr. am Kanal bei Steinach nächst Fürth.

23. Fam, Polytrichaceae.

Catharinaea undulata Web. et Mohr. Gemein und reichfrüch- tig im ganzen Gebiet auf Waldboden, Neubrüchen ete.

Var. minor Web. et Mohr. ImK. cfr. auf moorigem Wald- boden an der Hohen Heide bei Heroldsberg.

Catharinaea tenella Röhl. Im K. cfr. auf nacktem, sandge- mischtem Moorboden bei einem Waldweiher hinter dem Buchenrangen vor Güntersbühl.

Pogonatum nanum P. Beauv. Im K. cfr. und ziemlich häufig, z. B. bei Laufamholz, Hammer, am Schmausenbuck, Eibach, Gerasmühle, Tennenlohe, Erlenstegen, Behringersdorf, Wendel- stein, Feucht, Lichtenfels, Thurnau, Ebensfeld. Im J. auf Dogger am Moritzberg, am Buch bei Hersbruck, an der Hou- bürg aufOrnatenthon, ebensoam Lichtenstein undam Staffelberg. Pogonatum aloides P. Beauv. Im K. ziemlich häufig und meist cfr. Im J. auf Dogger am Moritzberg, am Buch bei Hersbruck, bei Obernsees, am Cortigast, bei Mönchgröttendorf, ebenso bei Ströfsendorf, namentlich an der Kulmitz.

. Pogonatum urnigerum P. Beauv. ImK. cfr. auf sandigem und

lettigem Boden am Schmausenbuck, Zollhaus, Fischbach,

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Schwaig, Schwarzachthal und am Krappenberg bei Michelau a.M. Im J. auf Dogger am Moritzberg und am Cortigast. Polytrichum formosum Hedw. Im K. und J. ziemlich häufig und meist cfr.

Polytrichum gracile Diecks. Im K. auf Torfboden hinter Dutzendteich, beim Pulvermagazin bei Prunn, Laufamholz, Tennenlohe, Brucker Lache, Dechsendorf. Im J. in den Dogger-

‘sümpfen bei der Heidmühle. . Polytrichum piliferum Schreber. Vom K. bis zum Dogger all-

gemein verbreitet.

. Polytrichum juniperinum Willd. Verbreitet wie vorhergehende Art. . Polytrichum strietum Blanks. Im K. bei den Marienberger

Weihern, um Dutzendteich und bei Dechsendorf, ebenso bei Tennenlohe.

. Polytrichum commune L. Vom K. bis zum Dogger allgemein

verbreitet.

. Polytrichum perigionale Michx. Im K. auf trockenem Moor-

boden am Dutzendteich, Wendelstein.

24. Fam. Buxbaumiaceae,

. Buxbaumia aphylla L. Im K. auf Waldboden am Schmausen-

buck, am Schwarzfärberbach und in einigen Hohlwegen bei Erlenstegen, an der Hohen Heide vor Heroldsberg, bei Ziegel- stein, bei Feucht, am Kleetzer Berg bei Limmersdorf. Im J. auf Dogger am Buch bei Hersbruck und am Moritzberg. \ Diphyscium sessile Lindb. Auf Waldboden und an Sandstein- felsen. Im K. am Schmausenbuck, Schwarzachthal, Feucht, Kalchreuth, Tennenlohe, am Krappenberg bei Michelau a. M. und bei Trieb. Im J. auf Dogger am Moritzberg, am Buch bei Hersbruck, am Cortigast, an der Kulmitz bei Ströfsendorf und bei Schlofs Banz.

Subtribus II. Pleurocarpae.

25. Fam. Fontinalaceae. Fontinalis antipyretica L. Im K. steril um Dutzendteich, in der Pegnitz und Rednitz, in der Schwarzach, um Erlangen, im Main und in Bächen um Lichtenfels. Im J. auf Dogger s*+

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106

in einem Bächlein bei Altenbanz und in der Truppach bei Obern- sees; im Gebiet des weilsen Jura in der Wiesent und Püttlach.

26. Fam. Neckeraceae. Neckera pumila Hedw. Im J. cfr. an einer Buche über der Stempfermühle bei Göfsweinstein. Neckera crispa Hedw. Im K. steril an Burgsandsteinfelsen am Schmausenbuck, an einer Eiche an der Hohen Heide vor Heroldsberg, in einem verlassenen Steinbruch am Krappenberg bei Michelau a.M. und auf Sandsteinfelsen am Ebneter Berg bei Hochstadt a.M. Im J. auf Kalk und Dolomit massenhaft und meist cfr, | Neckera complanata L. Im K. cfr. an Steinen am Waldsaume des Krappenberges bei Michelau a.M.; steril an Steinen und Bäumen am Schmausenbuck, im Schwarzachthal, an der Hohen Heide bei Heroldsberg, bei Kalchreuth, um Michelau a.M. Im J. efr. an einer Eiche im Ankathal bei Rupprecht- stegen; steril vom Dogger bis zum Dolomit sehr häufig. Homalia trichomanoides Br. ee Im K. im Schwarzachthal, an Eichen im Walde hinter Behringersdorf, um Michelau a. M, und Limmersdorf. Im Lias unter Gesträuch um Kalchreuth. Im J. auf Dogger, Dolomit und an Bäumen ziemlich häufig. Leucodon sciuroides Schwägr. Im K. und J. häufig, aber meist steril; cfr. bis jetzt nur im K. beobachtet, z. B. an Eichen und Buchen an der Hohen Heide bei Heroldsberg, bei Renzen- hof, hinter Behringersdorf, im Dogger bei Gnadenberg. Antitrichia curtipendula Brid.. Im. .K. cfr. an einer Eiche bei den Steinbrüchen hinter der Grütz bei Nürnberg; steril im Schwarzachthal und an der Hohen Heide, ebenso um Limmers- dorf. Im J. efr. an Buchen am Moritzberg, auf Dolomit efr. im Ankathal bei- Rupprechtstegen, im Kühlenfelser Thal und bei Egloffstein, ebenso bei Sanspareil.

27. Fam. Fabroniaceae,

. Anacamptodon splachnoides Brid. Im J. cfr. in einem faulen

Astloch von Fagus im oberen Püttlachthale bei Pottenstein.

28. Leskeaceae, Leskea polycarpa Ehrh. Im K. bei Stein und Gerasmühle, bei Behringersdorf, an der Rednitz bei Fürth, Erlangen und

196.

197:

107°

bei Michelau a.M. Im Dogger zwischen Altdorf und Gnaden- berg (Schwarz), an der Truppach bei Obernsees.

Var. paludosa Hedw. Im K. cfr. an Weidenstämmen über der Rednitz zwischen Stein und Gerasmühle, und an Erlen an der Mündung des Röthenbaches in die Pegnitz gegenüber Rückersdorf (Schwarz).

Leskea nervosa Myr. Im J. steril auf kieselhaltigem Gestein zwischen Neuhaus und Bischofsreuth.

Anomodon longifolius Hartm. Im J. auf Dolomit und Buchen- stämmen an der Felsenurwohnung zwischen Voitmannsdorf und Königsfeld (Schwarz), bei St. Iling, im oberen Püttlach- thal und Kühlenfelser Thal, Klein-Ziegenfelder Thal, Weid- mannsgeseeser Schlucht und bei Burggailenreuth. Überall steril.

198. Anomodon viticulosus Hook et Tayl. Im K. cfr. an einem

N,

200.

201.

202.

Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthal bei Gsteinach und an Eichen bei Renzenhof; steril hinter Behringersdorf, Michelau a.M. und Limmersdorf. Im J. häufig auf Dogger, Kalk und Dolomit und meist reichfrüchtig, z. B. im Ankathal, an der Houbürg, im oberen Püttlachthale und im Kühlenfelser Thal, ebenso um Göfsweinstein, Egloffstein, Türkelstein, Bieberbach, Neuhaus, Velden, Königstein, Hartenstein, Lichtenstein, Sans- pareil, Krögelstein, Klein-Ziegenfelder Thal, Kloster Langheim, an der Ehrenbürg bei Forchheim und im Gansbachthal bei Velden.

Anomodon attenuatus Hartm. Im K. steril unter Gesträuch bei den Michelauer Felsenkellern und bei Limmersdorf, im Lias bei Kalchreuth, im J. steril häufig vom Dogger bis zum Dolomit.

Pseudoleskea catenulata Br. e. Im J. auf einem Dolomitblocke an der Houbürg bei Pommelsbrunn cfr., sonst steril dortselbst häufiger beobachtet: im Ankathal, Gansbachthal, Kühlenfelser- und Püttlachthal, ebenso bei Sanspareil.

Heterocladium dimorphum Br. e. Im J. auf Dogger bei den Steinbrüchen an der Kulch hinter Schlofs Banz. Heterocladium heteropterum Br. ee ImK. steril an den senk- rechten Wänden der Burgsandsteinfelsen im Schwarzachthale bei Gsteinach.

206.

207.

208.

209.

210.

211.

108

. Thuidium tamariscinum Br. e. Im K. häufig; cfr. auf Burg-

sandsteinfelsen und Waldboden am Schmausenbuck, Kalch- reuth, Erlangen, Tennenlohe, im Schwarzachthale, Zirndorf, Dechsendorf, Michelau a.M. Im J. auf Dogger bei Schlofs Banz, Kloster Langheim und am Cortigast.

. Thuidium recognitum Schmp. Im K. cfr. an der Mauer bei “einem Bachdurchgang unter der Landstralse zwischen Zoll-

haus und Feucht, an Waldgräben bei Tennenlohe und bei Trieb nächst Lichtenfels a.M.; steril im Sumpf am Kanal bei Steinach nächst Fürth. Im J. auf Dolomit ziemlich häufig, efr. nur im Kühlenfelser- und oberen Püttlachthale beobachtet.

. Thuidium abietinum Br. ee Vom K. bis zum Dolomit ver-

breitet aber nur steril.

29. Fam. Hypnaceae.

Pterigynandrum filiforme Hedw. Im J. an einer Buche am Moritz- berg steril, efr. an Buchen am Lichtenstein bei Pommelsbrunn. Var. heteropterum Br. e. Im J. steril auf quarzhaltigem Gestein bei Bischofsreuth östlich von Neuhaus. Platygyrium repens Er. e. Im )J.cfr. an einer Eiche im Anka- thale bei Rupprechtstegen. Pylaisia polyantha Schmpr. Im K. häufig und meist cfr., z.B. in Hecken von Nürnberg nach St. Jobst und Erlenstegen, bei Feucht, Eibach, an alten Weidenbäumen bei Erlangen und bei Dechsendorf, bei Tennenlohe und Kalchreuth, Heroldsberg und sehr häufig um Michelau a.M. und bei Burgkundstadt an alten Weidenbäumen. Im J. bei Hersbruck Cylindrothecium concinnum Schmp. Im K. steril an der Red- nitz bei Dambach. Im J. steril auf Kalk und Dolomit an der Houbürg, im Ankathale, bei Hartenstein, Königstein, Sanspareil und im Gansbachthale bei Velden. Climacium dendroides W. et Mohr. Im K. sehr häufig aber meist steril; efr. bis jetzt nur um Dutzendteich, Valznerweiher, Steinach bei Fürth, Vach und Dechsendorf beobachtet. Im J. nur im Dogger bei der Heidmühle und Kloster Langheim steril beobachtet. Isothecium myurum Brid. An Bäumen und Felsen im ganzen Gebiet und meist cfr.

212.

213.

214.

215.

216.

217.

218.

109

Var. robustum Schmp. Auf Burgsandsteinfelsen und Wald- boden cfr. an der Grütz bei Nürnberg und zwischen der Herrnhütte und Heroldsberg an Eichen.

Orthothecium rufescens Br. e. Im J. auf Dolomit efr. im oberen Püttlachthale und in der Weidmannsgeseeser Schlucht; steril im Kühlenfelser Thale bei Pottenstein.

Homalothecium sericeum Br. ee An Bäumen und Felsen häufig und meist efr.

Homalothecium Philippeanum Br. e. Im J. cfr. auf Werkkalk- felsen am Lichtenstein bei Pommelsbrunn.

Camptothecium lutescens Br. ee ImK. bei Eibach und Geras- mühle steril, ebenso am Krappenberg bei Michelau; bei Lichtenhof efr. Im J. sehr häufigund cefr. auf Kalk und Dolomit. Camptothecium nitens Schmp. ImK. cfr. im Sumpf am Kanal bei Steinach nächst Fürth und bei Dechsendorf; bei Tennen- lohe steril. Im J. cfr. im Dogger bei der Heidmühle und im Lias bei Unnersdorf nächst Staffelstein.

Brachythecium glareosum Br. e Im K. cfr. bei Ziegelstein; steril im Wolfsgraben bei der Karolinenhöhe nächst Michelau a.M. Im J. auf Dolomit im Kühlenfelser Thal und auf Dogger bei Schlols Banz.

Brachythecium albicans Br. ee. Im K. nicht selten und meist cfr., z. B. auf sandigem Boden um Dutzendteich, auf Zancelo-

-donletten hinter Ziegelstein und bei Güntersbühl, ebenso bei

Kalehreuth und Michelau a.M.

. Brachythecium salebrosum Schmp. Auf Gestein, Erde und

Holz im ganzen Gebiet und meist efr.

. Brachythecium velutinum Br. ee An Bäumen, Steinen ete. ge-

mein im ganzen Gebiet.

. Brachythecium rutabulum Br. ee Gemein im ganzen Gebiete

und auf allen Bodenarten.

. Brachythecium Starkii Br. e. ImK. aufnassem Sande in einer

Schlucht unter derKanalbrücke bei Gsteinach imSchwarzachthale.

. Brachythecium populeum Br. e. Im J. auf Buchenwurzeln cefr.

bei Pottenstein.

. Brachythecium rivulare Br. e. Im J. cefr. auf Doggerfelsen und

Wurzeln in der Schlucht unter Reckenberg an der Houbürg und in der Püttlach bei Pottenstein.

225.

226.

227.

228.

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230.

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232.

233.

234.

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Eurhynchium myosuroides Schmp. Im K. steril auf Burgsand- steinfelsen im Schwarzachthale bei Gsteinach und efr. in Schluchten um Limmersdorf. Eurhynchium strigosum Schmp. Im K. cfr. auf Zanelodon- letten im Walde vor Güntersbühl. Im J. bei Hartenstein und im Gansbachthale bei Velden. Eurhynchium striatulum Br. ee Im J. cfr. auf Dolomit im oberen Püttlachthale bei Pottenstein. Eurhynchium striatum Br. e. Auf Waldboden und Felsen cfr. im K.um Kalchreuth, Güntersbühl und Heroldsberg, bei Ziegel- stein, in der Soos bei Maiach, um Tennenlohe und Erlangen, Dechsendorf, Dambach bei Fürth, Wendelstein, Schwarzachthal, Gnadenberg, Limmersdorf, Michelau a. M., und bei Ebensfeld. Im J. auf Dogger bei Schlofs Banz, Kloster Langheim und am kleinen Hansgörgl bei Hersbruck. Eurhynchium crassinervium Br. e. An schattigen Dolomitfelsen im Klein-Ziegenfelder Thale steril. Eurhynchium Vaucheri Br. e. Im J. steril auf schattigen Dolomitfelsen im oberen Püttlacnthale bei Pottenstein. Eurhynchium praelongum L. Auf Gestein, Erde, unter Ge- büsch etc. im ganzen Gebiet; cfr. auf Keuperletten an der Grütz bei Nürnberg, bei Kalchreuth, Ziegelstein, Güntersbühl, Schwarzachthal und Limmersdorf. Im J. an schattigen Dolomit- felsen im Kühlenfelser Thal und im Dogger bei Kloster Langheim. Eurhynchium abreviatum Schmp. Im K. an faulen Erlen- stümpfen an der Schwarzach bei Gsteinach. Eurhynchium Stockesii Br. ee Im K. auf Sandsteinfelsen cfr. am Schwarzfärberbach bei Erlenstegen; steril bei Güntersbühl und Heroldsberg, Ziegelstein, Tennenlohe, Michelau a. M., ebenso im Schwarzachthale. Im J. cfr. auf Dogger bei Schlofs Banz und Kloster Langheim. Rhyngostechium rusciforme Br. Im K. häufig und meist cfr., z. B. im Schwarzachthale bei Feucht, bei Fürth, Erlangen, Heroldsberg, Kalchreuth, Michelau, Lichtenfels und Limmers- dorf. Im J. in der Püttlach bei Pottenstein und in der Weis- main im Klein-Ziegenfelder Thal.

Var. atlanticum Br. ee Im K. steril in der Rednitz bei

235.

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243.

11

Gerasmühle. Im J. auf Kalkfelsen in der Schlucht unter Reckenberg an der Houbürg und in der Püttlach bei Potten- stein. Rhynchostegium murale Br. ee VomK. bis zum Dolomit häufig und meist cfr.

Var. julaceum Br. e. Auf Dolomit im Ankathal bei Rupp- rechtstegen. Thamnium alopecurum Schmp. Im K. cfr. auf Bausandstein- felsen in einer Schlucht unterhalb Kalchreuth; steril ım Schwarzachthale, Michelau a.M. und in den Schluchten um Limmersdorf. Im J. auf Dolomit häufig; cfr. bei Krottensee und bei Königstein. Plagiothecium silesiacum Br. ee Im K. cfr. auf faulen Baum- stümpfen an der Hohen Heide bei Heroldsberg und hinter Dutzendteich. Plagiothecium denticulatum Br. ee Im K. cfr. bei Eibach, Güntersbühl, Brucker Lache, Dechsendorf, Schwarzachthal bei Feucht, Tennenloh :. Im J. in den Doggersümpfen bei der Heidmühle und bei Kloster Langheim. Plagiothecium silvaticum Schmp. Im K. ziemlich häufig und meist cfr., z. B. am Schmausenbuck, bei Eltersdorf, Alte Veste bei Fürth, im Schwarzachthale bei Feucht, in den Schluchten um Kalchreuth ünd bei Dechsendorf, bei Michelau und Limmersdorf. Im J. cfr. auf Dogger bei Schlols Banz und bei Kloster Langheim, am Hansgörgel bei Hersbruck.

Amblystegium subtile Br. ee Im K. cefr. im Stadtgraben von Nürnberg unter der Burg, an Eichen bei Weigelshof und Erlen- stegen, an Bachmauern zwischen Kronach und Fürth, bei Dechsendorf und Michelau a.M. Im J. an Buchen im oberen Püttlachthale.

. Amblystegium serpens Br. e Auf Gestein, Erde und Holz,

namentlich an Weiden an Ufern verbreitet und meist cfr.

Amblystegium irriguum Schmp. Im K. cfr. auf Steinen in

einem Waldbache hinter Gerasmühle und steril an Pfählen in der Rednitz von Gerasmühle bis Erlangen.

Amblystegium fluviatile Schmp. Im K. efr. an Pfählen in der Rednitz bei Dambach und steril bei Gerasmühle und Stein.

246.

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248.

254.

12

. Amblystegium riparium Br. e. Auf benetztem Holzwerk und

Steinen häufig und meist cfr. Var. longifolium Br. ee Im K. steril unter Wasser in der Rednitz bei Dambach nächst Fürth.

. Hypnum Halleri L. fl. Im J. cfr. auf kieselhaltigem Gestein

zwischen Neuhaus und Bischofsreuth.

Hypnum Sommerfeldii Myr. Im K. cfr. unter Gesträuch bei Herrnhütte nächst Nürnberg. Im J. auf Doggerfelsen am Moritzberg bei Lauf cefr.

Hypnum chrysophyllum Brid. Im K. cfr. bei den Steinbrüchen hinter der Grütz bei Nürnberg. Im J. auf Dolomit bis jetzt nur steril beobachtet: im Ankathale, im Kühlenfelser-, Püttlach- und Gansbachthale, Klein-Ziegenfelder Thal, Egglofistein und bei Mönchgröttendorf.

Hypnum stellatum Schreber. Im K. cfr. im Sumpfe am Kanal bei Steinach nächst Fürth. Im J. cfr. im Dogger bei der Heidmühle.

. Hypnum cordifolium Hedw. Im K. cfr. in Waldsümpfen beim

Valznerweiher, beim Heidbrunnen, im Sumpf am Kanal bei Steinach nächst Fürth, hinter Dutzendteich, Tennenlohe und Brucker Lache bei Erlangen.

. Hypnum giganteum Schmpr. Im K. steril im Sumpfe am Kanal

bei Steinach nächst Fürth.

. Hypnum Schreberi Willd.e Gemein im ganzen Gebiete. . Hypnum cuspidatum L. Im K. häufig und meist cfr. Im J. efr.

im Dogger um Pegnitz, am Cortigast und bei Vierzehnheiligen.

. Hypnum purum L. Im K. nicht selten und meist cfr. Im J.

nur im Dogger beobachtet, z. B. bei Kloster Langheim, am Hansgörgel bei Hersbruck und am Moritzberg.

Hypnum stramineum Dicks. Im K. efr. am Heidbrunnen bei Heroldsberg und an einem Weiher bei Marienberg nächst Nürnberg; steril in Mooren hinterm Dutzendteich, bei Gibitzen- hof, im Walde hinter Behringersdorf und in der Brucker Lache bei Erlangen. Im J. steril in den Doggersümpfen bei der Heidmühle.

. Hypnum palustre L. Im K. cfr. bei Behringersdorf, Herolds-

berg, an Pfählen in der Pegnitz und Rednitz, Bruck bei Er- langen und im Main bei Michelau.

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257.

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259.

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261.

262.

263.

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Var. hamulosum Br. ee Im J. auf Dolomit cefr. Püttlach- und Kühlenfelser Thal, Ankathal, Gansbachthal bei Velden, Krottensee, Königstein und Klein-Ziegenfelder Thal.

Hypnum crista castrensis L. Im K. cfr. im Burgsandstein- gebiete an der Grütz und im Schwarzachthale bei Gsteinach; steril in moorigen Wäldern bei Gibitzenhof und zwischen Herrnhütte und Heroldsberg, Dutzendteich und Laufamholz. Im J. cfr. im Dogger bei Kloster Langheim.

Hypnum molluscum Hedw. Im K. steril auf Letten in und bei den Steinbrüchen hinter der Grütz bei Nürnberg. Im J. häufig und meist cfr. auf Dolomit, z. B. um Pottenstein, Eggloffstein, Muggendorf, Ankathal, Velden, Königstein, Krottensee, Sans- pareil, Klein-Ziegenfelder Thal, am Hansgörgel und an der Houbürg, am Lichtenstein und Zankelstein etc.

Hypnum filicinum L. ImK. cfr. am Kanal bei Steinach nächst Fürth, Brucker Lache und Dechsendorf bei Erlangen, Wendel- stein und Feucht. Im J. in den Doggersümpfen bei Wolfs- lohe und auf Ornatenthon bei Happurg, bei Wiesentau nächst Forchhein, auf Dolomitblöcken in.der Püttlach bei Pottenstein.

Hypnum commutatum Hedw. Im K. cfr. an Mauern in Bächen am Kanal von Steinach bis Eltersdorf. Im J. steril an schat- tigen Dolomitfelsen im Kühlenfelser Thale.

Hypnum falcatum Brid. Im K. cfr. im Sumpfe am Kanal bei Steinach nächst Fürth.

Hypnum rugosum L. Im K. steril auf sandigen Heiden bei Marienberg nächst Nürnberg, am Kanal bei Fürth, sandige Abhänge gegen die Rednitz beim Pulvermagazin nächst Schweinau. Im J. steril auf Dolomit häufig. Hypnum uncinatum Hedw. Im K. efr. im Fischbach hinter Dutzendteich, bei Behringersdorf, im Schwarzachthale bei der Prethalmühle, Bruck bei Erlangen, Michelau a. M. und in Schluchten um Limmersdorf. Im J. auf Dogger bei Schlofs Banz.

Hypnum fluitans L. Im K. nicht selten und meist cfr., z. B. um Dutzendteich, Valznerweiher, Lichtenhof bei Nürnberg, Marienberg, Wendelstein und Dechsendorf, Im J. in den Doggersümpfen bei Pegnitz.

| 264. 265. 266. 267. 268.

269. 270. 271. 272. 973.

274.

275.

276.

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Hypnum exannulatum Gümb. ImK. steril auf einer sumpfigen Waldwiese bei Limmersdorf. Hypnum scorpioides L. Im K. steril auf Weiherschlamm im Angerweiher zu Neuhaus bei Höchstadt a. d. Aisch (Schwarz). Hypnum Kneiffii Schmp. Im K. steril auf Sumpfboden am Kanal bei Steinach nächst Fürth. | Hypnum vernicosum Lindberg. Im K. steril im Sumpfe am Kanal bei Steinach. Hypnum incurvatum Scrader. Im J. steril auf Dolomitblöcken im Achtelthale bei Neuhaus und bei Königstein. Hypnum cupressiforme L. Gemein im ganzen Gebiete und formenreich.

Var. filiforme Br. ee Ziemlich häufig in Wäldern.

Var. ericetorum Br. e. Auf dürrem Waldboden am Prunner Weg hinter der Grütz. Hypnum arcuatum Lindberg. Im K. cfr. an der Hohen Heide bei Heroldsberg, Wendelstein, Kalchreuth und am Krappen- berg bei Michelau; steril an der Grütz und bei Zirndorf. Im J. auf Dogger bei Schlofs Banz und am Fufse des Staffel- bergs steril. Hylocomium splendens Hedw. Gemein im ganzen Gebiete und meist cfr. Hylocomium brevirostre Ehrh. Im K. cfr. um Trieb bei Lich- tenfels und um Limmersdorf. Im J. cfr. auf Dogger bei Schlofs Banz und auf Dolomit im Ankathale. Hylocomium loreum Schmp. ImK. cfr. auf Sandsteinfelsen im Schwarzachthale bei Gsteinach und an einem Waldbache bei Trieb nächst Lichtenfels. Hylocomium triquetrum Br. ee Im K. und J. häufig und öfters cfr., z. B. sehr schön im Schwarzachthale, bei Kalchreuth, um Michelau, Kloster Langheim ete. Hylocomium squarrosum L. Im ganzen Gebiete häufig steril; efr.. beim Valznerweiher, Laufamholz, Michelau a. M., Schwarz- achthal und Fischbach, ebenso um Dutzendteich und Wen- delstein. Hylocomium subpinnatum Lindberg. ImK.cfr. und sehr schön in einer Schlucht unter der Kanalbrücke im Schwarzachthale bei Gsteinach.

-. Nekrolog für den

städtischen Bezirkstierarzt Konrad Schwarz

von Nürnberg

gestorben am 18. Februar 1895

erstattet von dessen Sohne

Karl Schwarz,

kgl. Landgerichtsrat in Passau.

Abh. d. Naturh. Ges. X. Bd. 9

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Der Mann, dessen Lebenslauf der gegenwärtige, von der * Vorstandschaft der Naturhistorischen Gesellschaft in Nürnberg freund- lichst in ihr Publikationsorgan aufgenommene Nekrolog in kurzen Strichen zu zeichnen versucht, ist der städtische Bezirkstierarzt Konrad Schwarz von Nürnberg und die Berechtigung der Erwäh- nung dieses Mannes in den gegenwärtigen Blättern dürfte aus den für den lieben Toten und seine Kinder so ehrenvollen Thatsachen abzuleiten sein, dafs derselbe Ehrenmitglied der Naturhistorischen Gesellschaft in Nürnberg gewesen und dafs die Anregung zur Ver- abfassung und Aufnahme dieses Nekrologes von der verehrlichen Vorstandschaft gedachter Gesellschaft selbst ausgegangen ist.

Als älterer Sohn eines ehrsamen Schmiedmeisters am 14. Jan. 1817 in Nürnberg geboren, mulste er nach Austritt aus der Volks- schule dem Vater von früh bis spät in dessen körperlich anstreng- endem Gewerbe beistehen und vom Morgen bis Abend an der Esse stehen und den Hammer schwingen; allein trotzdem unterliels er es nicht, seine karge abgegeizte freie Zeit durch Unterrichtnahme im Zeichnen und im Französischen auf seine weitere Fortbildung zu verwenden. |

Durch den seinem Vater zugestolsenen Unfall der Erblindung auf einem Auge in Folge eines bei der Arbeit in dasselbe geflogenen Funkens besiegte der stets von einem höheren Streben beseelte und getragene Sohn den hartnäckigen seitherigen Widerstand seiner braven, aber im Banne engerer Anschauungen sich bewegender Eltern gegen sein Vorhaben, Tierarzneikunde zu studieren und unter grofsen Mühen und Anstrengungen bereitete er sich zur Aufnahms- prüfung in die damalige k. Centralveterinärschule in München vor, weil der Vater ihn von der Mitarbeit in der Schmiede während des ganzen Tages nicht entband. Wie oft hat der Heimgegangene im trauten Familienkreise den Seinigen in seiner gemütvollen Weise von dieser Häufung seiner Pflichten, welche ihm die Gegenwart und die Zukunft damals auferlegten, erzählt, wie er beim Ziehen des

9*

%

18

Blasbalges die lateinische Zumpt’sche Grammatik neben sich liegen hatte, um sich, soweit es der Prüfungszweck verlangte, mit dem Rüstzeug des Doratus auszustatten und den Schlaf floh, um seine höheren Zwecke zu erreichen.

Mit eilsernem Fleifse ergänzte er sein Wissen auf den Stand, dafs er in die damals unter der Leitung des berühmten Direktors Schwab stehende k. Gentral-Veterinärschule aufgenommen ward und nach dreijährigem Studium unter grolsen Mühen, Entbehrungen und Einschränkungen dieselbe im Jahre 1840 mit der Note »sehr gut« absolvierte. Er liels sich hierauf als ausübender Thierarzt und Schmiedmeister in Nürnberg nieder und mit Plenarbeschlufs des hiesigen Stadtmagistrates vom 11. September 1840 erlangte er die Erlaubnis zur Ausübung der Tierarzneikunde in der Stadt Nürnberg und deren Burgfrieden. Durch seine Freundlichkeit, Berufstüchtig- keit und Unermüdlichkeit erwarb er sich in Kürze so sehr das Vertrauen des Publikums, dals er den niederen Beruf abstreifen mulste, um den Ansprüchen des höheren vollauf genügen zu können.

Vom 1. April 1852 an wurde er als polizeilicher Tierarzt für die hiesige Stadt und den Burgfrieden ernannt und bekleidete diese Stelle, beziehungsweise die Funktion eines städtischen beamteten Tierarztes mit den Befugnissen eines Bezirkstierarztes dahier bis zum 1. Juli 1891, also nahezu 40 Jahre lang, mit dem Erfolge, dafs ihm bei der auf sein Ansuchen erfolgten Enthebung von seinen amtlichen Funktionen die dankbare Anerkennung seines pflicht- getreuen und unermüdlichen Wirkens im Dienste der Stadt aus- gesprochen wurde. Es ist hier nicht der Ort, zu entwickeln, was der Verlebte in dieser”langen Dauer seines amtlichen Wirkens auf dem Gebiete der Fleischbeschau und der Kontrolle der Gesundheit des zugeführten Schlachtviehes für die sanitären Verhältnisse der hiesigen Bevölkerung gethan hat und wie er früh und spät thätig war, um neben seinen amtlichen Pflichten die Ansprüche seiner ausgedehnten Privatpraxis zu befriedigen. Hat er doch ein jetzt geteiltes Arbeitspensum, allerdings bei einer geringeren Bevölkerungs- ziffer, viele Jahre lang ganz allein bewältigt!

Nach zurückgelegtem 74. Lebensjahre legte er seine amtlichen Funktionen nieder und behielt nur seine Privatpraxis in beschränk- tem Umfange bei. Im Jahre 1894 fing er an, an seinen Fülsen, welche er, dem Fahren bei seinen Gängen aus Sparsamkeit abhold,

119

während seines Lebens am stärksten angestrengt hatte, zu kränkeln und bald stellte sich sein Leiden als Altersbrand heraus, welchem er trotz aller ärztlichen Kunst, bis wenige Stunden vor seinem Tode im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, am 18. Februar 1895 gott- ergeben und voll tiefen Friedens in seinen Gesichtszügen durch Hinzutritt einer Lungenentzündung im angefangenen 79. Lebensjahre erlag. Den edlen Verlebten zierte ein. reges wissenschaftliches Streben und eine glühende Begeisterung für alles Schöne und Ideale. Im Besitze einer reichen Bibliothek, welche er unabläfsig zu mehren bemüht war, und nicht gemeiner Kenntnisse in der Geschichte und Geographie, zu deren Festhaltung ihn sein ausgezeichnetes Ge- dächtnis befähigte, war er besonders der Natur- und seiner Fach- wissenschaft mit Leib und Seele zugethan. Er hat viele wertvolle und geschätzte Abhandlungen über Fachthemata der Tierheilkunde in Fachzeitschriften, besonders in die bekannte Adamsche Wochen- schrift geliefert und eine reiche Sammlung seltener Funde, welche ihm bei Ausübung seiner amtlichen und Privatpraxis aufgestolsen waren, angelegt, welche durch Schenkung jetzt grölstenteils in den Besitz der Naturhistorischen Gesellschaft übergegangen ist. Seine Vorliebe für die exakten Wissenschaften bewog ihn, am 6. Dezember 1852 dem damaligen Naturhistorischen Verein in Nürnberg beizu- treten und oft rühmte er das reiche Mafls an Belehrung und Förder- ung, das er dem dadurch ermöglichten Verkehr mit ausgezeichneten Männern, insbesondere mit den Gebrüdern Sturm, verdankte, und die herrlichen Stunden, welche er mit diesen in geselligem Kreise verlebte. Innige Beziehungen verbanden ihn auch mit dem damals in Nürnberg berühmten Dr. Weidenkeller.

Er empfand es deshalb als eine hohe Ehre, als er am 22. Ok- tober 1891 von dieser angesehenen Gesellschaft, deren Ruf und Ruhm weit über die Mauern Nürnbergs hinausgedrungen ist, zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Wie sehr er das Vertrauen und die Liebe seiner Kollegen besals, dürfte aus der Thatsache hervorgehen, dafs er lange Jahre hindurch der Vorstand des Vereines der Mittelfränkischen Tierärzte war und dafs er in Ehrung seiner Verdienste um diesen Verein am 4. Aug. 1888 ebenfalls zum Ehrenmitglied derselben ernannt wurde.

Stets bemüht, Humanität zu verbreiten und das Los seiner Schützlinge der Tierwelt zu verbessern und zu erleichtern

120

war er an der Neubegründung und Neubelebung des hiesigen Tier- schutzvereins hervorragend beteiligt, viele Jahre hindurch Ausschuls- mitglied desselben und kurz vor seinem Tode fiel als ein letzter Lichtstrahl auf sein hartes Schmerzenslager die Kunde, dafs auch dieser Verein ihm die Würde eines Ehrenmitgliedes verliehen habe.

Strenge Rechtlichkeit, Wahrheitsliebe, Unabhängigkeit der Gesinnung, makellose Ehrenhaftigkeit, unermüdliche Pflichttreue, rastlose Thätigkeit, Humanität und-Menschenliebe, Liebe zur Wissen- schaft und zum Schönen, Aufopferung für die Seinen schmückten den edlen Heimgegangenen und man darf es nicht für Voreinge- nommenheit halten, wenn die dankbaren Kinder eines solchen Vaters diesen Nachruf nicht schliefsen können, ohne auf ihn, den lieben Toten, die Worte anzuwenden, die Hamlet von seinem Vater braucht:

Er war ein Mann, nehmt Alles nur in Allem Ich werde nimmer seines Gleichen sehen.

[4

Beitrag

Pilz-Flora von Franken

insbesondere

der Umgegend von Nürnberg

P. Magnus. (Berlin.)

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In dem 1795 und zwar in Erlangen erschienenen zweiten Teile von @. F. Hoffmann : Deutschlands Flora oder Botanisches Taschenbuch (Flora Germaniae s. Compendium Botani- corum) finden sich keine Standorte angegeben. Nur ein vorge- setztes Sternchen bezeichnet die Arten, die sich um Göttingen oder in dem Harzgebiete finden. Hingegen finden sich in der rühmlichst bekannten Kryptogamen-Flora von Erlangen von (. Fr. Ph. Martius, Nürnberg 1817, viele wertvolle Angaben. Auch auf die Arbeiten von F. Freiherr v. Strauss in Sturm’s Deutschlands Flora III. Abteilung und in Flora 1850. I. S. 114 sei hinge- wiesen, obgleich sie nur wenig das Gebiet betreffen. In neuerer Zeit ist eine umfassendere Arbeit über Pilze Frankens nur von F. v. Thümen in dem 1879 im VII. Berichte des Botanischen Vereines in Landshut erschienenen Verzeichnis der um Bayreuth in Oberfranken beobachteten Pilze geliefert worden. Sonst liegen nur noch gelegentliche Notizen über einzelne Pilze des Gebietes von Reess und Kellermann (Puccinia Mal- vacearum), Reess und Fisch (Elaphomyces), (. Fisch (Asco- myces und Doassansia), Reinsch (Saprolegnia), f. Wagner über den Culturpflanzen schädliche Pilze und Magnus (Schinzia cypericola) vor. Auch sind noch manche Pilze aus dem Gebiete in Exsiccaten verteilt worden, so namentlich von F. von Thümen in seiner Mycotheca universalis.

Gelegentlich kurzer Anwesenheit in Nürnberg habe ich selbst einige Pilze auf Exceursionen gesammelt, die ich unter der gefälligen und sachkundigen Führung von Herrn Stabsveterinär A. Schwarz unternahm. Da ich aber damals nicht den Gedanken hatte, meine Pilzfunde mitzuteilen, so hatte ich die Pilze in mein Herbarium eingeordnet und kann hier nur die mir wieder aufgestossenen und herausnotierten nennen. Hingegen hat nun Herr Stabsveterinär

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A. Schwarz eine Sammlung von ihm und anderen bei den einzelnen Arten genannten Herren gesammelter Pilze eingesandt, die meist aus der Umgebung von Nürnberg stammen. Da von Thümen nur um Bayreuth beobachtet hat, so möchte es einiges Interesse haben, die von mir bestimmten Pilze (bezeichnet durch !) als einen kleinen Beitrag zur Pilzflora Frankens hier mitzuteilen.

Myxomycetes.

Lycogala Micheli.

L. Epidendron (L). auf faulem Holze am Nordabhang des Ratsbergs gegen Atzels- berg bei Erlangen (A. Schwarz)!

Orcadella Wing.:

0. operculata Wing, oder nov. sp. im Probsteiholze bei Leuten- bach zwischen Hersbruck und Engelthal (A. Schwarz)!

Peronosporeae.

Albugo S. F. Gray 1821 = Cystopus Lev. 1847.

A. candida (Pers.) Kze. auf Erysimum cheiranthoides L. im Laubenthale bei Weissen- burg am Sand (Apoth. Friedr. Schultheifs)! auf Capsella bursa pastoris Mnch. häufig um Nürnberg (A. Schwarz, Magnus)! an der Strasse von Sendelbach gegen Gersberg bei Lauf (A. Schwarz)! auf Raphanus sativus bei Nürnberg (Apotheker Fr. Schultheifs)! auf Draba aizoides auf der Houbirg bei Hersbruck (Dr. Buchner)! auf Draba verna auf Äckern bei Stein bei Nürnberg (Adalb. Rüdel)!

A. Portulacae (D. C.) OÖ. Kze. auf Portulaca oleracea L. auf Gemüsefeldern an der Koberger Strasse zwischen Grofsreuth und Nürnberg (A. Schwarz)! in einem Gemüsegarten an der Ostbahn bei der Stiftenfabrik bei Nürnberg (A. Schwarz)! |

A. Tragopogonis (Pers.) S. F. Gray. auf Scorzonera hispanica in den Gemüsefeldern bei Thon un- weit Nürnberg (auch in Neuburg a. d. Donau) (F. Wagner)! auf Tragapogon pratensis L. auf dem Bindlacher Berg bei Bayreuth (A. Schwarz)!

125

Peronospora Corda. P. Dianthi de By.

auf Agrostemma Githago L. in einem Feld im Trockenthale bei Götzendorf westlich Amberg (A. Schwarz)!

. Viciae Berk.

auf Lathyrus sitvester im Garten der k. Kreis-Landwirtschafts- schule Lichtenhof bei Nürnberg (F. Wagner)! im Geschäfts- anwesen zu Ansbach (F. Wagner)!

. Trifoliorum de By. auf Medicago sativa in Lichtenhof (F. Wagner)!

. arborescens (Berk.) de By. auf Papaver Rhoeas L. in einer Lehmgrube an der Bahn nahe Stadelhof gegen Fürth zu (A. Schwarz)!

. parasitica (Pers.) Tul.

auf Farsetia incana am alten Bahndamm zwischen Station und Ortschaft Doos bei Fürth (A. Schwarz)! auf Sisymbrium Thalianum bei Neuhaus (Magnus)! bei Krottensee (Magnus) ! in den Gallen von Albugo candida (Pers.) O. Kze. auf Capsella bursa pastoris an der Strasse von Sendelbach gegen Gersberg bei Lauf (A. Schwarz)! (Vergleiche P. Magnus in den Verhandlungen des botanischen Vereins der Provinz Brandenburg. Jahrg. XXXV, S. 82 und 87.) auf Draba verna hei Altdorf (Adalbert Rüdel) !

. grisea Ung.

auf Veronica serpyllifolia L. auf einem Brachfelde zwischen Gerasmühle und Bertelsdorf zwischen Nürnberg und Schwabach (A. Schwarz)!

. calotheca de By.

auf Sherardia arvensis L. häufig auf Feldern bei Krottensee (Magnus)! sehr häufig auf Brachfeldern des Juraplateaus bei Zultenberg unweit Kasendorf (A. Schwarz)!

. effusa Grev., deren Conidienträger schon sehr vergangen sind. auf alten Blättern von Spinacia oleracea: auf Spinatfeldern bei Bislohe auf Steinach zu, nördlich Fürth. (A. Schwarz)!

. Alsinearum Casp.

auf Cerastium triviale auf einem Brachfelde zwischen Geras- mühle und Bertelsdorf (A. Schwarz)!

126

P. Ficariae Tul. auf Ranunculus repens am Pulverweg bei Nürnberg (A. Schwarz)! P. Rumicis Cda. auf den Blättern von Rumex Acetosa an der Böschung der Landstrafse bei Schlofs Plattnersberg nächst Erlenstegen (A. Schwarz)!

Ustilagineae.

Ustilago Link.

U. Tragopogi pratensis (Pers.) Wint. auf Tragopogon pratensis L. am Waldwege in der Wildnis zwischen Ratsberg und Atzelberg bei Erlangen (A. Schwarz)!

U. violacea (Pers.) Tul. in den Antheren von Dianthus Carthusianorum am alten Bahn- damm zwischen der Fürther Landstrasse und Doos sehr ver- breitet, so dafs an der Fundstelle nur selten ein gesunder Dianthus Carthusianorum stand (A. Schwarz)!

U. anomala J. Kze. auf Polygonum Convolvulus am Bahndurchlals zwischen Büchen- bach und Roth (A. Schwarz)!

U. Tritici (Pers.) Jens. auf Tritieum vulgare in Feldern bei Nürnberg (A. Shah in Unter-Laimbach in Mittelfranken (F. Wagner).

U. Avenae (Pers.) Jens. auf Avena sativa auf Feldern bei Nürnberg, bei Rüblanden unweit Lauf (A. Schwarz)! bei Ebenried in Mittelfranken (F. Wagner), doch nur als »Flugbrand« im Berichte des Sonderausschusses für Pflanzenschutz 1892 bezeichnet, kann daher auch die folgende Art sein.

U. levis (Kellermann und Swingle) Magn. auf Avena sativa bei Erlenstegen, ebenso in Haferfeldern süd- lich, von Atzelsberg bei Erlangen (A. Schwarz)!

Ustilago auf .Hordeum distichum bei Ebenried von F. Wagner nur als »Flugbrand« im Jahresberichte über die Thätigkeit des Sonderausschusses für Pflanzenschutz 1892 S. 406 mitge- teilt, kann daher ebensowohl U. Hordei (Pers.) Kellermann und Swingle, wie U. nuda (Pers.) Kellermann und Schwingle sein.

127

U. Hordei (Pers.) Kellermann et Swingle. auf Hordeum distichum L. in einem Gerstenfeld beim Schlofs Plattnersberg bei Erlenstegen (A. Schwarz)!

U. nuda (Jens.) Kellermann et Swingle. auf Hordeum distichum in einem Gerstenfeld beim Schlofs Plattnersberg bei Erlenstegen (A. Schwarz)!

U. Ornithogali (Kze. & Schm.) P, Magn. in den Blättern von Gagea sp. zwischen Altdorf und Ober rieden (Adalb, Rüdel)!

Schinzia Naeg.

Sch. cypericola Magn. in den Wurzelknöllchen von Cyperus flavescens am Dechsen- dorfer Weiher bei Erlangen (P. Ascherson)! bei Röthen- bach bei Eibach (Fr. Schultheifs)!

Entyloma de By.

E. Calendulae (Ond.) de By. auf Hieracium murorum zwischen Etzelwang und Ruine Rup- prechtstein, frk. Jura (A. Schwarz)!

Tilletia Tul.

T. Caries Tul. auf Triticum vulgare bei Buschschwabach (F. Wagner)!

Cintractia Cornu.

C. Caricis (Pers,) P. Magn. in den Früchten von Carex glauca im Walde bei Illschwang s. Sulzbach (Pfarrer Rüdel)!

Uredineae.

‚Uromyces Lev.

U. Astragali (Opiz) Schroet. auf Astragalus glyeyphyllos L. bei Krottensee (Magnus)!

U. Poae Rbh. das Aecidium auf Ranunculus Ficaria L. auf schattigen Rasen- plätzen in der Anlage am alten Wasserwerk zu Tullnau bei Nürnberg (A, Schwarz)!

U. Pisi (Pers.) de By. das Aecidium auf Euphorbia Cyparissias allgemein verbreitet bei Nürnberg und Fürth (A. Schwarz), bei Unterfarrnbach westlich von Fürth (A. Schwarz)! bei Etzelwang im frk.

123

Jura /A. Schwarz)! Unter dem bei Nürnberg allgemein ver- breiteten Aecidium Euphorbiae Pers. finden sich sicher auch die Aecidien des Uromyces striatus Schroet., der auf Lotus-, Trifolium- und Medicago-Arten wächst. Nach Schroeter, dem Erforscher des Generationswechsels beider Arten, soll die vom. Aecidium des Uromyces striatus Schroet. angegriffene Euphorbia Cyparissias meist kleiner mit kürzeren und breiteren Blättern bleiben (Pilze Schlesiens I, S. 306). Da die von Herrn Stabsveterinär Schwarz eingesandten Exemplare sehr kräftig ausgewachsene hohe Scholse sind, mufs ich sie nach Schroeters Angaben zu Uromyces Pisi (Pers.) Schröt. stellen. Ich habe übrigens schon in meinem Vezeichnisse der mir aus dem Kanton Graubünden bekannt gewordenen Pilze (XXIV. Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubündens, S. 12) darauf hingewiesen, dafs Übergänge zwischen diesen beiden Arten auftreten, wie ich solche auf Vicia tennifolia im Engadin angetroffen und 1. c. beschrieben habe. Ich denke in einer kleinen Studie auf diese Verhältnisse näher einzugehen.

Puceinia Pers.

P. Galii Pers. auf Galium silvaticum bei Rupprechtstegen im frk. Jura (Magnus)! auf Gallium Mollugo bei Rothenburg ob der Tauber (Magnus) !

P. Menthae Pers. auf Mentha silvestris im Tauberthale bei Rothenburg (Mag- nus)! auf Mentha avensis am Weiherl bei Ziegelstein gegen Marienberg (A. Schwarz)!

P. Epilobii DC. auf Epilobium hirsutum bei Rupprechtstegen (Magnus)!

P. Prenanthis (Pers.) Fckl. das Aecidium auf Lactuca muralis an schattigen Stellen im Föhrenwald Kastenholz bei Schönlind zwischen Neukirchen und Sulzbach (A. Schwarz)!

P. Lampsanae (Schulz) Fcekl. das Aecidium anf Lampsana communis an schattigen Stellen in der Schwarzachdurchbruchstelle durch den Burgsandstein zwischen Neusef[s und Schwarzach bei Schwabach (A. Schwarz)!

129

. Violae (Schum.) DC. '

das Aecidium auf Viola silvatica Fr. am Waldrande zwischen der Weinzierleinmühle und Lind im Biebertthale oberhalb Zirndorf (A. Schwarz)!

. Adoxae Hedw.

das Aecidium auf Adoxa Moschatellina auf dem Grasplatz an der Mündung des Teufelsgrabens ins Thal der Schwarzach ober der Pretalmühle bei Altdorf (A. Schwarz)!

. Sii Falcariae (Pers.).

auf Falcaria Rivini auf dem Staffelberg bei Staffelstein in Oberfranken (Apotheker Rodler)!; auf den Hügeln bei der Gerasmühle an der Rednitz (A. Schwarz)!

. coronata (da.

das Aecidium auf Rhamnus cathartica im Gebüschwald auf dem Felsengrat der Hainsburg bei Illschwang südlich Sulz- bach (A. Schwarz)!

. Poarum Nielsen.

das Aecidium auf Tussilago Farfara am Abhang eines Hügels im Waldbezirke Reichertslohe bei Schöpsendorf südlich Sulz- bach (A. Schwarz)! am Bahndamm zwischen Bahnhof und Dorf Vorbach östlich Kreulsen (A. Schwarz)! die Uredo auf Poa nemoralis var. firmula im alten Graben zwischen Bösenbirkig und Tüchersfeld bei Gölsweinstein (A. Schwarz)! . phlei pratensis Erikss. et Henn.

auf Phleum pratense am städtischen Kehrichtabfuhr-Terrain bei Forsthof (Fr. Schultheifs) !

. Rubigo vera (D.C.)

das Aecidium auf Lycopsis arvensis in Getreidefeldern zwischen Fürth und Stadelhof (A. Schwarz)! auf Secale cereale zu Lichtenhof bei Nürnberg (Dr. F. Wagner)!

Phragmitis (Schum.) Koern.

das Aecidium auf Rumex crispus an einem Grasplatz in Bernlohe zwischen Roth und Georgensgemünd (A. Schwarz)! . Trailii Plowr.

das Aecidium auf Rumex Acetosa am Wegweiser hinter Feucht nach Gsteinach im Lorenzer Reichswald (Hauptmann G. Förderreuther)! am Abhang zum Thal der Regnitz zwischen Fürth und Stadeln (Lina Schwarz)!

10°

P. graminis Pers. das Aecidium auf Berberis vulgaris am Abhang zur Rednitz südlich Roth (A. Schwarz)! im Sulzthale bei Beilngries (F. Schultheils) !

P. silvatica Schroet. das Aecidium auf Taraxacum officinale auf einem Grasplatz in Bernlohe zwischen Roth und Georgensgemünd (A. Schwarz)!

_P. Agrostidis Plowr. das Aecidium auf Aquilegia vulgaris an Dolomitfelsen zwischen Etzelwang und Ruine Rupprechtstein (A. Schwarz)!

P. Hieracii (Schum.) Mart. auf Leontodon hastilis am Bahndamm bei Vorbach östlich Kreufsen (A. Schwarz)!

P. Taraxaci Plowr. British Uredineae und Ustilagineae S. 186. auf Taraxacum officinale auf einer Wiese zwischen Fichten- hof und Schönlind zwischen Neunkirchen und Sulzbach (A. Schwarz) !

P. Balsamitae (Str.) Rabenhorst. in kolossalen Mengen auf Tanacetum Balsamita in einem Garten zu Sankt Johannis bei Nürnberg (A. Schwarz)!

P. Malvacearum Mont. auf Althaea rosea im Garten der Burg zu Nürnberg (Magnus) ! auf Malva silvestris.. zahlreich zwischen Rüblanden und Sendelbach bei Lauf (A. Schwarz)!

Gymnosporangium DC.

G. Sakinae (Diks.) Winter. auf im Garten gezogener Juniperus Sabina var. elegans Hook. bei Nürnberg (Rittmeister von Huber-Liebenau)!

G. juniperinum (L.) Winter, das Aecidium (Aecidium cornutum Gmel.) auf Sorbus aucu- paria auf dem Breitenberg bei Gölsweinstein (A. Schwarz)!

G. tremelloides Al. Br. das Aecidium (Aec. penicillatum Oeder.) auf Sorbus Aria am Breitenberg bei Göfsweinstein (A. Schwarz)!

Phragmidium Link.

Phr. Potentillae (Pers.) Winter. in grolser Verbreitung aufallen Stöcken von Potentilla argentea im Föhrenholz am Kanal bei Kronach bei Fürth (A. Schwarz)!

131

Phr. Rubi Idaei (Pers.) Winter. . auf Rubus caesius + Idaeus im Föhrenholz zwischen Rohnhof und Kronach bei Fürth (A. Schwarz) ! Phr. subcorticium (Schrank) Winter. auf Rosa canina var. an der obersten Quelle zwischen Utzen- hofen und Habsberg, Oberpfalz (A. Schwarz) !

Triphragmium Link.

Tr. Ulmariae Link. auf Spiraea Ulmaria im Ufergebüsch im Püttlachthale ober Pottenstein (A. Schwarz)!

Coleosporium Lev.

C. Campanulae (Pers.) Lev. auf Capanula Trachelium bei Rupprechtstegen (Magnus)! auf Campanula rapunculoides am Bindlacher Berg bei Bay- reuth (A. Schwarz)! auf Campanula glomerata auf den Anhöhen der Plecher Strafse nördlich vom Hohenstein (A. Schwarz)! an der Waldspitze am Wege von Hohen- stein nach Treuf (A. Schwarz)! auf Specularia Speculum L. zwischen Neunkirchen und Truisdorf bei Sulzbach (A. Schwarz)! zwischen Gölsweinstein und Stadelhof (A. Schwarz)!

C. Melampyri (Rebent.) auf Melampyrum silvaticum am Fufse des Basaltkegels rauher Kulm bei Neustadt a. K. (A. Schwarz)! auf Melampyrum arvense zwischen Moritz und Göfsweinstein (A. Schwarz)!

C. Euphrasiae (Schum.) Wint. auf Euphrasia nemorosa Pers. bei Karm, bei Freistadt 1. OÖ. (Fr. Schultheifs)! auf Odontites rubra Pers. an der Stralse von Happburg nach Ruine Reicheneck bei Hersbruck (A. Schwarz)!

C. Tussilaginis (Pers.) Lev. \ auf Tussilago Farfara an einer nassen lehmig-sandigen Bö- schung an der Schwabach nahe deren Mündung südlich Katz- wang (A. Schwarz)!

C. Senecionis (Pers.) Fr. auf Senecio vulgaris in kolossalen Mengen in Meerrettig- feldern bei Baiersdorf; Schoppershof und Weigelshof bei Nürnberg (A. Schwarz)!

Abh. d. Naturh. Ges. X. Bd. 10

132

Calyptospora Kühn.

C. Goeppertiana Kühn. auf Vaceinium vitis Idaea in Menge im Lorenzer Wald zwi- schen dem Schmausenbuck und Laufamholz, im Dogger im Löhlitzer Wald bei Wonsgehaig (A. Schwarz)!

Melampsora Cast.

M. Lini Desm. auf Linum ceatharticum am Leidingshofer Graben bei Streit- berg, auf grasigen Stellen am Breitenberg bei Göfsweinstein (A. Schwarz)!

M. Helioscopiae (Pers.) Wint. auf Euphorbia Peplus auf Gartenland in Grofsgründlach (A. Schwarz)! auf Euphorbia exigua L. auf der Ödung am Ost- eingang von Hendungen bei Mellrichstadt, Unterfranken (A. Schwarz)!

M. Tremulae Tul. auf Populus tremula am Rande des Tümpels zwischen Kro- nach und Steinach bei Fürth (A. Schwarz)!

M. farinosa (Pers.) Schroet. auf Salix Caprea L. im Püttlachthal zwischen Tüchersfeld und der Mündung des alten Grabens (A. Schwarz)!

M. mixta (Schltdt.) Schroet. in Menge auf den Fruchtknoten von Salix repens am Weiherl bei Ziegelstein (A. Schwarz)!

Uredo Pers.

U. Scolopendrii Fckl. auf Asplenium ruta muraria an Dolomitfelsen im Wäldchen ober Erlheim nächst Sulzbach (A. Schwarz)!

Peridermium Link.

P. truncicola (Wallr.) P. Magnus. (Per. Pini (Willd.) Wallr. pr. p.) aus den Ästen von Pinus silvestris hervorgebrochen im Burg- walde zwischen Tuchenbach und Obermichelbach bei Her- zogenaurach (Lithograph Hörmann)! Wie Cornu nachge- wiesen hat, gehört zu dem auf Cynanchum Vincetoxicum auftretenden Cronartium asclepiadeum (Willd.) Fr. ein auf den Ästen und Stämmen von Pinus silvestris lebendes Peri- dermium, das Klebahn und Rostrup später als Peridermium Cornui bezeichnet haben. Wahrscheinlich ist es dieses Pe-

b 133

ridermium, das Herr Hörmann gesammelt hat, da Cynanchum Vincetoxicum im Gebiete häufig ist und Cronartium ascle- piadeum Fr. z. B. von Thümen (Verzeichnis der um Bay- reuth in Oberfranken beobachteten Pilze im VII. Berichte des botanischen Vereins zu Landshut 1879) auf dem Schlofsberge bei Berneck gesammelt wurde. Doch haben Klebahn und ich darauf hingewiesen, dafs noch ein zweites, dem ersten äufserst ähnliches Peridermium auf den Ästen und Stämmen von Pinus silvestris auftritt, das nicht zu Cronartium ascle- piadeum gehört, und in dem wiederum vielleicht noch meh- rere Aecidien verschiedener Teleutosporen stecken könnten. Da man so nicht entscheiden kann, welches stammbewohnende Peridermium Pini Willd. man vor sich hat, habe ich die obige neutrale Bezeichnung gewählt. Peridermium corticola Rabenh. ist ein weit jüngerer Name.

Basidiomycetes.

Aeeidium Pers.

A. leucospermum D.C. auf Anemone nemorosa bei Kucha zwischen Altdorf und Hersbruck (Adalbert Rüdel)! In den Sitzungsberichten der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin 1890 S. 147 und in den Verhandlungen des Botanischen Vereins der Pro- vinz Brandenburg Vol. XXXIHI 1891 S. XXVI habe ich dar- gelegt, dafs dieses Aecidium ein isoliertes ist und nicht in den Entwickelungsgang der Puceinia fusca Relh. gehört, mit der man sie früher kombiniert hatte.

Daeryomyces Nees ab Es.

D. stillatus Nees ab Es. (D. abietinus [Pers.].) auf modrigem Holze von Gartenzäunen in Gostenhof und an der Platnersanlage bei Nürnberg (A. Schwarz)!

Exidia Fr.

E. plicata Klotzsch (nach der gütigen Bestimmung v. Hrn. P. Hennings). auf abgebrochenen Aststücken an den buschigen Rednitzab- hängen zwischen Roth und Unterheckenhofen (A. Schwarz)!

Stereum Pers.

St. purpureum Pers. an einem Baumstumpf bei Geismannshof (A. Schwarz)!

10*

1314

Cortieium Fr. C. giganteum Fr. auf Pinus silvestris aus dem Sebalder Wald (A. Schwarz)! .

Exobasidium Woron.

E. Vaceinii Woron. auf Vaceinium vitis Idaea am Nordabhang des Schmausen- bucks, überhaupt häufig um Nürnberg (A. Schwarz)! beim Kothbrunnenbach südwestlich von Heroldsberg (G. Förder- reuther)! im Föhrenwalde zwischen Hummelstein und der Allersberger Landstraflse (A. Schwarz)! im trocknen Kiefern- wald bei Vorbach gegen Grols-Korbis östlich von Kreufsen (A. Schwarz)! auf Vaceinium Oxyococcos L. in Sphag- numpolstern am Dutzendteich bei Nürnberg (A. Schwarz)! auf Vaccinium Myrtillus L. in der die ganzen Triebe befal- lenden Form im Sebalder Wald am Lärchenbäumlein bei Erlenstegen nahe Nürnberg (A. Schwarz)!

Polyporus Fr.

P. amosus Fr. am Balkenwerk in der Krottenseer Höhle (Magnus)!

P. adustus (Willd.) Fr. an einem Baumstrunke von Quercus pedunculata zwischen Rübleinshof und Obermimberg (A. Schwarz)!

P. versicolor (L.) Fr. an Baumstümpfen am Abstiege vom Steinbruche zur Quelle am Hansgörgelberg bei Hersbruck (Sophie Schwarz)!

Daedalea Pers.

D. quercina (L.) Pers. an einem alten Baumstumpfe zwischen Rübleinshof und Ober- mimberg (A. Schwarz)!

Panus Fr.

P. stypticus (Bull.) Fr. auf Baumstümpfen am Östabhang des Hansgörgelberges bei Hersbruck (A. Schwarz)!

Agaricus L.

A. (Collybia) velutipes Curt. an einem Stamme von Robinia Pseudacacia in jeder Höhe aus der Rinde hervortretend in der Rosenau beiNürnberg (A. Schwarz!)

15

Polysaecum D.C. P. crassipes D.C. hinter dem Dutzendteich bei Nürnberg (Hesse)!

Ascomycetes.

Taphrina Tulasne.

T. rhizophora Johans. auf den Fruchtknoten von Populus alba bei Reichenschwand (Rodler)!

Pseudopeziza Fuckel.

Ps. Trifolii (Biv. Bern.) Fuckel. auf Medicago lupulina bei Nürnberg (Magnus)! auf Tri- folium pratense am Bahndamm bei Vorbach östlich Kreufsen .(A. Schwarz)! auf Medigago sativa Grasplatz am Bahnhofe zu Schweinau (A. Schwarz)!

Rhytisma Fr.

Rh. acerinum Fr. auf Acer pseudoplatanus L. auf dem Breitenberg bei Göfs- weinstein in den Baumwuchs sehr schädigender Menge (A. Schwarz)! am Zeilberg bei Ansbach (Dr. F. Wagner)! auf Acer campestre im Wiesentthale zwischen Stempfermühle und Moritz bei Gölsweinstein (A. Schwarz)!

Lophodermium Chev.

L. Pinastri (Schrad.) Chev. auf faulenden Kiefernadeln auf dem Waldboden an der Jägersruhe im Lorenzer Wald bei Lichtenhof (A. Schwarz)!

Capnodium Mont.

‘C. salicinum Mntgne. die Fumago »schwarzer Brand des Hopfens« auf Humulus Lupulus bei Georgensgemünd (F. Wagner)!

Asterina Lev.

A. Himantia (Pers.) Fr. Ascospora Himantia (Pers.) Winter: Pilze Deutschlands II S. 342.) Leider nur sterile Asteroma-Lager, die Flecken von 5—20 mm. Durchmesser auf der Oberseite der Fiederblätter von Aego- podium Podagraria bilden, hat Herr Stabsveterinär Schwarz im Walde beim Waldhaus Schweigelberg oberhalb der Beh- ringersmühle nördlich von Göfsweinstein am 12. August 1895

.— 1356

gesammelt. Ich ziehe sie mit Zweifel zu dieser Art, die wahrscheinlich auf den dürren Stengeln von Aegopodium Podagraria ihre fruchtbaren Mycelien ausbilden würde. Ein ganz ebensolches Auftreten von Asterina Himantia in weit ausgedehnten Flecken, ebenfalls bis 20 mm. Durchmesser habe ich auf den Fiedern von Laserpitium latifolium L. auf dem Mendelpasse in Südtirol am 9. September 1894 ange- troffen. Das Auftreten der Asterina auf Aegopodium Poda- graria ist sehr interessant. Diese sterile Form ist als Actino- nema Podagrariae All. von Allescher beschrieben worden in den Sitzungsberichten des Botanischen Vereins in München vom 10. März 1890 (vgl. Botanisches Zentralblatt Bd. 42, 1890, S. 44.)

Polystigma Tul.

P. rubrum Pers. auf Prunus insititia L. bei Göfsweinstein an der Landstralse gegen Tüchersfeld, in Obstgärten bei Bösenbirkig (A. Schwarz)! auf Prunus spinosa am Abhang des Wiesentthales bei der Stempfermühle (A. Schwarz)!

Phyllachora Nitschke.

Ph. Heraclei (Fr.) Fckl. auf Heracleum Sphondylium bei Bislohe, auch zwischen Rohnhof und Kronach bei Fürth (A. Schwarz)!

Hypocrea Fr.

H. citrina Fr. auf einem Baumstumpf im dichten Buchenwald an der linken Seite der von Kloster Banz nach Koburg führenden Stralse. (Sophie Schwarz)!

Claviceps Tul.

Cl. purpurea Tul. das Sclerotium (Sel. Clavus) auf Scale cereale häufig um Nürnberg!! besonders viel 1895 zwischen Herrnhütte und Spitalhof (A. Schwarz)! zwischen Bahnhof und Dorf Vor- bach östlich Kreulsen (A. Schwarz)!

Nectria Fr.

N. cinnabarina Fr. in CGonidienform (Tubercularia vulgaris Tode) in Hecken zwischen Fürth und Stadelhof, zahlreich auch in den Hecken

Be.

zwischen der Maxfeldstrafse und Rollnerstrafse bei Nürnberg (A. Schwarz)!

Epichloe Tul.

E, typhina Tul. auf Gräsern hinter Schäfhof bei Nürnberg (Sophie Schwarz)! auf Waldwiesen am Ostabhang des Dolomitfelsberges Quackenschlofs bei Muggendorf (A. Schwarz)!

Sphaerotheca Lev.

Sph. Castagnei Lev. auf Sanguisorba officinalis an grasigen Stellen am Bahndamm bei Vorbach östlich Kreufsen (A. Schwarz)!

Erysiphe Lev.

E. graminis Lev. auf Triticum vulgare bei Mettendörf bei Greding (F. Wagner)!

E. Umbelliferarum de By. auf Heracleum Sphondylium auf einer Waldwiese im Thal der Rednitz nahe der Haltestelle Katzwang; Wiesen bei He- dersdorf nächst Schnaittach (A. Schwarz)! auf Pastinaca sativa zwischen der Regnitz und Strullendorf bei Bamberg (A. Schwarz)!

E, lamprocarpa Lev. auf Hieracium vulgatum im Föhrenholz am Weg von Kro- nach nach Fürth (A. Schwarz)! am Zeilberg bei Ansbach (F. Wagner)! auf Lithospermum arvense auf Feldern im Thale bei Götzendorf westlich Amberg (A. Schwarz)! auf Myosotis intermedia am Ostabhang des Breitenberges bei Gölsweinstein (A. Schwarz)!

E. Martii Lev. auf Trifolium pratense: bei Krottensee (Magnus)! Diese Form ist bemerkenswert durch ihre langen Anhängsel, die mehrmals länger als der Durchmesser des Peritheciums sind, und ferner dadurch, dafs diese Anhängsel weils und an der Basis gebräunt sind. Die Ansicht de Bary’s, dafs Er. Martii und Er. communis nicht von einander zu trennen sind und nur eine Art ausmachen, hat daher viele Wahrscheinlichkeit für sich. in einem Haberfeld zwischen Station und Dorf Vorbach östlich Kreufsen (A. Schwarz)! auf grasigen Dämmen zu Dutzendteich (A. Schwarz)! zu Lichtenhof

13

bei Nürnberg (F. Wagner)! auf Gut Leimershof bei Bam- berg (Ber. Pflanzensch. 1893. S. 66) auf Trifolium medium im Walde an der Krottenseer Höhle (A. Schwarz)! auf Trifolium alpestre auf dem Zeilberg bei Ansbach (F. Wagner)! auf Trifolium procumbens L. (aufrecht. Form) am Abhang zum Rednitzthal zwischen Katzwang und Schwabach (A. Schwarz)! auf Trifolium incarnatum zu Lichtenhof bei Nürnberg (F. Wagner)! auf Trifolium filiforme in Menge am Fuls des Schmausenbuckes gegen Mögeldorf (A. Schwarz)! auf Thesium montanum an schattigen Waldstellen zwischen Engelhardsberg und Muggendorf (A. Schwarz)!

E. communis (Wallr.) Fr. auf Hypericum quadrangulum L. am Ostrande der Gibitzen- hofer Heide am Loreffzer Walde bei Nürnberg (A. Schwarz)! das Oidium auf Valerianella dentata Poll. auf einem Felde nahe Willenberg im Dolomit bei Pegnitz (A. Schwarz)! auf Alyssum calycinum am sonnigen Abhang unter der Ruine Frankenberg östlich Kreufsen, Keupersandstein (A. Schwarz)! auf dem Bindlacher Berg bei Bayreuth (A. Schwarz)! das Oidium auf Brassica Napus L. bei Gibitzenhof bei Nürn- berg (F. Wagner)! das Oidium auf Geranium sanguineum viel an den Rednitzabhängen zwischen Katzwang und der Röfsleinsmühle bei Schwabach (A. Schwarz)!

Microsphaera Lev.

M. Astragali (D.C.) Sacc. auf Astragalus glycyphyllos L. bei Krottenssee (Magnus)!

Uneinula Lev.

U. Aceris (D.C.) Sacc. auf Acer campestre L. auf dem Breitenberg bei Gölsweinstein, im Thal zwischen Behringersmühle und Unter-Ailsfeld, bei Willenberg gegen Pegnitz, bei Prebitz gegen Kreufsen (A. Schwarz)! auf dem Zeilberge bei Ansbach (F. Wagner)! auf Acer Pseudoplatanus L. auf dem Zeilberg bei Ans- bach (F. Wagner)!

Fungi imperfecti. Ovularia Sacc. 0. obliqua (Cooke) Oud.

139 auf Rumex crispus am Abhang zum Thal der Regnitz zwi- schen Fürth und Stadeln (A. Schwarz)! Cladosporium Link. Cl. sp. auf Triticum vulgare in einem Waizenacker zwischen Stein- bühl und Neu-Gibitzenhof bei Nürnberg (A. Schwarz)! Cl. sp. wahrscheinlich Cl. herbarum (Pers.) Lk. auf den Schötchen von Lepidium Draba L. an Schuttstellen zwischen Herrnhütte u. dem Spitalhofe b. Nürnberg (A. Schwarz)! Fuseieladium Bonord. F. dendriticum Fuckel. auf Äpfelschalen aus der Nürnberger Gegend ? (A. Schwarz) ! Polythrineium Kze. P. Trifolii Kze. auf Trifolium pratense bei Krottensee (Magnus)! Colletotriehum Cda. C. Lindemuthianum (Sacc. et Magn.) Br. et. Cav. auf den Bohnen von Phaseolus nanus im Gemüsegarten zu Lichtenhof bei Nürnberg (F. Wagner)! Jlosporium Mart. J. roseum (Schreb.) Mart. auf Physcia parietina auf einer Gartenplanke zu Geismanns- hof zwischen Fürth und Nürnberg (A. Schwarz)! Ascochyta Lib. A. Orobi Sacc. auf Orobus vernus L. im Wald zwischen Truisdorf und Ba- chetsfeld östlich Hersbruck (A. Schwarz)! Septoria Fr. S. scabiosicola Desm. auf Succisa pratensis am Eichwasen bei Schwabach (Seminar- lehrer Müller)! S. Lachastreana Sacc. et Let. auf Blättern von Althaea offieinalis bei Herboldshof bei Fürth (A. Schwarz)! S. sp. auf Laserpitium latifolium bildet kleine braune Flecken auf den Blättchen. Eine Septoria auf dieser Wirtspflanze ist in Saccardo Sylloge Fung. Ill nicht angegeben. Sie stimmt

10°

auch nicht recht zu einer der auf Umbelliferen beschriebenen Septorien. bei Gölsweinstein an der Stralse nach Eber- mannstadt (Sophie Schwarz)!

S. rhamnella Oud. auf den Blättern von Frangula Alnus am Dutzendteich (A. Schwarz)!

S. cornicola Dsm. auf Cornus sanguinea an den buschigen Abhängen des Wie- sentthales zwischen Toos und der Riesenburg bei Muggen- dorf (A. Schwarz)!

S. Astragali Dsm. auf Astragalus glyeyphyllos L. bei Krottensee (Magnus)!

Rhizoctonia D.C.

Rh. violacea Tul. auf Medicago sativa, Trifolium pratense, Beta vulgaris, Hu- mulus Lupulus, Solanum tuberosum, CGonvolvulus arvensis. Taraxacum offieinale und Onobrychis sativa in Franken sehr verbreitet (vergl. Dr. Frdr. Wagner: Das Vorkommen des Wurzeltöters der Luzerne in Mittelfranken und Unterfranken Zeitschrift des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern Sep- tember— Oktober 1894).

Druckfehlerberichtigung.

Seite 133. Die Überschrift Basidiomycetes. ist vor Dacryomyces zu setzen; Aecidium gehört ja uoch zu den Uredineen.

Seite 134. Zeile 13 von oben lies annosus statt amosus.

Seite 139. Zeile 20 von oben lies Jllosporium statt Jlosporium.

Weitere Nachträge

Flora Bambergs und des nördlichen fränkischen Jura von

Dr. Kurt Harz,

k. Reallehrer in Kulmbach.

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Anemone Pulsatilla L: trockene Raine bei Streitberg, Würgau, Ka- sendorf.

Adonis aestivalis L: Aecker des Staffelbergs, bei Kasendorf.

Nigella arvensis L: Aecker bei Streitberg, Bamberg, auf dem Staffel- berg.

Nuphar luteum Sm: im Main resp. dessen Altwässern, sehr häufig: Mainrot, Banz, Zapfendorf, Hallstadt, Obertheres; in der Regnitz bei Bug, Gaustadt, Bischberg.

Corydalis cava Schweig: Kulmbach am Patersberg.

Barbaraea arcuata Rehb: Staffelstein.

Arabis petraea Lam: sehr häufig an Abhängen zwischen Gölswein- stein und Pottenstein.

Cardamiae impatiens L: Hauptsmoos bei Bamberg, Kirchschletten.

Sisymbrium strietissimum L: Ufergebüsch zwischen Hallstadt und Breitengülsbach.

Sisymbrium pannonicum Jacg: Plassenburg auf Schutt, Bamberg an den Dämmen.

Erysimum strietum L: sehr häufig am alten Regnitzbett vom Steg in Bamberg bis Gaustadt.

Erysimum odoratum Ehrh: steinige Orte bei Giech, Streitberg, Göls- weinstein, Wölkendorf, Hochstall, auf der Friesener Warte.

Brassica nigra Koch: am Mainufer bei Breitengülsbach, Kemmern, Bischberg sehr häufig.

Alyssum saxatile L: südwestlicher Felsenvorsprung der Friesener Warte.

Thlaspi perfoliatum L: Stammberg.

Thlaspi montanum L: Abhänge bei Streitberg, Gölsweinstein.

Isatis tinctoria L: Staffelberg.

Drosera rotundifolia L.: In Gräben des Hauptsmoorwaldes. Cucubalus baccifer L.: In Gebüsch am Main beim Kemmern, Hall- stadt an der Regnitz bei Pettstadt, Strullendorf, Bug.

Silene Otites L: häufig am Bahndamm Strullendorf-Bamberg-Hall- stadt, Wiesen bei Kunigundenruh, am Heinrichsdamm, am Damm nach Gaustadt.

14

Lepigonum rubrum Whg.: zwischen dem Pflaster am Domplatz in Bamberg. |

Linum perenne L: Friesener Warte.

Cytisus nigricans L: Wald der Plassenburg.

Medicago minima L: am Heinrichsdamm bei Bamberg.

Astragalus Cicer L: Felder bei Streitberg.

Hippocrepis comosa L: Ehrenbürg.

Vieia pisifarmis L: Gebüsch der Altenburg, des Kreuzberges, bei Breitengüfsbach, Zapfendorf, Würgau, Mirschbach.

Vieia casubica L: Kreuzberg.

Lathyrus silvestris L: Kreuzberg bei Hallstadt.

Rosa rubiginosa L: Staffelberg, Friesener Warte.

Rosa dumetorum Thuill: Aurach.

Rosa tomentosa Sm: Aurach.

Rosa gallica L: Aurach.

Rubus tomentosus Borkh: Aurach.

Rubus dumetorum W. et N: Aurach.

Portulacca oleracea L: in Kulturen der Breitenau, von Zapfendorf, in Gärten Bambergs.

Sedum purpurascens Koch: Aecker oberhalb Hallstadts.

Sedum album L: Felsen bei Würgau, Kasendorf, Burgkundstadt, Wölkendorf.

Sedum boloniense Lois: Regnitzauen bei Bamberg.

Sedum reflexum L: Strullendorf, Bug, Hallstadt.

Sempervivum soboliferum Sims: Altenstein, Staffelstein.

Oenanthe fistulosa L: Sumpfwiesen bei Hallstadt.

Peseli coloratum Ehrh: Staffelberg.

Libanotis montana Crtz: Gölsweinstein, Rabeneck.

Heracleum Sphondylium L: mit gestrahlten und ungestrahlten Dolden, mit rötlichen, weilsen und grünlichen Blüten sehr häufig in der Breitenau.

Dipsacus pilosus L: Altenburg, Memmelsdorf.

Aster Amellos L: Jurahöhe Vierzehnheiligen auf dem Staffelberg.

Stenactisannua Nus: Rasenplätze unmittelbar bei Bamberg.

Pulicaria vulgaris Gaerte: Stralsengräben in Hallstadt.

Cirsium eriophorum Scop: Stralsgiech an der Stralse, Giech, sehr häufig auf der Jurahöhe bei Würgau.

Cirsium lanceolatum L: weilsblühend am Kanal bei Bug und Gaustadt.

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Cirsium oleraceum + acaule Hampe: auf Rainen und Wiesen der Breitenau bei Bamberg, bei Würgau, Breitengüfsbach, Rent- weinsdorf, Ebern, Friesen, stets in der Nähe der beiden Eltern.

Serratula tinctoria L: weilsblühend auf dem Kreuzberg.

Centaurea rhenana Boz: Friesener Warte.

Centaurea dacea L: mit fast weilsen Blüten auf dem Kreuzberg.

Crepis paludosa Mch: Bug.

Gentiana ciliata L: Staffelberg.

Gentiana cruciata L: Strullendorf, Kulmbach.

Cynoglossum officinale L: Streitberg.

Nonnea rosea Iık: Rasenplätze und Schuttstellen in und um Kulmbach.

Myosotis caespitosa Sch: Sümpfe bei Hallstadt.

Physalis Aekekenghi L: steinige Orte bei Streitberg.

Hyoscyamus niger L: Stralse um Pettstadt.

Datura Stramonium L: Schutt um Bamberg.

Digitalis grandiflora Lam: Gebüsch bei Streitberg, auf der Ehren- bürg.

Linaria arvensis Dof: sandige Felder bei Oberhaid, Pettstadt.

Lathraea squamaria L: Laubwälder bei Kulmbach.

Stachys germanica L: steinige Orte bei Gölsweinstein.

Stachys annua L.: Aecker bei Streitberg, auf der Friesener Warte.

Tencrium Scordium L: Sumpfwiesen bei Hallstadt.

Utrieularia vulgaris L: Sümpfe bei Bug.

Anagallis coerube Schrb: Juraäcker bei Würgau, Hochstall.

Elodea cunadensis Rich: Altwässer bei Bug.

Triglochin palustre L: Gräben der Breitenau.

Potamogeton compressus L: Bäche bei Aurach.

Lemna gibba L: Gräben der Breitenau.

Cypripedium Calceolus L: Wälder bei Gölsweinstein.

Lilium Martagon L: Wälder bei Würgau, Kasendorf.

Anthericum ramosum L: Raine bei Würgau, Streitberg, Gölsweinstein.

Melica uniflora Retz: Wälder bei Banz.

Eragrostis minor Host: massenhaft im Posthof und dem anstolsen- den Landeplatz am Kanal in Bamberg. |

Blechnum Spicanf With: Hauptsmoorwald.

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